Sieger Max Verstappen: Sein Trick zum Imola-Triumph

Von Mathias Brunner
Sieger Max Verstappen

Sieger Max Verstappen

​11. GP-Sieg für Max Verstappen, sein erster Volltreffer in Italien. Der Niederländer war erleichtert, die Zielflagge zu sehen: «Es war sehr tückisch da draussen. Wir haben das gut gemanagt, ich bin sehr glücklich.»

Es passte zu diesem durchgeknallten Imola-GP, dass auch für den späteren Sieger Max Verstappen das Rennen urplötzlich hätte vorbei sein können: Denn unmittelbar vor dem Neustart nach der Zwangspause (Unfall von Bottas und Russell) verlor Max sein Auto fast aus der Kontrolle, als er in Führung liegend seine Reifen mit einigen Zickzack-Bewegungen aufwärmen wollte. Max im Ziel: «Da hatte ich Riesenglück, ich fürchtete schon, mein Rennen sei gelaufen. Diese Art von Reifenaufwärmen werde ich so bald nicht mehr versuchen!»

Stattdessen: 11. GP-Sieg, sein erster in Italien nach einer schwarzen Serie bei drei WM-Läufen in Italien 2020 (kein Punkt in Monza, Mugello und Imola). Mit elf Siegen hat Verstappen in der ewigen Bestenliste jetzt gleichgezogen mit Jacques Villeneuve, Felipe Massa und Rubens Barrichello.

Eines der Erfolgsgeheimnisse von Max in diesem Rennen: Er startete auf rutschiger Bahn im zweiten Gang und presste sich dank des guten Starts an Hamilton vorbei in Führung, mit Berührung! Max war nach dem Rennen baff: «Ich habe nicht mal gespürt, dass sich unsere Autos berührt haben.»

«Ich bin sehr froh, dass mein Start so gut gewesen ist. Das ist ein Aspekt meiner Arbeit, an dem wir sehr intensiv gearbeitet haben. Um ehrlich zu sein, war ich ein wenig überrascht, wie gut ich weggekommen bin.»

Max: «Am Anfang war die Piste überaus glitschig, ich musste wirklich auf der Hut sein, um den Wagen auf der Bahn zu halten. Nach einer Weile bildete sich eine trockene Linie, nun ging es darum, bei hohem Speed die Reifen nicht zu überfordern. Auch das ein hartes Stück Arbeit.»

Red Bull Racing machte beim Boxenstopp alles richtig, Verstappen lag wieder vorne, dann kam die Rennunterbrechung wegen des Unfalls von Bottas und Russell. Max: «Das lagen unfassbar viele Trümmerteile! Der Abbruch war notwendig.»

Dank der besten Rennrunde von Lewis Hamilton hat der Brite in der WM die Nase vorn, es steht 44:43. Max ist super-cool: «Es kommen noch sehr viele Rennen, ich schlafe ruhig. Heute bin ich sehr glücklich, aber schon beim nächsten Grand Prix fängt alles wieder bei null an, und so wird das jedes GP-Wochenende gehen. Klar ist es fabelhaft, dass wir Lewis und Mercedes auf Augenhöhe begegnen können, und dies auf zwei komplett verschiedenen Rennstrecken. Aber das ist keine Garantie für Erfolg im weiteren Verlauf der Saison.»

Imola-GP, Italien

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:35:15,117 h
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, +22,000 sec
03. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +23,702
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, +25,579
05. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +27,036
06. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +51,220
07. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, +51,909
08. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +52,818
09. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1:04,773 min
10. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, +1:05,704
11. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +1:06,561
12. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, +1:07,151
13. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1:13,184
14. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
15. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, +2 Runden*
16. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +2 Runden
17. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +2 Runden
* ausgeschieden, aufgrund der zurückgelegten Distanz aber gewertet
Out
Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, Crash
George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, Crash
Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, Crash

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