Russell zu Formel 1 2022: Am Ende geht es um Talent

Von Andreas Reiners
George Russell

George Russell

Die Formel 1 bekommt für 2022 ein neues Reglement. Werden die Kräfteverhältnisse dann auf den Kopf gestellt? Und wo reiht sich Williams ein?

2021 bricht in der Formel 1 ein neues Zeitalter an: Mit einem neuen Reglement und neuen Autos erhoffen sich die Macher einen Titelkampf, der auch in der Breite überzeugen kann, mit mehr Teams als nur Mercedes und Red Bull Racing.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff glaubt: «Ich gehe davon aus, dass Ferrari 2022 um den WM-Titel kämpfen kann. Wir brauchen in der kommenden Saison eine Meisterschaft mit idealerweise vier oder fünf siegfähigen Rennställen, und Ferrari muss eines dieser Teams sein», sagte der Österreicher.

Was denken die Fahrer über einen möglichen Machtwechsel in der Motorsport-Königsklasse? «Im Sport geht es um Talent. Das Talent des Fahrers, der Ingenieure, der Designer. Wir haben in der Vergangenheit gesehen, dass Teams riesige Budgets hatten, aber nichts daraus gemacht. Ich würde sagen, das Team mit dem meisten Talent, der größten Motivation und dem größten Feuer wird oben stehen», sagte Williams-Pilot George Russell bei auto motor und sport.

«Aber wenn ein Reglementswechsel so eklatant ausfällt, wer weiß? Wir haben es 2009 und 2014 gesehen. Alles kann sich drehen. Aber Mercedes, Red Bull und Ferrari werden in den Top 5 sein», so Russell.

Und wo reiht sich dann Williams ein? Der Traditionsrennstall hat schwierige Jahre hinter sich, steckt immer noch mitten in einem Umbruch, der zuletzt in Ungarn mit zehn Punkten belohnt wurde.

«Ich glaube wirklich daran, dass Williams Plätze gutmachen wird¥, betont Russell. «Sie murksen nicht herum, sondern packen richtig an, investieren, wo sie es müssen. Untersuchen, wo sie die Struktur im Team verbessern müssen. Schaut euch an, wie viel wir uns verbessert haben in einem Jahr mit einem stabilen Reglement. Weil die Prozesse und alles andere in der Fabrik etwas besser werden.»

Williams wolle gewinnen, so Russell: «Das klingt verrückt, wenn man hier sitzt und bedenkt, dass wir die letzten drei Jahre Letzter geworden sind. Aber dieses Team hat Ambitionen und packt an. Vielleicht werden sie nicht direkt im nächsten Jahr da sein, aber sie werden definitiv im Mittelfeld mitfahren. Und vielleicht in ein paar Jahren um Podestplätze und Siege.»

Ungarn-GP, Budapest (nach Ausschluss Vettel)

01. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:40:00,248h
02. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, +2,736
03. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, +15,018
04. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, +15,651
05. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, +1:03,614 min
06. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, +1:15,803
07. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, +1:17,910
08. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, +1:19,094
09. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, +1:20,244
10. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
11. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, +1 Runde
12. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, +1 Runde
13. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, +1 Runde
Out
Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, Kollision
Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, Kollision
Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, Kollision
Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, Kollision
Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, Kollision
Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, Kollision
Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, Disqualifikation, zu wenig Sprit 

WM-Stand nach 11 von 23 Rennen

Fahrer 
1. Hamilton 195 Punkte
2. Verstappen 187
3. Norris 113
4. Bottas 108
5. Pérez 104
6. Sainz 83
7. Leclerc 80
8. Gasly 50
9. Ricciardo 50
10. Ocon 39
11. Alonso 38
12. Vettel 30
13. Tsunoda 18
14. Stroll 18
15. Latifi 6
16. Russell 4
17. Räikkönen 2
18. Giovinazzi 1
19. Schumacher 0
20. Mazepin 0

Teams
1. Mercedes 303
2. Red Bull Racing 291
3. Ferrari 163
4. McLaren 163
5. Alpine 77
6. AlphaTauri 68
7. Aston Martin 48
8. Williams 10
9. Alfa Romeo 3
10. Haas 0


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