Makar Yurchenko (Kasachstan): Kein Geld, kein Vertrag

Von Günther Wiesinger
Moto3
Makar Yurchenko

Makar Yurchenko

Der Motorrad-GP-Sport ist um einen Exoten ärmer: Makar Yurchenko aus Kasachstan muss sich nach zwei Jahren aus der Moto3-WM verabschieden. Er zahlte die vereinbarte Mitgift nicht.

Makar Yurchenko beendete die Moto3-WM 2018 mit neun Punkten an 30. Position, dann unterschrieb er beim französischen CIP-KTM-Team von Alain Bronec, wo er immerhin bei Catalunya-GP Rang 12 erreichte und vier Punkte kassierte. Dazu kam noch ein 13. Platz in Le Mans. In der Saison 2019 steigerte sich Yurchenko: Er schaffte mit Platz 7 in Spielberg sein bestes GP-Ergebnis, kassierte insgesamt 29 Punkte ein, fuhr sieben Mal in die Top-15 und schaffte den 24. Gesamtrang.

Doch der in Kasachstan lebende Yurchenko (er wurde in St. Petersburg in Russland geboren) blieb einen Großteil der vereinbarten Mitgift schuldig, Bronec setzte ihn deshalb im Sommer vor die Türe und engagierte Stefano Nepa. Das italienische Snipers-Team war überzeugt, Yurchenkos Sponsoren aus Kasachstan würden brav bezahlen und setzte ihn im selben Jahr ab dem Malaysia-GP wieder ein.

Doch für 2019 transferierte die Snipers-Truppe den mäßig begabten Russen zum BOÉ Skull Rider-KTM-Team (vormals RBA-Team), weil Romano Fenati nach seiner Sperre beim Snipers-Team von Teambesitzer Mirko Cecchini und Teammanager Stefano Bedon in die Moto3 zurückkehrte und bei Snipers mit Tony Arbolino bereits ein zweiter Siegfahrer unter Vertrag war.

Als die Sponsoren im fernen Kasachstan (allen voran die neue Rennstrecke Sokol Circuit) wieder nicht pünktlich bezahlten, musste Snipers bei BOÉ Skull Rider-KTM 2019 für den ausgeliehenen Yurchenko das fehlende Geld zuschießen.

Im vergangenen Winter trafen Yurchenkos Ratenzahlungen von Sokol Circuit wieder nicht pünktlich ein, deshalb wurde der 21-jährige Russe ausgebootet. Auch Jakub Kornfeil konnte beim BOÉ Skull Rider-Team, das dem Vater von Moto3-Fahrer Gabriel Rodrigo gehört, das versprochene Budget nicht rechtzeitig aufbringen. Also trat der Tscheche zurück. Das BOÉ Skull Rider-KTM-Team musste also beide im November nominierten Fahrer ersetzen. Die Wahl fiel auf die beiden jungen Italiener Davide Pizzoli und Riccardo Rossi.

Der 20-jährige Pizzoli sprang in der Saison 2019 in Aragón als Ersatz für Niccolò Antonelli auf der Honda der SIC58 Squadra Corse ein, in Buriram verpasste er als 16. auf der KTM im Mugen Race Team von Fiorenzo Caponera (als Ersatz für Jaume Masia) seinen ersten WM-Punkt nur knapp. Und Rossi bestritt die Moto3-WM 2019 bei Gresini – ohne durchschlagenden Erfolg.

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