Christian Stange zurück in die IDM? «Für alles offen»

Von Ivo Schützbach
IDM
Christian Stange

Christian Stange

«Bislang war ich auf die Supersport-WM fokussiert, jetzt horche ich mich auch in der IDM um», sagt der 20-jährige Christian Stange aus Sachsen. «Leider geht es im Rennsport immer nur ums Geld.»

Christian Stange bekam im Team Go Eleven die Riesenchance, als Nachfolger von Michael Canducci die letzten fünf Rennen der Supersport-WM 2018 fahren zu dürfen. Der Rookie konnte dreimal in die Punkte brausen – mit einer Kawasaki ZX-6R wurde seit über einem Jahr kein Podestplatz errungen.

Nachdem der Heidenauer WM-Luft geschnuppert hat, möchte er für 2019 in dieser Klasse bleiben, weiß aber um die Hürden. «Leider zieht sich alles, es gibt noch nichts Neues, weder zur Supersport-WM, noch zur IDM», brachte Stange SPEEDWEEK.com auf den letzten Stand. «Ich bevorzuge es WM zu fahren, das vom Budget zu stemmen ist aber schwierig. Im Rennsport geht es leider immer ums Geld. In der IDM hatte ich dank vieler Sponsoren die Chance unterzukommen und Leistung zu zeigen. Entsprechend wurde es finanziell dann besser. In der WM hatte ich nur die fünf Rennen um mich zu zeigen, deshalb muss ich dort deutlich mehr mitbringen. Es sind auch noch genügend Moto2-Fahrer auf dem Markt, die eher genommen werden als der Stange.»

Chris Stange fuhr seit 2014 in der IDM Supersport, überzeugte dort auf Anhieb und gilt als großes Talent. Gesamtrang 10 im ersten Jahr ließ er die Plätze 3 und 2 folgen, von der Saison 2017 verpasste er nach einem Supermoto-Sturz wegen einer zertrümmerten Hand den größten Teil.

Die ersten beiden IDM-Rennen 2018 in Oschersleben beendete er als Achter und Dritter, anschließend trennte er sich vom Team MVR Yamaha und unterschrieb später bei Go Eleven für die WM.

Das italienische Team konzentriert sich 2019 aber auf die Superbike-WM und bringt dort eine Werks-Ducati an den Start, die von Eugene Laverty pilotiert wird. Das Supersport-Team wurde zugesperrt.

«In der WM gibt es kaum noch freie Plätze», hielt Stange fest. «Und selbst die Teams, die nur die europäischen Rennen fahren, rufen Beträge auf, das kannst du dir nicht vorstellen. Das ist unnormal.»

Gibt es in der IDM noch reizvolle Plätze? «Da hat sich noch nicht viel gedreht», meinte der Youngster. «Ich horche gerade etwas herum, wo was Sache ist. Bislang war ich auf die WM fokussiert und habe mich nicht mehr groß um die IDM gekümmert. Ich habe mir schon immer die Ergebnisse angeschaut, aber aus dem aktuellen Fahrerlagertratsch bin ich raus. Ich bin für alle Hersteller offen. In der IDM Supersport gibt es nicht viele große Teams. Ich weiß auch noch gar nicht, ob ich Supersport oder Superbike fahren soll – alles ist offen.»

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