Jonas Folger (26.): «Ich habe Mist gebaut»

Von Sharleena Wirsing
Moto2
Jonas Folger gab sich nach seinem Patzer in Österreich selbstkritisch

Jonas Folger gab sich nach seinem Patzer in Österreich selbstkritisch

Jonas Folger war nach seinem Ausflug in den Kies beim Österreich-GP bitter enttäuscht und ärgerte sich über sich selbst. Sandro Cortese war nach Platz 11 ebenfalls nicht besonders zufrieden.

Am Samstag hatte Jonas Folger mit Platz 10 im Qualifying einen ersten Rückschlag erlebt, doch am Sonntag kam es noch dicker. Der Bayer donnerte auf Platz 13 liegend in den Kies und kippte dort um. Er nahm das Rennen wieder auf, überquerte vor 95.000 Zuschauern die Ziellinie aber nur als 26. und Letzter.

Im Gespräch mit SPEEDWEEK.com ärgerte sich der 23-Jährige hauptsächlich über sich selbst. «Mein Start lief ganz normal, ich war dann in der ersten Kurve außen und habe viel verloren. Die ganze erste Runde war schlecht.»

Wie kam es dann zu deinem Ausritt in den Kies? «Corsi ging an mir vorbei, ich habe gleich versucht, mich in der dritten Kurve wieder vorbeizubremsen. Dann musste ich aufmachen, sonst wäre ich ihm hineingekracht, weil er auch spät auf der Bremse war. Ich habe mein Motorrad nicht stoppen können, lief auf ihn auf und musste die Maschine aufstellen. Also fuhr ich in den Kies, war noch schnell dran und musste dann umlegen. Dann habe ich das Rennen fertig gefahren. Es war ein Scheiß-Tag. Ich habe im Qualifying Mist gebaut, der zehnte Platz geht gar nicht. Wenn wir in der ersten oder zweiten Startreihe stehen, dann fahren wir auch nicht mit solchen Chaoten mit, dann passiert so etwas nicht mehr. Ganz einfach, es war meine Schuld.» In der WM-Tabelle rutschte Folger von Platz 6 auf 7 zurück.

Sandro Cortese etablierte beim Österreich-GP eine neue Herangehensweise an das Qualifying und die Trainingssessions. Er verzichtete darauf, anderen Fahrern zu folgen, um so seine Pace vor allem für die Anfangsphase der Rennen zu verbessern. «Ich habe in der ersten Runde alles riskiert, um vorne mitzuhalten, aber leider ging das in die Hose. Ich wollte ganz außen anfahren und dann reinstechen, aber ich konnte nicht einlenken, weil noch zehn andere neben mir waren. Darum bin ich auf Platz 20 zurückgefallen. Es ist hier mit den vielen Geraden schwierig, das wieder aufzuholen», erklärte der Berkheimer nach Platz 11. «Ich habe mich aber nach vorne gekämpft, habe keine Fehler gemacht und bin stets meine Zeit gefahren. Das Ziel war, besser als im Qualifying zu sein. Natürlich war es nicht perfekt, aber ich muss nun schauen, dass ich mich stabilisiere. Ich denke, wir haben einen Schritt gemacht. Ich habe viel riskiert und Kampfgeist gezeigt. Mit einer besseren ersten Kurve hätte ich wohl um Platz 7 mithalten können, denn mein Rückstand blieb nach der Anfangsphase gleich. Mit Nakagami, Márquez und Baldassarri hätte ich wohl mitgehen können. Doch ich hatte an diesem Wochenende keinen Sturz, habe es ins Ziel gebracht und in Brünn geht es weiter. Vorher haben wir am Montag noch einen Testtag in Spielberg.»

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