Sebastian Vettel kein Impf-Drängler: «Prinzip-Frage!»

Von Mathias Brunner
Sebastian Vettel

Sebastian Vettel

​Der Staat Bahrain hatte in der Zeitspanne zwischen Wintertest und erstem GP-Wochenende Impfungen gegen Corona angeboten. Einige Fahrer machten davon Gebrauch. Sebastian Vettel sagt, wieso er das nicht tat.

Der Coronavirus prägt weiter das Leben, und fast in jedem Land der Welt ist die Situation die gleiche: Viele Menschen wollen sich impfen lassen, aber noch stehen zu wenige Impfdosen zur Verfügung. Vielerorts wird kontrovers darüber diskutiert, wer bevorzugt eine Schutzimpfung erhalten soll. Ein neues Wort ist entstanden: der Impf-Drängler, eine Person, die sich die Impfung verpassen lässt, obschon sie eigentlich noch nicht an der Reihe wäre.

Die Fachkräfte der Formel 1 reisten Anfang März für knapp drei Wochen ins Königreich Bahrain. Auf dem Bahrain International Circuit fanden ab 12. März drei Tage lang die Wintertests statt, am gleichen Ort folgte am 28. März der Formel-1-Saisonauftakt.

Die Gesundheitsbehörden des Landes gaben Ende Februar folgende Erklärung heraus: «Durch den diesjährigen Zeitplan der Königsklasse wird die überwiegende Mehrheit des Formel-1-Trosses rund drei Wochen in Bahrain zu Gast sein. Dies bietet die einmalige Gelegenheit, all diesen Fachkräften einen zusätzlichen Schutz in Form einer Impfung zu bieten. Es handelt sich dabei um den Impfstoff von Pfizer-Biontech, diese Impfung erfolgt kostenlos und ist freiwillig.» Die Zeit reiche aus, um die zum vollständigen Schutz notwendigen zwei Impfdosen zu verabreichen.

Ferrari und AlphaTauri sowie die Firma Pirelli traten daraufhin mit den Gesundheitsbehörden in Italien in Kontakt, um abzuklären, ob dieses Vorgehen in Ordnung sei. Offenbar gab es keine Einwände. In Bahrain zu impfen, das bedeutete, dass in Italien andere Menschen die Möglichkeit erhielten, sich schützen zu lassen. Auch in der Öffentlichkeit wurden die Teams nicht als Impf-Drängler dargestellt, sondern als Unternehmen, welche eine Möglichkeit wahrnehmen, ihre Angestellten zu schützen.

Einige Fahrer nahmen das Angebot in Bahrain danken an: Charles Leclerc, Lewis Hamilton, Sergio Pérez, Pierre Gasly.

Einer, der das nicht tat: Sebastian Vettel. Der vierfache Formel-1-Champion gegenüber RTL: «Natürlich will ich mich impfen lassen, aber nicht jetzt. Das sehe ich als eine Frage des Prinzips. Ich habe bewusst darauf verzichtet, weil ich eben noch nicht an der Reihe bin.»

«Es ist für mich fraglich, ob mein Impfstoff, den ich nicht benutzt habe, jemandem, der eher dran sein sollte, zugutekommt. Aber nochmals – es geht ums Prinzip. Es gibt viele Leute, die sich impfen lassen wollen. Viele warten. Jüngere Leute sind nicht so sehr im Risiko wie ältere. Ich werde mich impfen lassen, aber erst dann, wenn ich dran bin.»

2. Training, Imola

01. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, 1:15,551 min
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:15,561
03. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda,1:15,629
04. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21,1:15,834
05. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, 1:16,371
06. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:16,411
07. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda,1:16,419
08. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:16,485
09. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:16,513
10. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes,1:16,737
11. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:16,817
12. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, 1:16,823
13. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault,1:16,835
14. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:16,999
15. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:17,092
16. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, 1:17,179
17. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:17,273
18. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:17,281
19. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, 1:17,350
20. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, 1:17,857

1. Training, Imola

01. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, 1:16,564 min
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:16,605
03. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:16,622
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, 1:16,796
05. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda,1:16,888
06. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21,1:16,888
07. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault,1:17,457
08. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes,1:17,489
09. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, 1:17,739
10. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:17,769
11. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, 1:17,866
12. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:17,883
13. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:17,935
14. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:17,984
15. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:18,058
16. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:18,228
17. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:18,360
18. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, 1:18,823
19. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, 1:19,480
20. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda,1:19,781

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