Moto2

Kiefer: Bankverbindung steht, Crowdfunding läuft

Von - 13.01.2020 17:10

Eine Bankverbindung bei der Volksbank Rhein ist eingerichtet, ein PayPal-Konto steht – das Crowdfunding bei Kiefer Racing für die Supersport-WM geht los.

Innerhalb von zwei Tagen hat Kiefer Racing für die treuen Fans und Supporter und Geldgeber eine Crowdfunding-Aktion gestartet. Der Slogan: «Wir wollen euch mitnehmen auf die Reise». Der erfolgreiche und renommierte deutsche Rennstall will 2020 mit Lukas Tulovic und Thomas Gradinger in die Supersport-WM einsteigen, das Material mit den R6-Maschinen wurde beim Yamaha Austria Racing Team im Dezember bestellt.

Doch plötzlich klaffte ein Loch von rund 300.000 Euro im 1-Mio-Euro-Budget. Am Samstag entschloss sich Jochen Kiefer nach einem Artikel auf SPEEDWEEK.com zum Crowdfunding-Manöver, da ihm – auch auf Facebook – eine große Welle der Hilfsbereitschaft entgegenschlug.

Jetzt steht das Konzept, eine Bankverbindung wurde eingerichtet, dazu ein PayPal-Konto.

Wer Kiefer Racing auf den Rennstrecken begleiten will, darf den Namen auf dem Renntruck, der durch ganz Europa fährt, für 250 Euro in der Schrifthöhe von ca. 4 cm anbringen. Ab 450 Euro ist der Name ca. 8 cm hoch zu lesen, ab 700 Euro ca. 12 cm hoch.

Bankverbindung:

Firma Kiefer Racing GmbH & Co. KG.
IBAN: DE38 5609 0000 0103 1909 20
BIC: GENODE 51 KRE
Volksbank Rhein – Nahe Hunsrück
PayPal Konto: kiefer.racing2019@gmail.com

Wichtig: Verwendungszweck und dazu Vor- und Nachnamen angeben.

Weitere Informationen können hier abgerufen werden:
jochenkiefer@icloud.com
kiefer.racing2019@gmail.com

Wenn Kiefer die erforderlichen 300.000 Euro nicht auftreibt, wird den Fahrern mit diesem Geld eine bestmögliche Alternative geboten – voraussichtlich in der CEV Repsol-Moto2-Europameisterschaft.

Teambesitzer Jochen Kiefer zählt auch die Mitwirkung von Firmen. «Wenn 30 Firmen je 10.000 Euro einzahlen, sind unsere WSSP-Pläne gerettet», rechnete er vor. Die ersten Interessenten haben sich bereits gemeldet. Kiefer: «Dreier Racing, Bitzel Obsthof und  Nemmert Haustechnik haben seit Samstag je 10.000 Euro zugesagt.»„

Gleichzeitig wird aber von der Teamführung die Sponsorsuche noch einmal intensiviert. Auch mit Veranstalter Oschersleben wird eine Kooperation angestrebt. Eine Ölfirma soll noch an Bord geholt werden, mit Motorex gibt es vielversprechende Verhandlungen.

Also wichtig für Firmen: Ab 10.000 Euro bekommen sie Werbefläche auf einem Motorrad in der WSSP. Dieser Betrag ist steuerlich absetzbar.

Details unter:

kiefer.racing2019@gmail.com

Das Team von Kiefer Racing GmbH & Co. KG sagt den Supportern, Fans und Sponsoren schon jetzt ein herzlichen DANKESCHÖN.

Kiefer Racing ist der erfolgreichste deutsche Rennstall seit mehr als 40 Jahren. Denn seit dem Dieter Braun Racing Team (125 ccm/1970 und 250 ccm/1973), Toni Mang (5 WM-Titel zwischen 1980 und 1987) und Krauser Racing (vier WM-Titel mit Stefan Dörflinger) hat kein deutsches GP-Team zwei Weltmeistertitel gewonnen. Den letzten Grand Prix-Titel gewann das Team von Dirk Raudies 1993 in der 125er-WM. Der 250-ccm-Rennstall von Dieter Stappert brachte mit Reinhold Roth, Helmut Bradl und Ralf Waldmann nur Vizeweltmeister hervor, Mitsui Yamaha mit Martin Wimmer sorgte für drei GP-Siege. Auch Intact blieb bisher ohne Titelgewinn. Das deutsche Eckl Kawasaki-Team gewann mit Andrew Pitt immerhin einen Supersport-WM-Titel – wie auch die Yamaha-Deutschland-Truppe von Jörg Teuchert. 

Das Team Kiefer Racing ist mit dem deutschen 250-ccm-Meister Christian Gemmel 2003 in die Weltmeisterschaft eingestiegen. Der am 27. Oktober 2017 beim Malaysia-GP mit 51 Jahren überraschend verstorbene Teammitbesitzer Stefan Kiefer hat selbst Motorradrennen bestritten und in Idar-Oberstein mit Bruder Jochen ein Motorradgeschäft (Suzuki und Yamaha) betrieben. Seit 1998 betrieben die Brüder auch ein Racing Team. Es begann in der IDM 250 mit Christian Gemmel. Erstes Highlight: IDM-Titel 2002 mit Gemmel.

2011 gewann Kiefer Racing mit Stefan Bradl und Kalex die Moto2-WM, 2015 folgte der Moto3-Titel mit Honda und Danny Kent.

Adresse dieses Artikels:

© SPEEDWEEK.COM
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