Günther Steiner verteidigt Verpflichtung von Mazepin

Von Vanessa Georgoulas
Nikita Mazepin

Nikita Mazepin

Dass Haas im nächsten Jahr den jungen Russen Nikita Mazepin in die Formel 1 befördert, war keine Überraschung, löste aber viel Kritik bei den GP-Fans aus. Teamchef Günther Steiner verteidigt die Wahl.

Nikita Mazepin hat in diesem Jahr in der Formel 2 durchaus bewiesen, dass er auch in der Lage ist, Rennsiege einzufahren. Der GP3-Zweite von 2018 setzte sich im ersten Hauptrennen von Silverstone und auch im ersten Kräftemessen von Mugello gegen den Rest des hochdosierten F2-Feldes durch. Zwei Läufe vor dem Saisonende belegt er dank vier weiteren Podestplätzen (Zweiter in Ungarn, Spanien, Sochi und Bahrain) den dritten Tabellenplatz.

Seine Beförderung ins Haas-Team war zu erwarten, zumal der 21-Jährige mit einer dicken Mitgift seines Vaters Dmitry bei den Amerikanern angeklopft hat. Dennoch wurde die Beförderung des Moskauer kritisiert. Zu Unrecht, findet Teamchef Günther Steiner, der fragt: «Wenn ein Fahrer gut ist und finanzielle Unterstützung mitbringt, hat er natürlich bessere Chancen als ein Pilot, der auf dem gleichen Niveau ist, aber über keine finanziellen Mittel verfügt. Warum sollte man den Piloten ohne finanzielle Mittel wählen?»

«Solange ein Fahrer gut genug ist, um in die Formel 1 aufzusteigen, sehe ich keine Probleme. Und Nikita ist derzeit Dritter in der Formel-2-Meisterschaft. Ich habe seine Entwicklung in dieser Saison mitverfolgt und er erlebte einen schwierigen Saisonauftakt, ohne den er um den Titel mitkämpfen würde. Die Resultate sprechen immer eine deutliche Sprache», stellte der Südtiroler klar.

Dann verwies Steiner auf die vielen Vorgänger von Mazepin, die auch mit finanzieller Unterstützung in die Königsklasse aufgestiegen sind. «Es gab schon immer die sogenannten Bezahlfahrer, viele Piloten kommen mit einer Mitgift in die Formel 1, einige sehr gute GP-Stars brachten am Anfang einen Sponsor mit.»

«Der Erste, der mir in den Sinn kommt, ist Sergio Pérez. Man nannte ihn damals auch Bezahlfahrer, als er eingestiegen ist. Und mittlerweile ist er ein Podeststürmer und macht einen guten Job. George Russell ist in meinen Augen einer der besten Fahrer, aber ohne die Hilfe von Mercedes wäre er nirgends. Es gibt viele Beispiele. Lance Stroll hat es auch schon aufs Podest geschafft. Wenn ein Fahrer gut ist und einen Sponsor mitbringt, ist er die perfekte Lösung», fügte der 55-Jährige an.

Bahrain-GP, Sakhir

1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:34:01,829h
2. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +1,254 sec
3. Alex Albon (T), Red Bull Racing, +8,005
4. Lando Norris (GB), McLaren, +11,337
5. Carlos Sainz (E), McLaren, +11,787
6. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +11,942
7. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +19,368
8. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, +19,680
9. Esteban Ocon (F), Renault, +22,803
10. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +1 Runde
11. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +1 Runde
12. George Russell (GB), Williams, +1 Runde
13. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +1 Runde
14. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +1 Runde
15. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +1 Runde
16. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, +1 Runde
17. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Runde
Out
Sergio Pérez (MEX), Racing Point, Motorschaden
Romain Grosjean (F), Haas, Crash
Lance Stroll (CDN), Racing Point, Crash

WM-Stand Fahrer nach 15 von 17 Rennen

Fahrer
1. Hamilton 332 Punkte
2. Bottas 201
3. Verstappen 189
4. Ricciardo 102
5. Pérez 100
6. Leclerc 98
7. Norris 86
8. Sainz 85
9. Albon 85
10. Gasly 71
11. Stroll 59
12. Ocon 42
13. Vettel 33
14. Kvyat 26
15. Nico Hülkenberg (D) 10
16. Räikkönen 4
17. Giovinazzi 4
18. Grosjean 2
19. Magnussen 1
20. Latifi 0
21. Russell 0

Marken
1. Mercedes 533
2. Red Bull Racing 274
3. McLaren 171
4. Racing Point 154
5. Renault 144
6. Ferrari 131
7. AlphaTauri 97
8. Alfa Romeo 8
9. Haas 3
10. Williams 0

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