Lewis Hamilton: Schwere Unterstellung, FIA reagiert
Lewis Hamilton hat am Wochenende des Spanien-GP in einem Nebensatz unterstellt, Red Bull Racing arbeite mit einem flexiblen Heckflügel. Was RBR-Teamchef Christian Horner sagt, wie die FIA reagiert.
Das bietet Stoff für stundenlange Diskussionen unter GP-Fans: Welcher Formel-1-Rennstall geht 2026 mit der stärksten Fahrerpaarung an den Start? Die Antwort ist ziemlich knifflig.
Weiterlesen
Werbung
Formel-1-Champion Lewis Hamilton stellte gegenüber der englischen Sky nach dem Abschlusstraining zum Spanien-GP fest: "Die Autos von Red Bull Racing sind auf den Geraden wirklich schnell. Die haben diesen biegsamen Flügel hinten, den sie heute am Auto montiert haben und auf diese Weise drei Zehntelsekunden gewinnen."
Werbung
Werbung
Die Unterstellung lautet: Der Gegner verwendet einen Flügel, der sich unter Last verbiegt, auf diese Weise eine höhere Top-Speed erlaubt und vor der Kurve dann in seine normale Position zurückkehrt. Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner blieb ganz gelassen: "Unser Auto wird wie alle anderen von FIA-Kommissaren abgenommen, dabei werden auch Belastungstests der Flügel durchgeführt. Nie hatte die FIA dabei etwas auszusetzen, und diese Tests sind sehr streng." Auch seitens der FIA wird bestätigt, dass Red Bull Racing sämliche Tests immer bestanden habe.
Biegsame Flügel, das weckt Erinnerungen – war da nicht schon mal was? Genau: Mitte Juni 2016 musste die FIA auf den Einfallsreichtum der Techniker reagieren, was die Flexibilität der Flügel angeht. Das Problem ist dabei ein altes: Gegen ein knappes Dutzend Regelwächter der FIA stehen hunderte von Technikern bei den zehn Formel-1-Rennställen. Unaufhörlich erforschen die pfiffigsten Köpfe der Branche Grauzonen im Reglement, und die FIA-Mitarbeiter versuchen verzweifelt, diese Lücken zu schliessen.
Werbung
Werbung
Im Internet kursierten damals Filme, die belegten, dass sich Flügel von Ferrari und Red Bull Racing verbogen, was die Windschlüpfigkeit verbessert. Die beiden Spitzenrennställe bewegten sich jedoch auf legalem Terrain, denn die Flügel der beiden Autos hatten alle Belastungstests der Regelhüter bestanden. Bei Ferrari handelte es sich um den Heckflügel, der sich ab einem gewissen Tempo nach hinten durchbog. Bei Red Bull Racing verbog sich die Endplatte des Frontflügels. Die FIA verschärfte daraufhin die Belastungstests. Und im Sommer 2020 wurde Mercedes mit dem Vorwurf konfrontiert, biegsame Flügel zu verwenden. Angeblich sollten Bilder dies beweisen. Die FIA gab dazu bekannt, es gebe keine Notwendigkeit für ein Eingreifen. Mercedes-Teamchef Toto Wolff damals: "Ich weiss nicht, was die Leute da auf den Bildern gesehen haben wollen. Wir versuchen, nicht einmal in die Nähe des Graubereichs zu kommen, gerade mit flexiblen Karossiereteilen." Aber die FIA reagiert auch jetzt: Eine Direktive des Autosport-Weltverbands an die Rennställe besagt, dass ab 15. Juni, also vor dem Wochenende des Frankreich-GP, härteste Tests eingeführt werden. Dabei wird die Last erhöht und der Spielraum für Flexibilität verringert.
Das bietet Stoff für stundenlange Diskussionen unter GP-Fans: Welcher Formel-1-Rennstall geht 2026 mit der stärksten Fahrerpaarung an den Start? Die Antwort ist ziemlich knifflig.
Weiterlesen
Spanien-GP, Barcelona
01. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:33:07,683 h 02. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, +15,841 sec 03. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, +26,610 04. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, +54,616 05. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, +1:03,671 min 06. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +1:13,768 07. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +1:14,670 08. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, +1 Runde 09. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, +1 Runde 10. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +1 Runde 11. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1 Runde 12. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde 13. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, +1 Runde 14. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde 15. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde 16. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +1 Runde 17. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +1 Runde 18. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +2 Runden 19. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, +2 Runden Out Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, Elektrik WM-Stand nach 4 von 23 Rennen
Werbung
Werbung
Fahrer 1. Hamilton 94 Punkte 2. Verstappen 80 4. Bottas 47 3. Norris 41 5. Leclerc 40 6. Pérez 32 7. Ricciardo 24 8. Sainz 20 9. Ocon 10 10. Gasly 8 11. Stroll 5 12. Alonso 5 13. Tsunoda 2 14. Räikkönen 0 15. Giovinazzi 0 16. Vettel 0 17. Russell 0 18. Schumacher 0 19. Mazepin 0 20. Latifi 0 Konstrukteure 1. Mercedes 141 2. Red Bull Racing 112 3. McLaren 65 4. Ferrari 60 5. Alpine 15 6. AlphaTauri 10 7. Aston Martin 5 8. Alfa Romeo 0 9. Williams 0 10. Haas 0
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.