Nico Rosberg über Comeback-Gedanken: «Alles erreicht»

Von Rob La Salle
Formel 1
​Formel-1-Champion Nico Rosberg (35) tritt 2021 mit einem eigenen Team in der Offroad-Rennserie Extreme E an – wie Lewis Hamilton. Ein Comeback kommt für den Wiesbadener nicht in Frage: «Ich habe alles erreicht.»

Formel-1-Weltmeister und Nachhaltigkeitsunternehmer Nico Rosberg hat im Oktober 2020 mit der Gründung von Rosberg Xtreme Racing den Einstieg in die Rennserie Extreme E bekanntgegeben: «Rosberg Xtreme Racing» nimmt 2021 an der ersten Saison der revolutionären neuen Offroad-Rennserie teil, bei der elektrische SUVs mit 550 PS in abgelegenen Umgebungen auf der ganzen Welt gegeneinander antreten, um auf die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam zu machen.

Unter der Leitung des 23fachen GP-Siegers ist das Team eine Weiterentwicklung von Team Rosberg, das 1994 von Nicos Vater, Formel-1-Weltmeister Keke Rosberg, gegründet wurde. RXR baut auf dem Erfolg des Teams in der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft sowie auf Nico Rosbergs Karriere als Unternehmer im Bereich nachhaltige Mobilität auf. Seit seinem Ausscheiden aus der Formel 1 hat Rosberg in zahlreiche erfolgreiche Start-ups im Bereich Nachhaltigkeit investiert, unter Anderem in die vollelektrische Formel E.

Mit seinem unternehmerischen Engagement unterstützt Rosberg Unternehmen, die bahnbrechende Lösungen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaft entwickeln. Im Jahr 2019 gründete Rosberg das «Greentech Festival», eine globale Plattform für wegweisende grüne Technologien und nachhaltigen Lebensstil.

Natürlich haben sich viele Fans gefragt: Wieso klemmt sich Rosberg nicht selber hinters Lenkrad? Aber der frühere Mercedes-Star sagt bei e-formel.de: «Erstens will ich nicht mehr Rennfahrer sein, weil mich mein neues Leben als Nachhaltigkeitsunternehmer sehr erfüllt. Und zweitens ist es auch die mangelnde Offroad-Erfahrung. Ich müsste so viel üben, bis ich auf das Niveau komme, was in der Extreme E gefragt. Ich möchte als Team gewinnen, deshalb war es mir auch ein Anliegen, die besten Fahrer der Welt zu finden. Das habe ich geschafft, glaube ich.»

Für Rosberg gehen an den Start: der 32jährige Schwede Johan David Kristoffersson (Rallycross-Weltmeister 2018) und die gleichaltrige Australierin Molly Taylor, die es 2016 als erste Frau schaffte, die australische Rallye-Meisterschaft zu gewinnen.

Nico Rosberg besucht als Formel-1-Experten für verschiedene Sendeanstalten regelmässig Grands Prix. Dabei haben wir ihm die Frage gestellt: Wenn Nico Rosberg Rennen guckt, denkt er da nicht doch klammheimlich, er sollte noch immer am Start stehen? «Nein, wirklich nicht. Ich bin sehr zufrieden. Ich hege keine nostalgischen Gefühle. Was ich erreichen wollte, das habe ich erreicht und zwar alles.»

Extreme E ist eine radikale neue Offroad-Rennserie, die vom selben Team wie die Formel E gegründet wurde und elektrische SUVs und futuristische Technologien in einigen der abgelegensten und extremsten Umgebungen der Welt zeigt. Die globale Reise mit fünf Rennen wird die Sportplattform nutzen, um Elektrifizierung, Nachhaltigkeit und Gleichstellung zu fördern.

Ziel der Serie ist es, die Auswirkungen des Klimawandels in einigen der entlegensten Umgebungen der Welt herauszustellen, die Einführung von Elektrofahrzeugen zu fördern, um den Weg für eine kohlenstoffarme Zukunft zu ebnen, und weltweit die erste Plattform für gleichberechtigten Motorsport darzustellen. Extreme E ist die erste Sportart, die aus einem sozialen Grund heraus entwickelt wurde. Sie zielt darauf ab, die Umweltbelastung zu minimieren, aber das Bewusstsein für diese Problematik zu maximieren. Sie fährt an Orten, die bereits durch den Klimawandel beschädigt oder betroffen sind und führt die Fans an die dringlichsten Probleme unseres Planeten heran. Darüber hinaus unterstützt Extreme E die Automobilindustrie bei der Entwicklung zukunftsweisender Technologien, wobei der Rennsport als Plattform für Straßeninnovationen dient, die den Wandel zu nachhaltiger Mobilität beschleunigen.

Extreme E 2021

Wüste: Sharaan, Saudi-Arabien (3./4. April)
Ozean: Lac Rose, Senegal (29./30. Mai)
Arktis: Kangerlussuaq, Grönland (28./29. August)
Regenwald: Santarém, Brasilien (23./24. Oktober)
Gletscher: Ushuaia, Argentinien (11./12. Dezember)




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