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Stephan Katt: «Ich bin überhaupt nicht zufrieden»

Von Rudi Hagen
Hier noch vorne: Stephan Katt (42)

Hier noch vorne: Stephan Katt (42)

Für Stephan Katt lief der Langbahn-GP in Scheeßel nicht so wie erhofft. Fünfter im Last-Chance-Heat und nur Gesamt-Achter trotz blendender Starts. Was war da los?

Zum Auftakt der diesjährigen Langbahn-Weltmeisterschaft Platz 11 in Mühldorf, dann Platz 12 in Marmande und nun ein achter Platz auf dem Eichenring in Scheeßel. Also könnte Stephan Katt mit dieser Verbesserung auf einen einstelligen WM-Rang doch zufrieden sein, oder?

«Nein, ich bin überhaupt nicht zufrieden mit dem Verlauf heute», sagte der Neuwittenbeker gleich nach Abschluss des dritten von vier Grands Prix vor dem feinen Clubhaus des MSC Eichenring Scheeßel zu SPEEDWEEK.com, «und dann darf ich auch noch zur Doping-Kontrolle, dabei muss ich jetzt nicht und schon gar nicht, wenn mir der Kontrolleur dann auch noch über die Schulter dabei zuschaut, ob auch alles mit rechten Dingen zugeht.»

Es ging dann doch, dem Gerstensaft sei Dank, wenn auch langsamer als erwartet. Genauso wie in einzelnen Läufen des Neuwittenbekers, bloß anders herum. Die Starts des 45-jährigen Schleswig-Holsteiners waren durchweg blendend. Doch bis auf seinen dritten Vorlauf, wo er hinter dem bärenstarken Lukas Fienhage Zweiter wurde, sahen die viereinhalbtausend Fans auf den Rängen, wie Katt von Platz zu Platz durchgereicht wurde.

Mit neun Zählern hatte der «Catman» dann aber immerhin den Hoffnungslauf erreicht, wo zum Erreichen des alles entscheidenden Finales ein erster oder zweiter Platz her musste. Daraus wurde dann leider nichts.

Katt kam super vom Start weg und bog als Erster ein Kurve 1 ein, wurde dann aber schnell vom späteren GP-Sieger Chris Harris einkassiert. Dann überholten ihn in der Folge Andrew Appleton, Dave Meijerink und Tero Aarnio. Aus war es mit dem Finale und einer besseren Platzierung.

Michael Schubert und Egon Müller an den Mikrofonen in der Sprecherkabine vermuteten gleich, dass irgendein Problem den neuen Deutschen Langbahnmeister behindert habe. So war es dann auch.

Katt: «Schon im Training habe ich gemerkt, dass mir im linken Arm die Kraft ausging, ein totaler Armpump. Dadurch war ich zu unsicher, um das Motorrad kontrolliert zu steuern. Wahrscheinlich spielt auch das Hämatom im linken Oberarm eine Rolle, das ich mir letzte Woche beim Sturz in Eenrum zugezogen habe.»

Vor dem letzten Grand Prix dieser Saison im niederländischen Roden führt Lukas Fienhage die Wertung mit 55 Punkten an. Nur zwei Punkte dahinter folgt der Brite Zach Wajtknecht, der in Scheeßel im Finale nach einer unsauberen Fahrweise zum Nachteil von Martin Smolinski (nach Meinung des italienischen Schiedsrichters) disqualifiziert wurde.

Ebenfalls in Titelnähe ist noch Chris Harris mit 51 Punkten. Für «Smoli» wird es mit der Titelverteidigung schwer werden, denn sein Konto beträgt nur 47 Zähler.

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