Red Bull: Ferrari & Mercedes – Verstappen ist tabu!

Von Mathias Brunner
​Zum zweiten Mal 2015 warnt Red Bull Racing-Teamchef die Konkurrenz davor, einen Red-Bull-Piloten abwerben zu wollen. Nach Daniel Ricciardo handelt es sich nun um Max Verstappen.

Im Sommer stand Kimi Räikkönens Job bei Ferrari auf dem Spiel. Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene hat nie enthüllt, mit wem für 2016 als Alternative gesprochen wurde, aber im Fahrerlager galt es als offenes Geheimnis, wer auf der Wunschliste stand – Valtteri Bottas, Daniel Ricciardo, Nico Hülkenberg.

Schliesslich erhielt Kimi einen neuen Einjahresvertrag, weil sich die anderen Möglichkeiten nach und nach auflösten. Bottas konnte sich gegen den früheren Ferrari-Piloten Massa bei Williams zu wenig durchsetzen, um eine hohe Ablösesumme zu rechtfertigen. Hülkenberg erzeugte in Maranello zu wenig Begeisterung. Und Red Bull Racing-Teamchef Christian Horner machte klar: «Finger weg von Daniel Ricciardo! Er ist auf Jahre hinaus an uns gebunden.»

Eine neue Warnung spricht RBR-Teamchef Horner jetzt aus, aber es geht um einen anderen Fahrer. Im Internet kursiert, dass zwischen Ferrari und Mercedes ein Tauziehen um den 18jährigen Niederländer laufe. Wurden die Verstappens nicht vor kurzem bei Gesprächen im Mercedes-Pavillon gesehen? Wurde nicht unterstellt, eine Ferrari-Motorlieferung für Toro Rosso bedeute, dass die Italiener bereits die Hand an der Schulter des Wunder-Teenagers habe?

Mercedes stand schon einmal kurz vor einem Abkommen mit Verstappen, doch Red Bull konnte Max etwas garantieren, was Mercedes nicht konnte: Einen Stammplatz in der Formel 1 schon 2015. Also entschieden sich Vater und Sohn Verstappen für Red Bull und damit eine Ausbildung bei der Scuderia Toro Rosso.

Christian Horner präzisiert nun gegenüber den Radiokollegen der BBC zu den Red-Bull-Fahrern im Allgemeinen und zum jungen Max im Besonderen: «Grundsätzlich ist Max wie alle Nachwuchsfahrer bei Red Bull Racing unter Vertrag. Er ist einfach an Toro Rosso ausgeliehen. Das gilt auch für Carlos Sainz. Und zuvor galt das für Daniil Kvyat und Daniel Ricciardo.»

«Red Bull investiert erheblich in die Nachwuchsarbeit, und der Erfolg, den wir mit den Piloten Vettel, Ricciardo, Kvyat, Sainz und Max haben, gibt uns Recht. Wenn wir zurückblicken, dann hat BMW letztlich die Chance nicht ergriffen, Vettel gezielt zu fördern, wir aber sind dieses Risiko eingegangen, so wie wir das mit Max auch getan haben.»

«Ich werde jetzt nicht in Details dazu gehen, wie die vertraglichen Details aussehen. Aber wenn jemand meint, er müsse mit den Fahrern direkt verhandeln, dann ist er an der falschen Adresse. Denn alle Piloten sind bei uns vertraglich gebunden.»

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