Hamilton: Bahrain zu heiß für Mercedes

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
Lewis Hamilton ist momentan WM-Dritter

Lewis Hamilton ist momentan WM-Dritter

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton glaubt, dass die nächsten Rennen in Europa, bei kühlerem Wetter, besser für sein Team laufen sollten.

Vor dem Rennen meinte Mercedes-Teamchef Ross Brawn, wenn es in Bahrain gut liefe, dann würde sein Team überall schnell sein. Bahrain war letztes Jahr eines der Rennen, auf dem die Silberpfeile überhaupt mich in Tritt kamen. Und schnell waren Nico Rosberg und Lewis Hamilton auch, immerhin stand Rosberg sogar auf der Pole Position. Allerdings wurde schon nach wenigen Runden klar, dass der Deutsche das Tempo der anderen nicht mitgehen konnte und er wurde nach hinten durchgereicht. Am Ende kam er als Neunter ins Ziel, Hamilton schaffte immerhin noch Rang 5.

Das Problem waren wieder einmal die Reifen, die besonders bei Rosberg ständig überhitzten und ihn gleich vier Mal an die Box zwangen. In Woking gibt es also noch viel zu tun, bevor die beiden Piloten ernsthaft regelmäßig um Podiumsplätze mitfahren können.

Während Nico Rosberg nach dem Rennen enttäuscht meinte, «es ist unglaublich gewesen, sowas von ernüchternd. Bah, grausam», versucht sein Teamkollege dem Ganzen auch etwas Positives abzugewinnen. «Wir hatten ein langes Gespräch darüber. Wir konnten in diesen ersten vier Rennen viele Informationen sammeln und wissen, dass es für uns gut sein wird, wenn wir in Europa bei kühleren Temperaturen fahren», sagte der 28-Jährige gegenüber Autosport.

Immerhin sei jetzt eines der schwierigsten Rennen des Jahres abgehakt, trotzdem gäbe es aber noch jede Menge Baustellen. «Ich könnte nicht glücklicher sein, in den ersten vier Rennen zwei Mal Fünfter und zwei Mal Dritter geworden zu sein. Als ich zu dem Team gekommen bin, wusste ich, dass vielleicht viel schlimmer sein könnte.»

Die Probleme in Bahrain machen nicht den Anschein, als ob Mercedes einen großen Schritt weiter sei, das Überhitzen der Hinterreifen im Griff zu haben, Lewis Hamilton sieht jedoch keinen Grund zur Sorge. «Mercedes war hier noch nie schnell. Red Bull Racing war letztes Jahr auch schnell hier und sie waren das in den letzten drei Jahren, das ist also keine große Überraschung.»

Hamilton geht nicht davon aus, dass sich die Reifensituation in allen Rennen derartig dramatisch darstellen werde. «Red Bull Racing hatte mitunter im Qualifying Probleme und vielleicht sind wir näher dran, wenn wir an die kühleren Orte kommen.» Mit dem dritten Podium in Folge hat es für den Briten in Sakhir zwar nicht geklappt, seine Enttäuschung hält sich aber in Grenzen. In Anbetracht des Problems mit dem Getriebe und seiner Form zu Beginn des Rennens sei es ein gewaltiger Erfolg, Fünfter geworden zu sein, betonte er.

«Ich bin sehr glücklich mit diesem Ergebnis. Fünfter war das Beste, das wir erhoffen konnten. Besonders nach dem ersten Teil des Rennens, der für mich ein Desaster war, hätte ich nicht gedacht, dass ich da landen würde. Nachdem ich soweit zurück gefallen war fühle ich mich großartig.»

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Mathias Brunner
​Lewis Hamilton ist nach 2008, 2014, 2015, 2017, 2018 und 2019 zum siebten Mal Formel-1-Weltmeister. Doch sein Erbe besteht nicht aus Bestmarken, die er reihenweise niederreisst. Sein Erbe reicht erheblich weiter.
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