Formel 1: Ein selten kurioser Unfall

Max Verstappen ist unbeirrt: «Es ist nichts verloren»

Von Mathias Brunner
Max Verstappen nach seinem Sieg im Sprint-Qualifying von Silverstone

Max Verstappen nach seinem Sieg im Sprint-Qualifying von Silverstone

Der Niederländer Max Verstappen hat in der Saison 2021 erstmals die Fahrer-WM angeführt und fünf von elf Rennen gewonnen. Der 23-Jährige zieht Zwischenbilanz und sagt, wie es in Belgien weitergehen wird.

Max Verstappen hat mit Red Bull Racing-Honda 2021 einen markanten Schritt in seiner Karriere getan: vom GP-Sieger zum Titelanwärter. Erstmals in seiner Formel-1-Karriere hat der 23-jährige Niederländer ein Fahrzeug, mit dem er, wenn alles optimal läuft, in jedem Rennen gewinnen kann. Bei elf Rennen hat Max daraus fünf Siege und drei zweite Ränge gemacht. In Baku riss ihn ein Reifenschaden aus dem Grand Prix, in Silverstone erledigte das Lewis Hamilton, und in Ungarn wurde Max unschuldiges Opfer einer Kettenreakion, die vom Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas ausgelöst worden war.

Max Verstappen zieht Zwischenbilanz: «Wir haben zwei sehr unglückliche Rennen hinter uns. Aber in Sachen WM-Titel ist nichts verloren. Die Saison ist noch sehr lang.»

Der 130-fache GP-Teilnehmer fährt fort: «Wir hatten vom ersten WM-Lauf an ein konkurrenzfähiges Auto. Aber ich sage immer: Es ist nicht wichtig, beim ersten Rennen die Nase vorn zu haben oder zur Saisonmitte – auf den Schluss der Saison kommt’s an.»

Max hat sich in Österreich zum jüngsten Formel-1-Fahrer gemacht, dem ein Rennsport-Grand Slam gelungen ist: also Pole-Position, Start/Ziel-Sieg und beste Rennrunde im gleichen Rennen. Aber Verstappen sagt: «Ich denke nicht an Rekorde. Ich will Weltmeister werden. Wir hatten in diesem Jahr einige sehr schöne Rennen, so muss es nach der Sommerpause weitergehen.»

Red Bull Racing strebt den ersten Sieg in der Konstrukteurs-Meisterschaft seit 2013 an. Elementar ist dabei neben Verstappen der Mexikaner Sergio Pérez. Max sagt: «Sergio ist ein fabelhafter Stallgefährte. Wir kommen prima miteinander aus und können über alles reden, nicht nur über Rennsport. Ein wirklich cooler Typ.»

Was Verstappen auch freut: «Bei den letzten Rennen haben wir mehr und mehr Fans auf den Tribünen gesehen, und klar ist es schön, so viele Orange-Hemden zu sehen. Das erzeugt einfach eine ganz andere Atmosphäre als WM-Läufe mit wenigen Zuschauern.»

Ungarn-GP, Budapest (nach Ausschluss Vettel)

01. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:40:00,248h
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, +2,736
03. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +15,018
04. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +15,651
05. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +1:03,614 min
06. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1:15,803
07. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +1:17,910
08. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1:19,094
09. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, +1:20,244
10. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
11. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +1 Runde
12. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +1 Runde
13. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
Out
Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, Kollision
Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, Kollision
Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, Kollision
Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, Kollision
Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, Kollision
Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, Kollision
Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, Disqualifikation, zu wenig Sprit

WM-Stand nach 11 von 23 Rennen

Fahrer
1. Hamilton 195 Punkte
2. Verstappen 187
3. Norris 113
4. Bottas 108
5. Pérez 104
6. Sainz 83
7. Leclerc 80
8. Gasly 50
9. Ricciardo 50
10. Ocon 39
11. Alonso 38
12. Vettel 30
13. Tsunoda 18
14. Stroll 18
15. Latifi 6
16. Russell 4
17. Räikkönen 2
18. Giovinazzi 1
19. Schumacher 0
20. Mazepin 0

Teams
1. Mercedes 303
2. Red Bull Racing 291
3. Ferrari 163
4. McLaren 163
5. Alpine 77
6. AlphaTauri 68
7. Aston Martin 48
8. Williams 10
9. Alfa Romeo 3
10. Haas 0


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