Mika Häkkinen über Feuerunfall: «Jede Sekunde zählt»

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Mika Häkkinen

Mika Häkkinen

Der spektakuläre Crash von Romain Grosjean in Bahrain hat beim zweifachen Champion Mika Häkkinen Erinnerungen an frühere Unfälle geweckt. Der Finne betont, wie sicher die Formel 1 geworden ist.

Romain Grosjean hatte das Glück, bei seinem harten Unfall im Bahrain-GP bei Bewusstsein geblieben zu sein. Der Genfer flog ausgangs der dritten Kurve bei rund 220 km/h ab und krachte mit 53 g in die Leitplanken. Sein Renner wurde auseinandergerissen und ging in Flammen auf, der vordere Teil steckte in der Streckenbegrenzung.

Der Haas-Pilot konnte sich aus eigener Kraft befreien, weniger als eine halbe Minute dauerte es, bis er dem Inferno entkam und FIA-Arzt Dr. Ian Roberts in die Arme sprang. Die spektakulären Bilder und der vergleichsweise glimpfliche Ausgang des Crashs haben auch bei GP-Veteran Mika Häkkinen einen starken Eindruck hinterlassen.

In seiner Kolumne für den britischen Wettanbieter «Unibet» schreibt der zweifache Champion: «Ich hege keinen Zweifel daran, dass der Halo-Kopfschutz verhindert hat, dass Romains Helm mit der Leitplanke in Berührung kam. Das war entscheidend, denn Kopfverletzungen müssen wenn immer möglich vermieden werden.»

Auch das Feuer stellte eine grosse potenzielle Gefahr dar, weiss der Finne: «Weil Romain beim Einschlag durch den Halo geschützt war, blieb er bei Bewusstsein und deshalb konnte er sich auch selbst aus dem Auto befreien. Sein Überleben zeigt auch, wie gut die heutigen Rennanzüge und die feuerfeste Unterwäsche der GP-Stars sowie deren Helme und Visiere sind.»

Und Häkkinen erinnert sich an seinen eigenen schweren Unfall beim Zeittrraining zum Saisonfinale von 1995 in Adelaide, bei dem er das Bewusstsein verlor und sich einen Schädelbasisbruch zuzog. «Ich war nicht bei Bewusstsein, doch ich hatte das Glück, dass kein Feuer ausgebrochen ist», erzählt er. «Niki Lauda hatte 1975 auf dem Nürburgring nicht so viel Glück und es ist nur dem Mut anderer Fahrer zu verdanken, dass er aus dem Wrack gezogen wurde.»

«Es war einfach fantastisch, Romain aus dem Auto steigen zu sehen, und ich möchte auch die schnelle Reaktion von Dr. Ian Roberts erwähnen, der innerhalb von Sekunden am Unfallort war und den Marshalls zur Hilfe eilte, um Romain zu unterstützen. In einer solchen Situation zählt jede Sekunde», betont der 52-Jährige daraufhin. «Ich wünsche Romain eine schnelle Heilung seiner Brandwunden an en Händen, und ich kann der FIA und der Formel 1 sowie ihren Teams für ihre herausragenden Sicherheitsbemühungen nur gratulieren. 2020 war für alle ein schwieriges Jahr, aber in Bahrain hatten wir einen Guten Grund, den guten Ausgang eines so fürchterlichen Crashs zu feiern.»

Bahrain-GP, Sakhir

1. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:34:01,829h
2. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +1,254 sec
3. Alex Albon (T), Red Bull Racing, +8,005
4. Lando Norris (GB), McLaren, +11,337
5. Carlos Sainz (E), McLaren, +11,787
6. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +11,942
7. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +19,368
8. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, +19,680
9. Esteban Ocon (F), Renault, +22,803
10. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +1 Runde
11. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +1 Runde
12. George Russell (GB), Williams, +1 Runde
13. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +1 Runde
14. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +1 Runde
15. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +1 Runde
16. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, +1 Runde
17. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Runde
Out
Sergio Pérez (MEX), Racing Point, Motorschaden
Romain Grosjean (F), Haas, Crash
Lance Stroll (CDN), Racing Point, Crash

WM-Stand Fahrer nach 15 von 17 Rennen

Fahrer
1. Hamilton 332 Punkte
2. Bottas 201
3. Verstappen 189
4. Ricciardo 102
5. Pérez 100
6. Leclerc 98
7. Norris 86
8. Sainz 85
9. Albon 85
10. Gasly 71
11. Stroll 59
12. Ocon 42
13. Vettel 33
14. Kvyat 26
15. Nico Hülkenberg (D) 10
16. Räikkönen 4
17. Giovinazzi 4
18. Grosjean 2
19. Magnussen 1
20. Latifi 0
21. Russell 0

Marken
1. Mercedes 533
2. Red Bull Racing 274
3. McLaren 171
4. Racing Point 154
5. Renault 144
6. Ferrari 131
7. AlphaTauri 97
8. Alfa Romeo 8
9. Haas 3
10. Williams 0

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