Max Verstappen in Kanada: Wichtiger Mann fällt aus
Wenn Weltmeister Max Verstappen mit Red Bull Racing in Kanada an der Fahrzeugabstimmung feilt, fehlt im Rennwagenwerk ein wichtiger Mann: Sébastien Buemi ist in Le Mans an der Arbeit.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
Weiterlesen
Werbung
Erstmals seit 2016 fallen der Formel-1-GP von Kanada und das 24 Stunden-Rennen von Le Mans aufs gleiche Wochenende. Das bedeutet für Max Verstappen und seine Ingenieure – ein wichtiger Mann fehlt dieses Mal bei der Abstimmung des Modells RB21, der Westschweizer Sébastien Buemi.
Werbung
Werbung
Der inzwischen 36-jährige Buemi versucht am 14./15. Juni, mit Toyota zum fünften Mal in der Sarthe zu gewinnen (nach 2018, 2019, 2020 und 2022). Also wird im Rennsimulator von Red Bull Racing in Milton Keynes der grösste Teil der Arbeit vom Engländer Jake Dennis übernommen. Die Arbeit des 55-fachen GP-Teilnehmers Buemi hat sich in den vergangenen Jahren als überaus wertvoll erwiesen. An so manchem GP-Wochenende war RBR am Freitag in Sachen Set-up weit entfernt vom Optimum, aber dann kam die Wende, und Max Verstappen konnte am Samstag ein Wörtchen mitreden um die Pole-Position und am Sonntag um den Sieg.
Die Arbeit von Buemi und Dennis ist von RBR-Teamchef Christian Horner und Red Bull-Motorsportberater Dr. Helmut Marko mehrfach gelobt worden. Horner auf Instagram: "Ein besonderer Dank geht an Sébastien Buemi, Jake Dennis und alle in Milton Keynes – für ihre Arbeit bis in die frühen Morgenstunden im Rennsimulator, um das Auto dorthin zu bringen, wo wir es brauchten." Horner erklärte, dass es durchaus vorkommen kann, dass Buemi oder Dennis "zehn bis elf Stunden im Simulator sitzen. Die beiden sind die heimlichen Helden im Team, die in der Dunkelheit von Milton Keynes arbeiten, damit wir an der Rennstrecke am folgenden Tag besser aussehen." Horner sagte sogar: "Fahrer wie Buemi oder Dennis haben die Fähigkeit und Erfahrung, ihren Fahrstil anzupassen und zu sagen – Max wird diese Veränderung gefallen. Sie versuchen nicht, schnelle Runden für sich zu fahren oder das Auto auf ihre Bedürfnisse abzustimmen. Sie arbeiten vielmehr daran, unseren Fahrern am Rennplatz das bestmögliche Auto zu geben." Es hilft dabei auch, dass Buemi zwischendurch immer wieder in aktuellen Rennwagen sitzt, beispielsweise für Testfahrten mit Formel-1-Alleinausrüster Pirelli. Nun also fehlt die Erfahrung von Buemi, weil der WM-15. von 2011 (mit Toro Rosso) in Frankreich antritt. In einem Podcast von racingnews365 hat Séb zum Kanada-GP festgehalten: "Die Rennstrecke sieht auf den ersten Blick leicht aus, hat es aber in sich." "Du musst wegen der vielen schnellen Passagen mit wenig Abtrieb fahren, aber vor dem Hintergrund des Kostendeckels ist es für die Teams nicht möglich, den idealen Heckflügel für diese Strecke zu bauen. Du musst Kompromisse eingehen." "Auch in Montreal sehe ich die McLaren-Fahrer als Favoriten, aber wenn wir unsere Arbeit prima auf die Reihe bekommen, wird Max nicht weit von ihnen entfernt sein." "Und dann ist da noch die Unwägbarkeit des Wetters. Jeder weiss, wie gut Max Verstappen auf nasser Bahn ist, und in den vergangenen Jahren haben wir es oft erlebt, dass es geregnet hat."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.