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Sidecar Superprix Brands Hatch: Corona schlug Lücken
Aus Gründen der Corona-Beschränkungen fuhren beim Santander Salt International Sidecar Superprix in Brands Hatch nur acht Teams mit, die zuvor in Oschersleben dabei waren. Reeves/Rousseau und Ellis/Richardson gewannen je
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Es war gut gemeint von Jürgen Röder und Roger Body, einen Sidecar Superprix ins Leben zu rufen. In Oschersleben waren im Rahmen des letzten Durchgangs zur IDM 16 Sidecars 600 ccm am Start, in Brands Hatch aber deren nur noch die Hälfte.
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Der Grund? Vor allem die Bestimmungen der Länder hinsichtlich der Corona-Pandemie, führten dazu, dass sich von den nicht-englischen Teams nur die beiden Bonovo-MGM-Teams Tim Reeves/Kevin Rousseau, Bennie Streuer/Ilse de Haas und Pekka Päivärinta/Emmanuelle Clement auf die Insel gewagt hatten und das anschließende Quarantäne-Risiko eingegangen waren. So sagte Josef Sattler aus Triftern im Vorfeld: "Wir fahren da nicht hin, denn wenn unser Test dann anschließend positiv ausfallen sollte, dann kann ich meine Firma zumachen." Der Schweizer Markus Schlosser, der mit seinem Beifahrer Marcel Fries die beiden Rennen in Oschersleben gewonnen hatte und die Siegprämie von 5000 Euro einstreichen konnte, hatte noch ganz andere Sorgen. Ihn plagt ein gerissenes Außenband im Knie, eine OP ist nötig und daher war an einen Einsatz in England nicht zu denken. So wurden die acht Teams des Superprix in Brands Hatch in die Molson Group British Sidecars, die britische Meisterschaft, eingegliedert. Die BSB Superbike fuhr zudem ihre drei letzten Rennen aus.
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Das erste Rennen der Sidecars war eine Sache für Reeves/Rousseau mit ihrer ARS Yamaha 600. Der Multichampion, der die Strecke wie seine Westentasche kennt und normalerweise (außerhalb der Corona-Zeiten) nur ein paar Kilometer von dort wohnt, lieferte sich allerdings einen sehr engen Kampf mit Todd Ellis und Beifahrer Charlie Richardson, die mit ihrer LCR Honda im Ziel nach zwölf Runden nur die Winzigkeit von 0.152 Sekunden auf Platz 2 einkamen.
Die Niederländer Bennie Streuer/Ilse de Haas (ARS Yamaha) wurden Dritte. Sie hatten das Pech mit einem Abreißvisier, das die Kühlung zeitweise blockierte. Pekka Päivärinta/Emmanuelle Clement (FIN/F) schieden in Runde 6 mit einem technischen Defekt aus.
Im zweiten Rennen am Sonntag wurde mit "Reversed Grid" gestartet. Die Briten Ellis/Richardson meisterten den Pulk vor ihnen am besten und gingen schnell in Führung, die sie bis ins Ziel nicht mehr abgaben. Reeves/Rousseau wurden Zweite, obwohl sie im Laufe der letzten Runden immer näher an die Briten heranrückten. Das Rennen wurde aber zwei Runden vor Schluss mit der roten Flagge beendet, denn ein Team aus der britischen Meisterschaft hatte Öl auf der Strecke verteilt. Streuer/de Haas wurden Dritte, Päivärinta/Clement mussten schon nach vier Runden wieder wegen eines Defekts aufgeben.
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Santander Salt International Sidecar Superprix Race 1: 1. Reeves/Rousseau (ARS Yamaha), 12 Runden25 Punkte 2. Ellis/Richardson (LCR Honda), +0.152 sec20 3. Streuer/de Haas (ARS Yamaha), +7.59116 4. Archer/Chandler (ARS Yamaha), +53.71513 5. Cable/Masters (LCR Yamaha), +1:02.276 min11 6. Nicholls/Mahl (LCR Honda), +1:15.41410 7. Päivärinta/Clement (LCR Yamaha), 6 Runden9 8. J. Holden/Lowther (LCR Suzuki), 1 Runde8 Race 2: 1. Ellis/Richardson (LCR Honda), 12 Runden25 2. Reeves/Rousseau (ARS Yamaha), +4.003 sec20 3. Streuer/de Haas (ARS Yamaha), +6.52716 4. Cable/Masters (LCR Yamaha), +1 Runde13 5. Archer/Chandler (ARS Yamaha), +1 Runde11 6. Nicholls/Mahl (LCR Honda), +1 Runde10 7. J. Holden/Lowther (LCR Suzuki), +1 Runde9 8. Päivärinta/Clement (LCR Yamaha), +8 Runden8
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Insgesamt: 1. Ellis/Richardson (LCR Honda), 20+25=45 2. Reeves/Rousseau (ARS Yamaha), 25+20=45 3. Streuer/de Haas (ARS Yamaha), 16+16=32 4. Archer/Chandler (ARS Yamaha), 13+11=24 5. Cable/Masters (LCR Yamaha), 11+13=24 6. Nicholls/Mahl (LCR Honda), 10+10=20 7. Päivärinta/Clement (LCR Yamaha), 9+8=17 8. J. Holden/Lowther (LCR Suzuki), 8+9=17
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