Göttlich/Neubert: Test in Val de Vienne geglückt

Von Rudi Hagen
IDM Seitenwagen
Lennard Göttlich und Uwe Neubert (Adolf RS Yamaha 600) in Val de Vienne

Lennard Göttlich und Uwe Neubert (Adolf RS Yamaha 600) in Val de Vienne

Lennard Göttlich und Beifahrer Uwe Neubert sind nach wertvollen Tests auf dem Circuit Val de Vienne (F) wieder auf dem Heimweg nach Deutschland. Sie schauen hoffnungsvoll in die kommende Saison.

Das war mal eine Überraschung, als der erst 16-jährige Lennard Göttlich kürzlich bekannt gab, ins Seitenwagen-Lager wechseln zu wollen. Vorher hatte der Brandenburger schon seine Erfahrungen in den Nachwuchsklassen ADAC Pocket, Mini Bike Cup und ADAC Junior Cup gesammelt, bevor er für das Team Freudenberg in der IDM Supersport 300 als Solist unterwegs war.

Mit Bonovo-Chef Jürgen Röder hatte der aus einer rennsportbegeisterten Familie stammende Göttlich gleich einen potenten Förderer an seiner Seite und mit dem erfahrenen Uwe Neubert vom AMC Sachsenring einen Top-Beifahrer im Boot. Vom Sponsor ausgerüstet mit dem ehemaligen Adolf-Gespann vom vielfachen Weltmeister Tim Reeves und einem neu revidierten Yamaha-R6-Motor ging es jetzt darum, sich auf die kommende Saison in der Internationalen Sidecar Trophy vorzubereiten, wo man als Bonovo Action Juniorteam an den Start fahren will.

Ein Start in der IDM ist für den jungen Göttlich bislang noch nicht möglich, da man in der IDM erst ab 18 Jahren ein Gespann steuern darf. Warum eigentlich?

Die ersten Erfahrungen sammelte das neue Team auf dem Sachsenring mit Unterstützung des dortigen AMC sowie des ADAC. Danach stand eine Testwoche auf dem Circuit Val de Vienne im französischen Département Vienne in der Region Nouvelle-Aquitaine auf dem Plan.

Auch eine Reihe von WM-Teams nutzten in Val de Vienne die Chance, Mensch und Material unter guten Bedingungen zu testen. Unter anderem die beiden Bonovo-Teams Tim Reeves/Kevin Rousseau (GB/F) und Bennie Streuer/Emmanuelle Clement (NL/F), IDM-Sieger Markus Schlosser/Marcel Fries (CH), deren Landsleute Lukas Wyssen/Thomas Hofer (CH), Peter Kimeswenger/Kevin Kölsch (A/D), Stephen Kershaw/Ryan Charlwood (GB), John Holden/Jason Pitt (GB), Kees Endeveld/Hendrik Crome (NL/D) und Todd Ellis/Phil Hyde (GB).

Angesichts der anderen schnellen Teams war man auf Seiten von Göttlich/Neubert erstmal darauf bedacht, sich einzufahren und Runden zu sammeln. «Der erste Tag war schwierig», gestand Lennard Göttlich jetzt, «ich hatte noch ein super Gefühl von dem Test am Sachsenring, hatte dann aber gleich am ersten Tag einen Dreher drin, der nicht nötig war. Der hat mich dann erstmal völlig aus dem Konzept gebracht. Ich brauchte danach den ganzen Tag, um erstmal wieder ein Gefühl für das Gespann zu bekommen.»

Aber dazu hatte der junge Eibauer ja noch die geballte Erfahrung seines Beifahrers Uwe Neubert und die Unterstützung von Mutter, Vater und Opa Göttlich im Rücken. Ohne großartig auf die Rundenzeiten zu achten, fuhr man Runde um Runde, beachtete mental auch einen Dreher nicht weiter und konzentrierte sich auf die Linien. Göttlich: «Die Linien sind anders als beim Solo, daher hatten wir uns vorgenommen, die richtigen Linien zu finden und sauber fahren. Das ging mit der Zeit immer besser.»

Am Freitag fiel das Fazit für das Bonovo action Juniorteam positiv aus. «Wenn man gesehen hat, wie ich am ersten Tag noch gefahren bin und wie gut sich das am Ende angefühlt hat, dann war das ein riesengroßer Schritt nach vorn», freute sich Lennard Göttlich kurz vor der Abfahrt heim nach Deutschland.

Und: «Natürlich habe ich Fehler gemacht, die einem als Anfänger passieren. Da war mal ein Dreher hier, ein Verbremser da, aber das gehört ja schließlich zum Lernprozess dazu. Meine Eltern, Mein Opa und mein Beifahrer Uwe Neubert standen mir immer und zu jeder Zeit mit Rat und Tat zur Seite und das war ohne Frage ausschlaggebend dafür, dass ich am Ende das, was wir besprochen haben, umsetzen konnten. Wir schauen also summa summarum optimistisch auf das erste Rennen in Brünn, aber wir werden sicher davor noch einmal privat testen fahren.»

Die Internationale Sidecar Trophy sollte eigentlich am 10./11. April im tschechischen Brünn in die Saison 2021 starten. Die Veranstaltung wurde inzwischen aber ersatzlos gestrichen aufgrund der corona-bedingten Reisebeschränkungen durch die tschechische Regierung.

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