Falscher Chef von Mercedes: Zwei Jahre Gefängnis

Von Mathias Brunner
Formel 1
Hier hätte der Verurteilte gerne gearbeitet

Hier hätte der Verurteilte gerne gearbeitet

​Bei einem Prozess in England stand ein Mann vor Gericht, der sich als operativer Leiter des Formel-1-Rennstalls von Mercedes-Benz ausgegeben hatte. Der Betrüger erhielt nun zwei Jahre Haft.

Der Fall war reichlich bizarr. Dem Engländer Stuart Howatson wurde zur Last gelegt, sich als operativer Leiter des Formel-1-Rennstalls Mercedes-Benz ausgegeben zu haben. In dieser scheinbaren Funktion bestellte er beispielsweise Computer und Sicherheitsmaterial im Wert von umgerechnet mehr als 1,2 Millionen Euro. Nun ist er für dieses und weitere Vergehen zu insgesamt zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden, wie die Birmingham Mail berichtet.

Der arbeitslose Howatson soll bei seinen Verbrechertouren sogar Teamkleidung getragen haben, um den betrügerischen Schein zu wahren. Allein für das Jahr 2014 wurden dem Angeklagten zwölf Fälle von Betrug oder Diebstahl nachgewiesen, bei welchen sich der Brite als «Chief Operations Officer» (Leiter des operativen Geschäfts) des Formel-1-Rennstalls von Mercedes-Benz ausgab.

Dazu gehörten auch Übernachtungen in Luxushotels, wo die Rechnungen dann unbezahlt blieben. Für die Buchungen dieser Hotelnächte verwendete der einfallsreiche Howatson falsche E-mail-Adressen, die täuschend echt wirkten. Howatson führte sogar Verhandlungen mit interessierten Fachkräften für angeblich offene Stellen im Rennstall, teilweise im Ausland.

Die Verteidigung betonte, dass Howatson an verschiedenen Persönlichkeitsstörungen leide, deshalb habe er sich für eine andere Person ausgegeben. Er habe sich als wichtiger Mensch voller Macht fühlen wollen, indem er sich als Geschäftsleiter ausgab.

Die Strafe von zwei Jahren ist letztlich um einen Drittel gekürzt, weil der Angeklagte sich für schuldig erklärt hat.

Howatson sass schon 2010 hinter Gittern. Damals gab er sich als Polizist mit einer glanzvollen Karriere aus, was ebenfalls nicht stimmte.

Der jüngste Termin vor Gericht hätte schon vor knapp zwei Wochen stattfinden sollen. Dem Gericht wurde damals dargelegt, der Angeklagte habe ins Krankenhaus eingewiesen werden müssen. Howatson habe sich in einem Zustand höchster Aufwühlung befunden und sei akut selbstmordgefährdet.

Der Richter erklärte daraufhin dem Anwalt gelassen: «Gestern sah der Angeklagte noch gut aus, finde ich. So wie ich das im Moment sehe und so wie ich sein früheres Verhalten einschätze, versucht er lediglich, das Unvermeidliche zu vermeiden.»

Das Unvermeidliche ist nun eingetreten.

Der richtige Teamchef, der Österreicher Toto Wolff, weilt übrigens nicht mehr in Spanien. Nachdem der Wiener sich vom vorzüglichen Testverlauf überzeugt hatte, reiste er zurück nach Hause.

4. Testtag Barcelona – Mittagszeiten

1. Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari SF16-H, 1:23,477 (58 Runden)
2. Kevin Magnussen (DK), Renault RS16, 1:25,263 (67)
3. Max Verstappen (NL), Toro Rosso STR11-Ferrari, 1:25,393 (75)
4. Daniil Kvyat (RU), Red Bull Racing RB12-TAG Heuer, 1:25,900 (57)
5. Felipe Nasr (BR), Sauber C34-Ferrari, 1:26,053 (50)
6. Lewis Hamilton (GB), Mercedes F1 W07 Hybrid, 1:26,295 (99)
7. Alfonso Celis (MEX), Force India VJM09-Mercedes, 1:26,875 (36)
8. Rio Haryanto (RI), Manor MRT05-Mercedes, 1:28,266 (43)
8. Felipe Massa (BR), Williams FW38-Mercedes, 1:28,684 (33)
9. Esteban Gutiérrez (MEX), Haas VF-16-Ferrari, 1:29,088 (26)
11. Fernando Alonso (E), McLaren MP4-31-Honda, keine Zeit (3)

Barcelona-Testzeiten, 3. Tag (Mittwoch, 24. Februar)

