Villeneuve: Ferrari-Chemie mit Hamilton stimmt nicht

Steiniger Weg bei Lewis Hamilton
Nach dem ersten freien Training zum Niederlande-GP mussten die Tifosi beim Ergebnis zwei Mal hingucken: Wo zum Geier waren die roten Renner?
Ihr Zeigefinger fuhr in der Tabelle hinunter und hinunter, dann stoppte er bei Leclerc auf P14 und bei Hamilton auf P15 – mamma mia!
Der achtfache GP-Sieger Charles Leclerc stöhnte am Funk: «Wir sind meilenweit von der Spitze entfernt.»
Im zweiten Training zeigte Lewis Hamilton erneut einen Dreher, aber die Positionen waren besser: Der Engländer auf Platz 6, Charles Leclerc auf P8.
Formel-1-Champion Jacques Villeneuve, als GP-Experte für unsere Kollegen von Sky vor Ort, spottet: «Ferrari verschwendet doch keinen Gedanken an dieses Wochenende, die denken Tag und Nacht nur noch an Monza, wo sie unbedingt glänzen wollen, auf einer andersartigen Rennstrecke, mit ganz flach gestellten Flügeln.»
Natürlich stimmt das so nicht: Keiner kann der Ferrari-Mannschaft unterstellen, sie würden in Zandvoort nur Dienst nach Vorschrift schieben und wären im Kopf schon im königlichen Park von Monza.
Aber Villeneuve lässt kaum ein gutes Haar an der berühmtesten Scuderia der Welt, was den Stand der Dinge angeht, besonders in Bezug auf Superstar Lewis Hamilton.
Der Kanadier sagt: «Ferrari bekommt nicht das, was sie sich bei Vertragsunterzeichnung mit Hamilton erhofft hatten. Daher gibt es auf beiden Seiten Frustration, auch bei Lewis, weil der nicht das Auto bekommen hat, das er wollte.»
Villeneuve trägt ziemlich dick auf und behauptet: «Lewis erhält nicht das Gefühl, dass das Team hinter ihm steht. Das Team hat nicht das Gefühl, dass Lewis hinter ihnen steht. Das alles passt einfach nicht zusammen, und das hört man auch, wenn er am Renntag mit seinem Ingenieur Riccardo Adami kommuniziert. Es gibt überhaupt keine Chemie zwischen ihnen. Es ist, als wären sie auf verschiedenen Planeten. Sie kommunizieren eigentlich gar nicht miteinander.»
«Aber Vergleichbares gilt auch für Charles Leclerc und seinen Ingenieur. In diesem Team passiert etwas wirklich Seltsames, das nicht in die richtige Richtung läuft. Wenn man Lewis’ Interviews hört, wirkt er nicht begeistert. Er scheint nicht an das zu glauben, was er sagt. Es macht den Eindruck, als wolle er nicht zur Arbeit gehen. Das ist alles wirklich sehr, sehr seltsam.»
«Nun steht 2026 vor der Tür. Hamilton konzentriert sich doch jetzt schon auf die kommende Saison, aber dafür muss man sicherstellen, dass dies auch wirklich seine Mannschaft und sein Auto wird.»
2. Training, Niederlande
01. Lando Norris (GB), McLaren, 1:09,890 min
02. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:09,977
03. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:09,979
04. George Russell (GB), Mercedes, 1:10,274
05. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:10,478
06. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:10,738
07. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, 1:10,795
08. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:10,834
09. Franco Colapinto (RA), Alpine, 1:10,957
10. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:11,080
11. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:11,113
12. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:11,185
13. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:11,320
14. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:11,339
15. Esteban Ocon (F), Haas, 1:11,361
16. Carlos Sainz (E), Williams, 1:11,682
17. Alex Albon (T), Williams, 1:11,756
18. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:11,975
19. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:12,112
20. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, keine Zeit
1. Training, Niederlande
01. Lando Norris (GB), McLaren, 1:10,278 min
02. Oscar Piastri (AUS), McLaren, 1:10,570
03. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, 1:10,779
04. Fernando Alonso (E), Aston Martin, 1:10,841
05. Alex Albon (T), Williams, 1:11,171
06. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:11,218
07. George Russell (GB), Mercedes, 1:11,386
08. Carlos Sainz (E), Williams, 1:11,458
09. Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, 1:11,509
10. Pierre Gasly (F), Alpine, 1:11,613
11. Liam Lawson (NZ), Racing Bulls, 1:11,753
12. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, 1:11,772
13. Nico Hülkenberg (D), Sauber, 1:11,875
14. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 1:11,951
15. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, 1:11,960
16. Yuki Tsunoda (J), Red Bull Racing, 1:12,126
17. Esteban Ocon (F), Haas, 1:12,144
18. Franco Colapinto (RA), Williams, 1:12,276
19. Oliver Bearman (GB), Haas, 1:12,564
20. Kimi Antonelli (I), Mercedes, 1:14,275