Mercedes: Boxenstopps bereiten Kopfzerbrechen

Von Otto Zuber
Mercedes-Ingenieur Andrew Shovlin weiss: Bei den Boxenstopps kann die Weltmeister-Mannschaft noch zulegen

Mercedes-Ingenieur Andrew Shovlin weiss: Bei den Boxenstopps kann die Weltmeister-Mannschaft noch zulegen

Die Mercedes-Teamführung weiss, dass ihre Mannschaft bei den Boxenstopps nicht zu den Besten zählt. Das will man ändern, wie Ingenieur Andrew Shovlin in der Rennanalyse des Imola-GP betont.

Der Zeitverlust war schmerzlich: Als Lewis Hamilton im Imola-GP zum Reifenwechsel abbog, musste er sich vier Sekunden lang gedulden, bevor er wieder losfahren durfte. Zum Vergleich: Der spätere Rennsieger Max Verstappen wurde von der Red Bull Racing-Pitcrew in nur 2,2 Sekunden abgefertigt, genauso wie Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas, der nach dem Titelverteidiger die Box ansteuerte.

Das hatte verschiedene Gründe, wie Mercedes-Ingenieur Andrew Shovlin in seiner Rennanalyse erklärt: «Beim Stopp von Lewis hatten wir ein Problem mit einem der Schlagschrauber, für den nächsten Stopp haben wir dann einen anderen benutzt, und das hat das Problem offenbar aus der Welt geschafft. Ausserdem mussten wir ihn zurückhalten, weil Antonio Giovinazzi gerade vorbeifuhr, als Lewis bereit war, wieder loszufahren.»

Das habe etwa vier Zehntel gekostet, offenbart der Brite, und räumt angesichts der Boxenstopp-Performance seiner Mannschaft unumwunden ein: «Man kann sagen, dass wir nicht die Besten sind. Wir verlieren bei den Reifenwechseln Zeit, darauf fokussieren wir uns nun schon seit einer ganzen Weile.»

«Wie ich schon sagte, gab es ein paar spezielle Umstände, die uns im Rennen in Imola beeinträchtigt haben, und wir werden daran arbeiten. Aber auch längerfristig schauen wir immer noch, was wir mit der Crew und der Ausrüstung tun können, um etwas mehr Zeit bei den Stopps zu finden», fügt Shovlin an.

Imola-GP, Italien

01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:35:15,117 h
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, +22,000 sec
03. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +23,702
04. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, +25,579
05. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +27,036
06. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +51,220
07. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +52,818
08. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, +56,909
09. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, +1:05,704 min
10. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +1:06,561
11. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, +1:07,151
12. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1:13,184
13. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1:34,773
14. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
15. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, +2 Runden*
16. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +2 Runden
17. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +2 Runden
* ausgeschieden, aufgrund der zurückgelegten Distanz aber gewertet
Out
Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, Crash
George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, Crash
Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, Crash

WM-Stand nach 2 von 23 Rennen

Fahrer
1. Hamilton 44 Punkte
2. Verstappen 43
3. Norris 27
4. Leclerc 20
5. Bottas 16
6. Sainz 14
7. Ricciardo 14
8. Pérez 10
9. Stroll 5
10. Gasly 6
11. Tsunoda 2
12. Ocon 2
13. Alonso 1
14. Räikkönen 0
15. Giovinazzi 0
16. Russell 0
17. Vettel 0
18. Schumacher 0
19. Mazepin 0
20. Latifi 0

Marken
1. Mercedes 60
2. Red Bull Racing 53
3. McLaren 41
4. Ferrari 34
5. AlphaTauri 8
6. Aston Martin 5
7. Alpine 3
8. Alfa Romeo 0
9. Williams 0
10. Haas 0

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