Alex Albon: «Ich kann nicht lügen – es schmerzt»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Alex Albon

Alex Albon

​Der Thai-Brite Alexander Albon hat seinen Stammplatz bei Red Bull Racing verloren, 2021 fährt neben Max Verstappen der Mexikaner Sergio Pérez. Albon sagt: «Ich kann nicht lügen – es schmerzt.»

Alexander Albon hat 2021 keinen Stammplatz mehr in der Formel 1. Die Leistungen des 24jährigen Londoners in der Saison 2020 waren zu wenig konstant, meist war der Abstand zu Team-Leader Max Verstappen zu gross. In den letzten drei Rennen der Saison konnte Albon zwar einen Podestplatz (Dritter im Bahrain-GP) erobern und einen vierten Rang im WM-Finale von Abu Dhabi, aber das war letztlich zu wenig.

Max Verstappen holte in der Formel-1-WM 2020 mehr als doppelt so viele Punkte wie Albon (214:105), der Niederländer stand elf Mal auf dem Siegerpodest, er holte damit aus zwölf Zielankünften sehr viel heraus. Albon schaffte es nur zwei Mal unter die besten Drei. Dr. Marko rügte: «Wenn es im Training nicht ideal läuft, dann lässt sich Alex oft aus dem Konzept bringen.»

Das führte zu mässigen Trainingsplatzierungen, wie der Durchschnitt zeigt. Verstappen erreichte im Qualifikationsschnitt eine Platzierung von 3,12, Albon hingegen nur eine 7,18; über die ganze Saison gesehen lag der Thai-Brite im Abschlusstraining 0,546 sec hinter dem Niederländer.

Der Thai-Brite wird 2021 die Rolle des Ersatzfahrers übernehmen, sich im Arbeit im Rennsimulator kümmern, eine spätere Rückkehr als Stammfahrer ist nicht ausgeschlossen.

Nun hat sich Albon via Instagram zu Wort gemeldet und schreibt: «Ich kann nicht lügen, Leute – es schmerzt. Ich habe da draussen alles gegeben, aber es hat nicht ganz gereicht.»

«Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich das ganze Jahr über unterstützt haben, besonders bei meinen thailändischen Fans.»

«Ich gebe nicht auf, ich habe mich mit Leib und Seele dieser Karriere verschrieben, und die hört jetzt nicht auf. Ich habe mehr zu geben und richte meine Aufmerksamkeit ganz auf 2022, um die thailändische Flagge wieder hochhalten zu können.»

Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner sagt: «Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, und sie wurde durch den Umstand erschwert, dass Alex so ein liebenswerter Kerl ist. Er bleibt ein wichtiger Teil unseres Teams und wird sich 2021 vor allem auf die Entwicklung für 2022 konzentrieren. Und natürlich wird er alles daran setzen, um 2022 ins Cockpit zurückkehren zu können.»

Abu Dhabi-GP, Yas Marina

1. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:36:30,256 h
2. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes, +15,976 sec
3. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +18,415
4. Alex Albon (T), Red Bull Racing, +19,987
5. Lando Norris (GB), McLaren, +1:00,729 min
6. Carlos Sainz (E), McLaren, +1:05,662
7. Daniel Ricciardo (AUS), Renault, +1:13,748
8. Pierre Gasly (F), AlphaTauri, +1:29,718
9. Esteban Ocon (F), Renault, +1:41,069
10. Lance Stroll (CDN), Racing Point, +1:42,738
11. Daniil Kvyat (RUS), AlphaTauri, +1 Runde
12. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo, +1 Runde
13. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +1 Runde
14. Sebastian Vettel (D), Ferrari, +1 Runde
15. George Russell (GB), Williams, +1 Runde
16. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo, +1 Runde
17. Nicholas Latifi (CDN), Williams, +1 Runde
18. Kevin Magnussen (DK), Haas, +1 Runde
19. Pietro Fittipaldi (BR), Haas, +2 Runden
Out
Sergio Pérez (MEX), Racing Point, Kraftübertragung

WM-Stand nach 17 Rennen

Fahrer
1. Hamilton 347 Punkte
2. Bottas 223
3. Verstappen 214
4. Pérez 125
5. Ricciardo 119
6. Sainz 105
7. Albon 105
8. Leclerc 98
9. Norris 97
10. Gasly 75
11. Stroll 75
12. Ocon 62
13. Vettel 33
14. Kvyat 32
15. Nico Hülkenberg (D) 10
16. Räikkönen 4
17. Giovinazzi 4
18. Russell 3
19. Romain Grosjean (F) 2
20. Magnussen 1
21. Latifi 0
22. Jack Aitken (GB) 0
23. Fittipaldi 0

Marken
1. Mercedes 573
2. Red Bull Racing 319
3. McLaren 202
4. Racing Point 195
5. Renault 181
6. Ferrari 131
7. AlphaTauri 107
8. Alfa Romeo 8
9. Haas 3
10. Williams 0



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