Pirelli-Angst in Katar: Schnarch-GP? Action-Knaller?
Formel-1-Ausrüster Pirelli geht mit dem Mailänder Gummi auf Nummer sicher in Katar: Kein Satz darf länger als 25 Runden verwendet werden. Was sich damit für die GP-Rennställe ändert.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Für Katar 2025 gilt in Sachen Reifen: Maximal-Laufzeit eines Satzes bei 25 Runden. Damit wird der Grand Prix (Distanz 57 Runden) gezwungenermassen zu einem Zweistopp-Rennen.
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Die strikte Reifen-Obergrenze ist eine Konsequenz aus dem Vorjahres-GP und gilt nur für den WM-Lauf hier in Katar. Vor einem Jahr kamen die Reifen auf der gummifressenden Strecke in Lusail an ihre Belastungsgrenze, was vor allem an der Form der Randsteine liegt. Was bedeutet dies für die Formel-1-Teams? Ferrari-Rennstratege Cameron Roberts erklärt: "Vor kurzem wurde bestätigt, was wir im Vorfeld zusammen mit der FIA und Pirelli besprochen hatten – in Katar gilt fürs gesamte Wochenende ein Limit von 25 Runden pro Reifensatz."
"Das Limit von 25 Runden pro Reifensatz bedeutet grundsätzlich, dass die Fahrer mindestens zwei Boxenstopps einlegen müssen. Dies ähnelt dem Rennen 2023, als ein Limit von 18 Runden sogar drei Stopps erforderte. Die Teams werden nun abwägen müssen, ob frühe Stopps für eine bessere Position sinnvoll sind oder ob sich das Risiko und der Nutzen einer längeren Einsatz-Länge lohnen, in der Hoffnung auf eine Safety Car-Phase, dank welcher ein Fahrer mehrere Plätze gutmachen könnte." "Kürzere Rennsegmente ermöglichen es den Fahrern, mehr anzugreifen und weniger auf das Reifen-Management achten zu müssen. Gleichzeitig schränkt dies aber auch die strategischen Optionen ein, wodurch Position und damit das Qualifying noch wichtiger werden, auf einer Strecke, auf welcher Überholmanöver als knifflig gelten." In der jüngeren Vergangenheit wurden bei ähnlichen Limitierungen zwei gegensätzliche Szenarien beobachtet: eher gemächliche Rennen, bei denen die Streckenposition entscheidend ist, und schnelle, dicht gedrängte Rennen, bei denen das Reifen-Management keine Priorität mehr hatte. Wie wird sich der Grosse Preis von Katar voraussichtlich entwickeln? Roberts weiter: "Es stimmt, wir haben in Katar schon viel Reifen-Management gesehen. Alonso fuhr 2021 einen sehr langen ersten Teil, um seine Einstoppstrategie umzusetzen, und er wurde mit Alpine Dritter! Aber Katar ist nicht Monaco. Wir sollten daher nicht erwarten, dass sich Teamkollegen gegenseitig helfen, indem sie Lücken öffnen, in die der andere zum Boxenstopp einfahren kann, wie das im vergangen Mai im Fürstentum passiert ist." "Vielmehr könnte der kommende Grand Prix jenem von Katar 2023 ähneln, wo die Fahrer härter fahren können, ohne die Reifen schonen zu müssen, da sie keinen so langen Teil wie üblich absolvieren müssen. Einen ersten Vorgeschmack darauf dürften wir im Sprint vom Samstag bekommen, wo die Fahrer voraussichtlich über die nur 19 Runden voll angreifen werden."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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01. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, 1:21:08,429 h 02. George Russell (GB), Mercedes, +23,546 03. Kimi Antonelli (I), Mercedes, +30,488 04. Charles Leclerc (MC), Ferrari, +30,678 05. Carlos Sainz (E), Williams, +34,924 06. Isack Hadjar (F), Racing Bulls, +45,257 07. Nico Hülkenberg (D), Sauber, +51,134 08. Lewis Hamilton (GB), Ferrari, +59,369 09. Esteban Ocon (F), Haas, +1:00,635 10. Oliver Bearman (GB), Haas, +1:10,549 11. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +1:25,308 min 12. Yuki Tsunoda (J), Racing Bulls, +1:26,974 13. Pierre Gasly (F), Alpine, +1:31,702 14. Liam Lawson (NZ), Red Bull Racing, +1 Runde 15. Franco Colapinto (RA), Alpine, +1 Out Alex Albon (T), Williams, Aufgabe Gabriel Bortoleto (BR), Sauber, Crash Lance Stroll (CDN), Aston Martin, Crash Disqualifiziert Lando Norris (GB), McLaren Oscar Piastri (AUS), McLaren
WM-Stand (nach 22 von 24 Grands Prix und 5 von 6 Sprints) Fahrer 01. Norris 390 Punkte 02. Piastri 366 03. Verstappen 366 04. Russell 294 05. Leclerc 226 06. Hamilton 152 07. Antonelli 137 08. Albon 73 09. Hadjar 51 10. Hülkenberg 49 11. Sainz 48 12. Bearman 41 13. Alonso 40 14. Lawson 36 15. Ocon 32 16. Stroll 32 17. Tsunoda 28 18. Gasly 22 19. Bortoleto 19 20. Colapinto 0 21. Doohan 0 Konstrukteurspokal 01. McLaren 756 Punkte (Weltmeister) 02. Mercedes 431 03. Red Bull Racing 391 04. Ferrari 378 05. Williams 121 06. Racing Bulls 90 07. Haas 73 08. Aston Martin 72 09. Sauber 68 10. Alpine 22
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