Permanente Startnummern und Pole-Position-Pokal

Von Petra Wiesmayer
Formel 1
Geht es nach den Teams, soll künftig jeder Formel-1-Pilot während seiner gesamten Karriere die derselbe Startnummer behalten, egal, bei welchem Rennstall er fährt. Nur der amtierende Weltmeister bekommt die Nummer 1.

Beim nächsten Treffen der Formel-1-Strategiegruppe, das von diesem Freitag auf den 9. Dezember verschoben wurde, soll darüber entschieden werden, ob es in der Königsklasse künftig permanente Startnummern gibt. Das Thema wurde bereits im Oktober angeschnitten und positiv aufgenommen, im Dezember soll unter anderem diskutiert werden, ob die Fahrer eine Nummer wählen können und, ob die Nummer auf der Superlizenz der Fahrer angegeben werden soll.

Angeblich waren die Teamchefs Christian Horner, Ross Brawn, Martin Whitmarsh, Stefano Domenicali, Claire Williams und Eric Boullier der Meinung, es sei eine gute Idee, dass ein Fahrer seine Startnummer während seiner gesamten Karriere behält. Das momentane System, dass die Startnummer gemäß der Position der Teams in der Weltmeisterschaft vergeben werden und nur der Fahrerweltmeister und sein Teamkollege die Nummern 1 und 2 bekommen, gibt es erst seit 1996. Sollte ein Team zwar Konstrukteursweltmeister sein, der Fahrerweltmeister aber bei einem anderen fahren, bekommt das Team die Startnummern 3 und 4.

Permanente Startnummern seien auch aus Marketinggründen besser, befanden die Teamchefs, ein System, das es in anderen Serien gibt und auch früher in der Formel 1 schon gab. Gilles Villeneuve machte die Nummer 27 in den Jahren 1981 und 1982 legendär. Er fuhr zwar nur 20 seiner 67 Grands Prix mit dieser Nummer – 30 dagegen mit der Nummer 12 – seine Erfolge im Jahr 1981 und die Tatsache, dass er im Auto mit der Nummer 27 saß, als er 1982 im Qualifying zum Grand Prix von Belgien tödlich verunglückte, verbanden diese Startnummer dauerhaft mit dem Kanadier.

Nigel-Mansell-Fans liefen jahrelang mit Kappen mit der «roten 5» herum, der Startnummer, mit der Mansell 1992 die Weltmeisterschaft gewann. Der Brite behielt diese Startnummer für 93 seiner 191 Grands Prix, auch als er 1994 zu Williams zurückkehrte.

In der amerikanischen NASCAR-Serie sind die Startnummern zwar eher an Teams als an Fahrer gebunden, Dale Earnhardt Jr. und die Nummer 88 werden aber schon lange in einem Atemzug genannt, ebenso wie MotoGP-Star Valentino Rossi und die Nummer 46.

Sollte die Idee der permanenten Startnummern von der Strategiegruppe angenommen werden, muss sie bei der F1-Kommission abgesegnet werden, damit sie vom FIA World Motor Sport Council entweder schon für 2014 oder für 2015 ins Reglement aufgenommen werden kann.

Die FIA plant selbst eine weitere Neuerung: Den Pole-Position-Award, der an den Fahrer überreicht werden soll, der in der abgelaufenen Saison die meisten ersten Startplätze erreicht hat.

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