Lukas Fienhage: «Gewinnen ist fast schon ein Muss»

Lukas Fienhage (l.) beim Langbahn-GP in Scheeßel im Zweikampf mit Stephan Katt
«Ich möchte 2025 Doppel-Gold holen» gab Lukas Fienhage im vergangenen Dezember seinen größten sportlichen Wunsch für diese Saison bekannt. Gemeint war damit die Team-Weltmeisterschaft (Langbahn der Nationen), die am 13. September in Vechta entschieden wird und die Langbahn-WM, wo in Roden (NL) am 21. September beim vierten und letzten Grand Prix die Entscheidung über die Titelvergabe ansteht.
Dem Solo-Titel ist Fienhage, der in Südfrankreich lebt und arbeitet und der mit seiner Partnerin demnächst Nachwuchs erwartet, mit Platz 2 in Scheeßel erheblich näher gekommen. Der Langbahn-Weltmeister von 2020 und dreimalige Team-Weltmeister (2017, 2022 und 2024) profitierte auf dem Eichenring allerdings auch vom Sturz des Martin Smolinski und der daraus resultierenden Disqualifikation des Briten Zach Wajtknecht.
Fienhage, der am 12. September 26 Jahre alt wird, führt die WM vor dem letzten GP mit 55 Punkten an. Nur zwei Punkte dahinter folgt Wajtknecht (53) und dann Scheeßel-Sieger Chris Harris (51) mit vier Punkten Rückstand auf den Clubfahrer des AC Vechta.
Smolinski liegt mit 47 Punkten schon acht Zähler hinter Fienhage zurück. Ob der Olchinger diesen Rückstand aufholen kann und zum dritten Mal in Folge Langbahn-Weltmeister wird und damit seinen vierten Solo-WM-Titel erreicht, bleibt abzuwarten. Möglich ist noch alles.
Das sieht beim fünftplatzierten Dave Meijerink anders aus. Der schnelle Niederländer hat aktuell 35 Punkte auf seinem Konto. Nur wenn er in Roden gewinnt und die anderen vor ihm ausfallen, wäre er Weltmeister. Tendenz eher unwahrscheinlich.
Lukas Fienhage bleibt für die WM-Entscheidung zuversichtlich: «In Roden wird es heiß zur Sache gehen, weil die ersten drei nur vier Punkte trennen. Also Gewinnen ist fast schon ein Muss. Die Bahn liegt mir eigentlich ziemlich gut. Ich konnte dort bereits zwei Grands Prix und die Team-WM gewinnen.»