Julian Bielmeier: Langbahn-Speed bringt Adrenalinkick

Von Rudi Hagen
Grasbahn
Julian Bielmeier (33) gewann die B-Lizenz in Rastede vor Sascha Stumpe (l.) und Marcel Sebastian (r.)

Julian Bielmeier (33) gewann die B-Lizenz in Rastede vor Sascha Stumpe (l.) und Marcel Sebastian (r.)

Ein 17-Jähriger beeindruckte beim Grasbahnrennen in Rastede das Publikum wie auch Aktive und Offizielle. B-Lizenzpilot Julian Bielmeier gewann alle seine Läufe eindeutig und überzeugte mit einem sauberen Fahrstil.

Rennsekretär Ingo Lange vom Rasteder AC war schon seit längerem auf Julian Bielmeier vom Bund Bayerischer Motorsportler (BBM) aufmerksam geworden. Als bekannt war, dass der Oberbayer am Samstag vor dem Rasteder Grasbahnrennen in Dohren mit den DMV Junior White Tigers beim Speedway Team Cup zu Gast sein würde, fragte er bei Bielmeier über Facebook an, ob er auf dem Rückweg nicht einen Abstecher ins Ammerland machen und bei seinem Rennen in der B-Lizenz mitfahren wolle.

«In Rastede war ich vorher noch nie», gestand Julian Bielmeier jetzt im Gespräch mit SPEEDWEEK.com, «aber ich habe Freunde im Norden, zum Beispiel René Deddens oder Kai Huckenbeck, da habe ich mir Infos geholt, auch dass sie die schnellste Grasbahn der Welt sei und so weiter. Eine Woche vorher habe ich mir dann auf Youtube einiges über die Bahn angesehen und hatte dann schon eine ungefähre Vorstellung davon, was mich dort erwartet.»

Wie der Pfaffenhofer dann seine Läufe auf dem Hochgeschwindigkeitskurs im Rasteder Schlosspark bewältigte, in welch’ souveräner Manier er jeden seiner Läufe gewann, das beeindruckte auch Egon Müller, der als Moderator das Publikum am Rande unterhielt. «Der Junge hat viel Potential, das muss man schon sagen, er könnte eine große Zukunft haben», lobte Müller das Talent.

Man muss sich einmal vorstellen, welche Umstellung es ist, von einer Minibahn wie dem Eichenring in Dohren mit seinen 215 Metern nur Stunden später auf ultraschnellem Gras über 1000 m in die Runde zu rasen. «Ich habe mir morgens die A-Lizenzfahrer beim Training angesehen und gedacht, das ist mein Ding hier», so Bielmeier, «wir hatten gleich die richtige Übersetzung gefunden und dann hat es einen Riesenspaß gemacht. Diese Geschwindigkeiten geben einfach einen Riesen-Adrenalin-Kick.»

Aber Julian Bielmeier, der sich beruflich im ersten Jahr seiner Ausbildung zum Anlagenmechaniker befindet, wusste, dass ihn in Rastede in der B-Lizenz, in der er seit zwei Jahren unterwegs ist, starke Konkurrenz erwartet. «So Leute wie Sascha Stumpe oder Jens Buchberger sind nicht zu unterschätzen, aber ich gehe immer optimistisch an die Sache heran.»

Speedway und Langbahn will Julian Bielmeier weiter fahren. «Ich habe schnell gemerkt, dass ich auf Langbahnen schnell unterwegs bin, aber um mal in die A-Lizenz zu kommen, das braucht Zeit und ich muss da noch viel lernen. Vor allem meine Starts sind noch verbesserungswürdig.»

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