David Munoz (3.): Nach Horrorcrash folgte das Podium
Mit seinem dritten Platz im Moto3-Rennen auf dem Red Bull Ring kletterte Intact-Pilot David Munoz auf WM-Rang 3. Dabei begann das Wochenende in Spielberg am Freitag mit einem Schreckmoment.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
Weiterlesen
Werbung
Intact-Pilot David Munoz hatte in Spielberg ein turbulentes Moto3-Wochenende mit einem Happy End. Im ersten freien Training am Freitagmorgen hatte der Spanier einen spektakulären Crash. Zwischen den Kurven 9 und 10 fuhr Munoz dem vor ihm fahrenden David Almansa ins Hinterrad. Der Leopard-Honda-Pilot war in einer Gruppe von Fahrern unterwegs und Munoz wurde vom langsamen Tempo überrascht. Während Almansa sitzen blieb, stürzte Munoz und geriet zudem mit seiner Hand in das Hinterrad seines Kontrahenten, wodurch er einige Meter mitgeschleift wurde. Während Munoz bei dem Zwischenfall glücklicherweise unversehrt blieb, wurde seine KTM übel zugerichtet. Die Mechaniker der deutschen Intact-Mannschafft hatten danach viel zu tun, um das Motorrad wieder flott zu kriegen.
Werbung
Werbung
Im Zeittraining am Freitagnachmittag schaffte Munoz dann als Sechster locker den direkten Einzug ins Q2. Im Qualifying am Samstag lief es dann nicht mehr so gut – Startplatz 14 mit 0,712 sec Rückstand auf Polesetter Valentin Perrone. Im Rennen über 20 Runden am Sonntag hatte Munoz somit eine schwierige Ausgangsposition, denn auf der engen, 4,35 Kilometer langen Stop-and-Go-Strecke sind Überholmanöver schwierig. Mit Quiles, Yamanaka, Piqueras und Perrone bildete sich gleich zu Beginn ein Führungs-Quartett. Dahinter war nach fünf Runden bereits eine Lücke von zwei Sekunden entstanden.
In der Verfolgergruppe legte sich David Munoz ordentlich ins Zeug. Der Spanier fuhr hinter Quiles die schnellsten Runden und kam bereits auf Position 6 nach vorne. Die über zwei Sekunden große Lücke schmolz gegen Rennende immer weiter. Mit einem Angriff brachte sich Munoz dann für den Showdown in Stellung: Als Fünfter startete er in die vorletzte Runde, presste sich in einem Manöver bis auf den zweiten Rang vor. In der letzten Runde musste er sich knapp Ryusei Yamanaka geschlagen geben, sicherte sich aber mit einem dritten Platz 16 Punkte – und damit auch den Sprung auf WM-Rang drei.
Werbung
Werbung
"Es war ein sehr schwieriges Rennen, vor allem, weil die Top-Gruppe so stark war. Aber Runde für Runde bin ich bis an meine Grenzen gegangen. Glücklicherweise haben wir am Ende den dritten Platz belegt, was für uns sehr wichtig ist. Ich bin also sehr glücklich, nach der Sommerpause so zu starten. Vor allem, weil es für mich und das Team ein schwieriges Wochenende war, mit einigen Problemen und einem Sturz im FP1, der unsere Streckenzeit am Freitag ziemlich eingeschränkt hat", so der 19-Jährige. "Ich bin auch zufrieden mit der Arbeit, die wir als Team geleistet haben, denn wir haben uns über das Wochenende etwas verbessert, was uns hoffentlich nächste Woche helfen wird. In der letzten Runde habe ich wirklich alles gegeben, denn ich wollte auf dem Podium ganz oben stehen. Aber als Furusato mich in Kurve sieben überholte, war es schwierig, ihn und Yamanaka auf der folgenden Geraden einzuholen. Trotzdem bin ich auch mit dem dritten Platz zufrieden."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
Weiterlesen
Der Intact-Pilot legte in den letzten Rennen eine beeindruckende Konstanz an den Tag. Nach seinem ersten Moto3-Sieg in Aragon konnte er mit den Rängen 5, 2, 1, 3 und 3 der Reihe nach Top-Ergebnisse einfahren.
Bereits am kommenden Wochenende findet auf dem Balaton Park Circuit die GP-Premiere statt. "Ungarn ist eine neue Strecke für alle Moto3-Teams und Fahrer. Aber sie scheint interessant zu sein", blickte Munoz voraus. Ergebnisse Moto3 Spielberg, Rennen (17. August):
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach
Die aktuellsten News rund um die Uhr, von Experten analysiert und kommentiert und exklusive Einblicke hinter die Kulissen. Hier schreiben Fans für Fans.