George Russell: Ein letzer Gruss an Frank Williams

Von Mathias Brunner
George Russell

George Russell

Der 23-jährige Mercedes-Zögling George Russell verabschiedet sich auf sehr persönliche Art vom legendären Teamchef Frank Williams: Er trägt einen Helm im legendären Dunkelblau, das seinem Teamchef so lieb war.

Ein letzter Gruss an Frank Williams: George Russell trägt in Saudi-Arabien einen Helm in jenem dunklen Blau, das dem legendären Rennstallgründer das Liebste war – in dieser Farbe und mit Piers Courage als Fahrer tauchte Williams als Teamchef 1968 in der Formel 2, dann in der Formel 1 auf. Als Knicks vor der Vergangenheit brachte Frank Williams im Laufe der Jahre ab und an ein Auto in dieser Farbe zum Wintertest.

Auf dem Schutzbügel Halo der Williams steht ein Spruch aus dem Fliegerfilm mit Tom Cruise «Top Gun», dem Lieblingsstreifen von Frank Williams: «I feel the need, the need for speed.»

George Russell sagt: «Frank Williams war ein wundervoller Mensch, weit mehr als einfach mein Chef. Er war mein Mentor, mein Freund, ich werde unsere Gespräche und unser Gelächter nicht vergessen. Ich fand es immer eine grosse Ehre, für diesen Mann Grands Prix fahren zu dürfen und einen kleinen Teil der Historie dieses Rennstalls mitzuschreiben.»

«Das Erbe von Frank Williams besteht darin, dass er in unseren Herzen weiterleben wird, er bleibt auf ewig die Seele dieses Teams. Das ist für alle im Team ein überaus emotionales Wochenende, und wir werden wie immer alles geben, um Frank auf uns stolz zu machen.»

Die Formel 1 wird Frank Williams so ehren: Eine Schweigeminute nach der Fahrerparade (70 Minuten vor dem Rennstart) im Bereich von Start und Ziel, Ehrenrunden von Williams-Rennwagen eine halbe Stunde vor dem Start (18.30 Uhr europäischer Zeit).

Es gibt Situationen, da ist auch ein Formel-1-Fahrer einfach nur ein Renn-Fan. Der WM-Kampf zwischen Max Verstappen (Red Bull Racing) und Lewis Hamilton (Mercedes) erzeugt eine solche Situation. Denn Williams-Fahrer George Russell ist vom grandiosen Zweikampf dieser beiden Ausnahme-Rennfahrer restlos begeistert.

«Ich finde das alles fabelhaft», sprudelt der nächstjährige Stallgefährte von Lewis Hamilton bei Mercedes-Benz. «Ich sehe zwei Piloten, die herausragend fahren, das ist mal endlich wieder ein WM-Kampf von echtem Schrot und Korn. Als Rennfahrerkollege von Max und Lewis weisst du ihre Leistung wirklich zu würdigen. Ich fand es auch hoch interessant, die technische Entwicklung der beiden Rennwagen zu verfolgen.»

«Red Bull Racing und Max hatten im Sommer die Oberhand, aber in den letzten Rennen schien sich das Blatt gewendet zu haben. Was faszinierend ist – wie es Mercedes geschafft hat, durch sehr viel Feinarbeit so viel mehr aus dem Wagen zu holen, dass solch tolle Leistungen von Lewis möglich geworden sind.»

«Wir stecken ja in einem Jahr, in welchem nur beschränkt entwickelt worden ist, weil mehr und mehr Ressourcen verlegt worden sind, um sich auf die neue Rennwagengeneration 2022 zu konzentrieren. Mercedes scheint eine Vielzahl kleiner Schritte geschafft zu haben, welche unterm Strich dann einen markanten Unterschied ergeben.»

Wie glaubt George Russell, dass dieses Duell enden wird? Der Engländer sagt sofort: «Wir werden erst beim WM-Finale von Abu Dhabi eine Entscheidung haben.»

2. Training, Dschidda

01. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:29,018 min
02. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, 1:29,079
03. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, 1:29,099
04. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:29,213
05. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, 1:29,441
06. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:29,555
07. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, 1:29,589
08. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, 1:29,597
09. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:29,768
10. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, 1:29,772
11. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:29,968
12. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:30,004
13. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:30,110
14. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:30,276
15. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:30,442
16. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:30,502
17. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, 1:30,506
18. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, 1: 30,652
19. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, 1:31,039
20. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, 1:31,629

1. Training, Dschidda

01. Lewis Hamilton (GB), Mercedes W12, 1:29,786 min
02. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:29,842
03. Valtteri Bottas (FIN), Mercedes W12, 1:30,009
04. Pierre Gasly (F), AlphaTauri AT02-Honda, 1:30,263
05. Antonio Giovinazzi (I), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:30,318
06. Carlos Sainz (E), Ferrari SF21, 1:30,564
07. Charles Leclerc (MC), Ferrari SF21, 1: 30,600
08. Daniel Ricciardo (AUS), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:30,608
09. Fernando Alonso (E), Alpine A521-Renault, 1:30,842
10. Sebastian Vettel (D), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:30,886
11. Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing RB16B-Honda, 1:30,960
12. Esteban Ocon (F), Alpine A521-Renault, 1:31,023
13. Lando Norris (GB), McLaren MCL35M-Mercedes, 1:31,029
14. Lance Stroll (CDN), Aston Martin AMR21-Mercedes, 1:31,044
15. Yuki Tsunoda (J), AlphaTauri AT02-Honda, 1:31,099
16. Kimi Räikkönen (FIN), Alfa Romeo C41-Ferrari, 1:31,296
17. George Russell (GB), Williams FW43B-Mercedes, 1:31,343
18. Mick Schumacher (D), Haas VF-21-Ferrari, 1: 31,525
19. Nicholas Latifi (CDN), Williams FW43B-Mercedes, 1:31,821
20. Nikita Mazepin (RUS), Haas VF-21-Ferrari, 1:33,464

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