IDM News: Oschersleben, Abschied und 600er-Trio

Von Esther Babel
IDM

Auf der Rennstrecke trainieren darf am in der Zwischenzeit wieder, unter Berücksichtigung der Hygiene-Regeln. Ex-IDM-Pilot trauert um Mechaniker und die Piloten aus Hohenstein-Ernstthal geben Auskunft.

Trainieren mit Bike Promotion

Auch der Trainingsveranstalter Bike Promotion ist wieder am Start. Anfang Mai kam die Info, dass der Termin 9.-10. Mai in Oschersleben leider nicht als kurzfristige Aktion stattfinden konnte. Die Vorgaben der Landesregierung Sachsen-Anhalt erlaubten die Durchführung definitiv nicht. Dafür gibt es einen Lichtblick für eine Verlegung des Termins: soweit derzeit bekannt dürfen ab Mitte Mai in Oschersleben wieder Test- und Einstellfahrten stattfinden. «Da uns das eine reelle Chance auf eine Durchführung eröffnet», erklärt BP-Chef Thomas Thieme, «haben wir mit der Strecke vereinbart, den Termin auf den 6.-7. Juni zu verlegen und unter denselben Bedingungen wie den 9.-10. Mai durchzuführen.»

Peter Preussler trauert um Mechaniker

Lange Jahre war Peter Preussler fester Bestandteil der IDM Superbike und hat sich stets als reiner Privatfahrer durchgeschlagen. Jetzt betrauert er den Tod eines Weggefährten. «Zum Andenken», erklärt er am 7.5.2020 über Facebook. «Leider hat mich die Nachricht erreicht, dass mein Freund Oli verstorben ist. Eigentlich war sein Name Hermann-Josef Krings, aber unter dem wird ihn im Fahrerlager kaum einer kennen.
Oli war mein Mechaniker und wir hatten einige Zeit zusammen in der IDM Superbike. Er war mit Sicherheit einer der loyalsten und anständigsten Jungs, die ich in diesem Zirkus kennenlernen durfte. Unglaublich gewissenhaft und voll in seinem Element, wenn es um das Motorrad ging. Mit Oli und Brigitte waren wir ein kleines perfektes Team. Danke für die Zeit. Ruhe in Frieden.»

Enderlein, Fröde und Jenkner haben zu tun

Wie alle Motorsportler sind auch die drei Hohenstein-Ernstthaler Rennfahrer aus den 600er-IDM-Klassen Supersport und Superstock von den massiven Corona-Beschränkungen betroffen, berichtet der Verlag Anzeigenblätter GmbH Chemnitz. Dazu erzählt der zweifache Champion Max Enderlein: «Ich bin im zweiten Semester an der TU Dresden und mache dort meinen Master. Derzeit allerdings ausschließlich von zu Hause aus. Dem Studium widme ich mich jetzt noch intensiver. Ansonsten bin ich so oft es geht mit zwei Rädern unterwegs, allerdings ohne Motor. Ich bin im April 1.300 Kilometer Fahrrad gefahren und etwas gelaufen. Für das Rennrad oder das Mountainbike kann ich mich am meisten motivieren.»

Schule ist aktuell auch für Paul Fröde das vorrangige Thema: «Ich habe mir Ende Februar beim Test in Valencia das Schlüsselbein gebrochen, was operiert und mit einer Platte verstärkt wurde. Es wäre zwar bis zum regulären Saisonstart verheilt gewesen, aber so ist es kein Nachteil. Ich stecke in den Abi-Prüfungen, wofür ich nun noch mehr Zeit habe. Anfangs konnte ich mich fürs Lernen nicht so richtig motivieren, weil ja nicht klar war, ob und wann die Prüfungen sind. Außerdem mache ich weiter normal Sport, vielleicht nicht ganz so viel wie sonst. Ich hoffe, dass wenigstens ein paar Kartbahnen wieder öffnen, um Pitbike oder Supermoto zu fahren.»

Im Sport fleißiger ist aktuell Moritz Jenkner: «Ich hatte mir einen richtig straffen Trainingsplan erstellt, den ich weiter konsequent durchziehe. Von mir aus könnte es sofort wieder losgehen, ich wäre bereit. Das Training kommt mir aber auch so zugute, denn irgendwann steht für mich der Sporttest an der Uni Leipzig an. Nach meinem Freien Sozialen Jahr möchte ich, beginnend mit dem Winter-Semester, Lehramt für Sport und noch ein zweites Fach studieren. Ansonsten verbringe ich viel Zeit mit der Familie und mit meiner Freundin.» (Quelle: Verlag Anzeigenblätter GmbH Chemnitz)

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