Florian Prüstel: «Duspasquier nach vorne bringen»

Von Günther Wiesinger
Moto3
PrüstelGP setzt zwar in den nächsten zwei Jahren stark auf Supertalent Pedro Acosta. «Aber im zweiten GP-Jahr erwarten wir auch von Dupasquier eine Steigerung. Mit Jason müssen wir stark arbeiten», sagt Prüstel.

Mit dem erst 16-jährigen Spanier Pedro Acosta ist das sächsische carXpert-PrüstelGP-Team für die nächsten zwei Jahre in der Moto3-Weltmeisterschaft stark aufgestellt. «2021 ist in der WM ein Rookie-Jahr für ihn, aber er wird bereits seine Aktionen setzen. Da bin ich mir sehr sicher», ist Teamprinzipal Florian Prüstel überzeugt. «Und im zweiten Jahr, denke ich, dass wir schon im Mittelfeld mitkämpfen können.»

In der laufenden Saison haben die beiden ehemalige Red Bull Rookies-Cup-Fahrer Jason Dupasquier und Barry Baltus die Erwartungen noch nicht erfüllt. Es ist bisher nach sechs rennen auch kein klarer Aufwärtstrend zu erkennen, obwohl zumindest der Schweizer in einzelnen Trainings schon aufhorchen ließ. Aber bisher wurde kein einziger WM-Punkt erbeutet.

«Es ist richtig, wir haben große Hoffnungen in die beiden gesetzt. Es war natürlich ein großes Wagnis, mit den zwei Rookies im die Saison zu starten», sagt Florian Prüstel. «Aber wir wollten zwei Talente aus Mittel- oder Nordeuropa haben, das waren Baltus aus Belgien und Dupasquier aus der Schweiz. Das ist auch für die Dorna ein gewisses Anliegen. Bisher fehlen die WM-Punkte, das macht uns momentan sehr unzufrieden. Es kommt noch die Corona-Situation dazu, deshalb wird es auch schwer, mit den Sponsoren Gespräche für die Zukunft zu führen. Denn jeder hat seine eigenen Baustellen im Betrieb. Deshalb brauchen wir einen Fahrer, der vorne mit reinhält. Das ist bei Baltus und Dupasquier weniger der Fall. Aber wir haben uns fürs Weitermachen mit Jason entschieden, denn die Schweiz liegt uns näher, sie liegt auch angrenzend zu den Kernmärkten für unser Logistik-Unternehmen. Aus dieser Hinsicht ist die Schweiz wesentlich wichtiger für uns als Belgien.»

«Aus sportlicher Hinsicht hat zwar Baltus ein paar gute Anzeichen gezeigt, aber die Rookie-Saison ist schwierig für ihn», sagt Prüstel, der in Callenberg/Sachsen mit Vater Ingo ein Logistik-Unternehmen mit 30 Lkw und 150 Millionen Umsatz betreibt. Das PrüstelGP-Team ist direkt auf dem Gelände des Sachsenrings stationiert.

«Allein von seiner Körpergröße wird es für Baltus schwierig, in der Moto3-WM vorne mitzufahren»m meint der Teamchef. «Mit Duspasquier müssen wir stark arbeiten. Wir müssen ihn nach vorne bringen. Das gehört auch ein hartes Training und eine optimale Vorbereitung in Spanien mit dazu, dass er dann schon mehr Wettbewerb hat. In der Schweiz findet er keine vergleichbaren Moto3-Kollegen. Wir haben Duspasquier 2021 schon im zweiten Jahr in der WM. Dann kennt er die meisten Strecken. Ich hoffe, er kann sich dann auch weiter vorne platzieren, wenn er die ganze Moto3-Szene besser kennt.»

Die Prüstel-Truppe hofft auch auf eine Steigerung bei den restlichen neun Rennen, denn auch Rookie Filip Salac aus Tschechien hat 2019 erst beim Finale in Valencia mit Platz 5 richtig aufhorchen lassen.

CEV-Junioren-WM-Stand (nach 5 von 11 Rennen)

1. Artigas 98 Punkte. 2. Acosta 77. 3. Garcia 65. 4. Guevara 64. 5. Holgado 57. 6. Salvador 48. 7. Riu 42. 8. Adrián Fernández 37. 9. Moreira 37. 10. Masaki 27.

Red Bull Rookies-Cup Stand (nach 4 von 13 Rennen)

1. Acosta 100 Punkte. 2. Muñoz 64. 3. Holgado 52.

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