Jorge Martin: «Verletzung macht es nicht einfacher»
Jorge Martin ging angeschlagen in den Moto2-Test in Jerez, aber der Spanier ist zuversichtlich, dass er auf der Kalex des Teams Red Bull KTM Ajo vorne mitmischen kann.
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Bei seinem ersten Moto2-Test in Jerez im November 2018, als erstmals mit Triumph-Motoren gefahren wurde, war Jorge Martin per Highsider in Kurve 2 abgeflogen. Dabei hatte er sich den rechten Fuß und den linken Oberarm gebrochen. Vor zwei Wochen zog sich der Spanier beim Privattest auf der andalusischen GP-Strecke wieder eine Fußverletzung zu, die ihn bei den ersten offiziellen IRTA-Testfahrten des Jahres 2020 Stelle einschränkte. "Das ist aber eine Bagatelle im Vergleich zum Sturz vom letzten Mal", meinte der Ajo-Fahrer dazu.
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Nach dem Rückzug von KTM aus der mittleren Klasse der Motorrad-WM fährt der Moto3-Weltmeister von 2018 nun eine Kalex. Nach dem Umstieg in die Moto2-Klasse und zu KTM im Vorjahr bedeutet das wieder einen Neubeginn. "So ist es und momentan sieht es nicht so aus, als ob sich etwas geändert hätte. Die Verletzung behindert mit natürlich schon und macht es nicht einfacher, das neue Motorrad zu verstehen, wie es reagiert und in welche Richtung wir arbeiten müssen", erzählte der 22-Jährige. "Am zweiten IRTA-Testtag hatte ich aber mit einem gebrauchten Reifen so langsam einen guten Rhythmus gefunden. Mit einem neuen harten Hinterreifen hatte sich aber nichts geändert, erst als wir auch mit einem Soft rausgefahren sind, konnte ich die Zeit fahren. Aber richtig auf Zeiten fahren kann ich noch nicht, dafür bin ich noch nicht bereit und habe auch das nötige Vertrauen in das Motorrad noch nicht, obwohl die Rundenzeit unter dem Rekord liegt. So gesehen, ist es ja gar nicht so schlecht, würde ich mal sagen", so der Spanier.
Zur Erinnerung: Mit einer 1:40,907 min hatte Martin den zweiten von drei Moto2-Testtagen in Jerez in der vergangenen Woche auf Platz 3 beendet, in der kombinierten Zeitenliste reihte er sich damit auf dem zehnten Rang (+ 0,581 sec) ein.
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Die Saison mit einer Verletzung zu beginnen ist allerdings nicht förderlich. Schon 2019 begann schleppend, aber in Japan und Australien stand der Rookie dann zweimal auf dem Podest. "Ja, es ist richtig, ich bin erst am Schluss der Saison so richtig in Fahrt gekommen", blickte er zurück. "Wir hatten sieben verschiedene Chassis ausprobiert und es war dann jedes Mal wieder ein anderes Motorrad. Zudem brauchte ich als Rookie auch noch Zeit, erst das Motorrad zu verstehen. Es war, wie gesagt, ein Klassenwechsel, das Motorrad war neu und auch das Team. Jetzt habe ich aber mehr Erfahrung und bin überzeugt, dass wir es zusammen schaffen, ganz vorne mitzumischen."
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"Momentan ist es so, dass ich sicher nicht zu 100 Prozent fit bin und noch kein Vertrauen in die Front habe. Ich fühle mich auch noch nicht wohl auf dem Motorrad, denn in den Linkskurven muss ich wegen des verletzten Fußes auch den Fahrstil etwas ändern. Wir brauchen sicher noch etwas Zeit, bis wir sehen, in welche Richtung wir gehen müssen", weiß Martin. "Jedenfalls gelang mir am zweiten Tag mit einem gebrauchten harten Reifen eine ordentliche Zeit und ein guter Rhythmus, dann zogen wir einen neuen, aber immer noch harten Hinterreifen auf. Da ich damit aber nicht schneller wurde, versuchten wir es eben wie alle anderen auch mit einem Weichen, mit dem fuhr ich dann meine schnellste Runde."
Übrigens: Der Tom Lüthi, schnellster Moto2-Pilot des IRTA-Tests in Jerez, bemerkte, dass Martin diese Zeit in seinem Windschatten gefahren ist. "Ich hatte nicht bemerkt, dass er hinter mir war", erzählte der Schweizer. Moto2-Test Jerez, Gesamtwertung nach 21.2.
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