1. Nico Hülkenberg (D), Force India VJM09-Mercedes, 1:23,110 (92 Runden)
2. Romain Grosjean (F), Haas VF-16-Ferrari, 1:25,874 (73)
3. Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari SF16-H, 1:25,977 (58)
4. Kevin Magnussen (DK), Renault RS16, 1:26,014 (103)
5. Nico Rosberg (D), Mercedes F1 W07 Hybrid, 1:26,084 (74)
6. Carlos Sainz (E), Toro Rosso STR11-Ferrari, 1:26,239 (152)
7. Felipe Nasr (BR), Sauber C34-Ferrari, 1:26,392 (112)
8. Lewis Hamilton (GB), Mercedes F1 W07 Hybrid, 1:26,421 (77)
9. Daniil Kvyat (RU), Red Bull Racing RB12-TAG Heuer, 1:26,497 (74)
10. Felipe Massa (BR), Williams FW38-Mercedes, 1:26,712 (109)
11. Jenson Button (GB), McLaren MP4-31-Honda, 1:26,919 (51)
12. Rio Haryanto (RI), Manor MRT05-Mercedes, 1:29,808 (72)

Barcelona-Testzeiten, 2. Tag (Dienstag, 23. Februar)

1. Sebastian Vettel (D), Ferrari SF16-H, 1:22,810 (125)
2. Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull Racing RB12-TAG Heuer, 1:23,525 (112)
3. Sergio Pérez (MEX), Force India VJM09-Mercedes, 1:23,650 (101)
4. Nico Rosberg (D), Mercedes F1 W07 Hybrid, 1:24,867 (172)
5. Marcus Ericsson (S), Sauber C34-Ferrari, 1:25,237 (108)
6. Esteban Gutiérrez (MEX), Haas VF-16-Ferrari, 1:25,524 (78)
7. Valtteri Bottas (FIN), Williams FW38-Mercedes, 1:25,648 (134)
8. Pascal Wehrlein (D), Manor MRT05-Mercedes, 1:25,925 (71)
9. Fernando Alonso (E), McLaren MP4-31-Honda, 1:26,082 (119)
10. Jolyon Palmer (GB), Renault RS16, 1:26,189 (42)
11. Max Verstappen (NL), Toro Rosso STR11-Ferrari, 1:26,539 (121)

Barcelona-Testzeiten, 1. Tag (Montag, 22. Februar)

1. Sebastian Vettel (D), Ferrari SF16-H, 1:24,939 (69 Runden)
2. Lewis Hamilton (GB), Mercedes F1 W07 Hybrid, 1:25,409 (155)
3. Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull Racing RB12-TAG Heuer, 1:26,044 (86)
4. Valtteri Bottas (FIN), Williams FW38-Mercedes, 1:26,091 (80)
5. Alfonso Celis (MEX), Force India VJM09-Mercedes, 1:26,298 (57)
6. Jenson Button (GB), McLaren MP4-31-Honda, 1:26,860 (83)
7. Carlos Sainz (E), Toro Rosso STR11-Ferrari, 1:27,180 (55)
8. Marcus Ericsson (S), Sauber C34-Ferrari, 1:27,555 (88)
9. Pascal Wehrlein (D), Manor MRT05-Mercedes, 1:28,292 (54)
10. Romain Grosjean (F), Haas VF-16-Ferrari, 1:28,399 (31)
11. Jolyon Palmer (GB), Renault RS16, 1:29,356 (37)

Die wichtigsten Termine

Präsentationen/Roll-out
1. März: Präsentation Sauber (Circuit de Barcelona-Catalunya)
1. März: Präsentation Toro Rosso (Circuit de Barcelona-Catalunya)

Formel-1-Wintertests
22.–25. Februar: Spanien (Barcelona)
1.–4. März: Spanien (Barcelona)

Formel-1-WM
20. März: Australien (Melbourne)
3. April: Bahrain (Sakhir)
17. April: China (Shanghai)
1. Mai: Russland (Sotschi)
15. Mai: Spanien (Barcelona)
29. Mai: Monaco (Monte Carlo)
12. Juni: Kanada (Montreal)
19. Juni: Aserbaidschan (Baku) *
3. Juli: Österreich (Spielberg)
10. Juli: Grossbritannien (Silverstone)
24. Juli: Ungarn (Budapest)
31. Juli: Deutschland (Hockenheim)
28. August: Belgien (Spa-Francorchamps)
4. September: Italien (Monza)
18. September: Singapur
2. Oktober: Malaysia (Sepang)
9. Oktober: Suzuka (Japan)
23. Oktober: USA (Austin) **
30. Oktober: Mexiko (Mexiko-Stadt)
13. November: Brasilien (Sao Paulo)
27. November: Abu Dhabi (Insel Yas)
* Strecke noch nicht homologiert
** Finanzierung noch nicht gesichert

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