Dietrich Mateschitz: «Das werden wir uns nicht antun»

Von Gerhard Kuntschik
Formel 1
Red Bull-Mitbesitzer Dietrich Mateschitz gibt zu, keine Alternative zu Renault zu haben und verlangt von den Franzosen das Bekenntnis, die Motorensituation «verbessern zu können und zu wollen».

«Ich bin sicher, dass wir auch 2016 Antriebseinheiten an Red Bull Racing und Toro Rosso liefern werden», erklärte Renaults leitender Formel-1-Ingenieur Rémi Taffin Samstag auf dem Red Bull Ring. Zuvor hatte Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz erklärt: «Eine dritte Saison unter diesen Umständen werden wir uns nicht antun.»

Während Daniel Ricciardo im Vorjahr noch drei Rennen gewann, sind die Renault-Fahrer in diesem Jahr den Konkurrenten von Mercedes und Ferrari deutlich unterlegen und nur noch knapp vor Honda (McLaren). Zudem musste Max Verstappen (zuletzt in Kanada) bereits eine Rückversetzung wegen Verwendung eines fünften Motorteiles hinnehmen, in Spielberg trifft dies nun auch Ricciardo und Kvyat mit je zehn Plätzen.

Mateschitz gab zu, keine Alternative zu Renault zu haben, und verlangte von den Franzosen die Klarstellung, die Motorensituation «erstens verbessern zu wollen, zweitens dies auch zu können und drittens dies auch finanzieren zu können».

Von einem Ausstieg von Red Bull bzw. einem Rückzug der beiden Teams zum Saisonende 2015 wollte Taffin nichts wissen. Man arbeite ständig daran, den Rückstand zu Mercedes und Ferrari zu verringern: «Ende Juli kommt die erste Stufe, nach der Sommerpause Ende August die zweite», kündigte Taffin an.

Der Franzose erklärte auch: «Wir bekommen die Standfestigkeit jetzt in den Griff. Von nun an können wir uns darauf konzentrieren, die Leistung schrittweise zu erhöhen.» Nach Einschätzung von Insidern fehlen den Renault-Antrieben mindestens 70, für manche sogar 100 PS auf das führende Mercedes-Triebwerk.

Einen Dämpfer hatte Taffin aber doch auch zu liefern: Mit Verwendung der fünften Antriebseinheiten werden die Renault-Teams nicht bis Saisonende durchkommen, sondern es werde wohl auch noch eine sechste benötigt werden – mit den entsprechenden Strafen für die Piloten freilich. In Österreich findet Sonntag erst der achte von 19 Saisonläufen statt.

Und wie die F1-Zukunft von Renault überhaupt aussieht – weiter Motorenpartner, ein bestehendes Team kaufen und zum eigenen Werkteam zu machen oder komplett auszusteigen –wollte Taffin nicht kommentieren: «Denn diese Entscheidung trifft allein der oberste Chef.» Und das ist Carlos Ghosn, der Konzernchef der Renault-Nissan-Allianz.

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