Philipp Öttl (12.): «Keine neuen Reifen eingesetzt»

Von Sharleena Wirsing
Moto3
Philipp Öttl: «Es ging wirklich gut, jede Rundenzeit kam zack, zack, zack»

Philipp Öttl: «Es ging wirklich gut, jede Rundenzeit kam zack, zack, zack»

Ganze 27 Runden hatten die Reifen an der KTM von Philipp Öttl bereits auf dem Buckel, als der Bayer seine schnellste Rundenzeit auf dem Red Bull Ring im FP3 der Moto3-Klasse fuhr.

Philipp Öttl aus dem Team Schedl GP Racing hatte sich bis kurz vor dem Ende des dritten Moto3-Trainings unter den Top-6 gehalten, am Ende belegte er den zwölften Rang der Zeitenliste mit 0,683 sec Rückstand auf die Bestzeit.

«Ja, es lief wieder ziemlich gut», freute sich Öttl, der schon am Freitag mit Platz 8 eine solide Leistung gezeigt hatte. «Wir fuhren mit dem Reifensatz vom Freitag weiter und haben in diesem Training keine neuen Reifen verwendet. Es waren die gebrauchten Medium-Reifen vom Freitag. Dass die Maschine am Kurveneingang zu weit geht, haben wir weitestgehend wegbekommen. Das hat sich gleich bemerkbar gemacht, ich fühlte mich beim Fahren viel besser als am Freitag. Das Bike ist gut fahrbar, damit bin ich zufrieden. Meine Reifen hatten 27 Runden drauf, als ich meine schnellste Zeit fuhr. Das ist mehr als eine Renndistanz. Zudem fuhr ich meine Rundenzeit ohne Windschatten.»

Kurzzeitig stand Öttl sogar an der Spitze, doch seine Zeit wurde umgehend gestrichen, da er die Streckenmarkierung überfahren hatte. «Anfangs hatte ich Joan Mir mit etwas Abstand vor mir, ich konnte mich immer wieder hinziehen. Dann fuhr ich die schnellste Runde und war Erster, aber diese Rundenzeit wurde mir gestrichen. Ich hatte es selber gleich gemerkt, dass ich zu weit rausgefahren war. Meine zweite Bestzeit 1:37,231 min müssten sie mir eigentlich auch streichen, aber dann hätte ich noch immer eine 1:37,3 min, an der Platzierung würde das also nichts ändern. Es ging wirklich gut, jede Rundenzeit kam zack, zack, zack.»

Beim Spielberg-GP wird Philipp Öttl von seiner Freundin Sarah unterstützt, die aus Österreich stammt. «Ich fuhr viele schnelle Runden, das Bike funktioniert gut, ich bin schon zufrieden. Die Reifen halten auf dieser Strecke sehr lange. Somit haben wir nun drei Hinterreifen für das Qualifying. Es ist relativ ähnlich wie in Austin, da haben wir auch so wenige Reifen gebraucht. Vielleicht bin ich im Austin-Mode, das wäre auch ganz gut.» In Austin hatte sich Öttl 2016 die Pole-Position gesichert und Platz 4 im Rennen erobert. Der Österreich-GP ersetzt 2016 zudem die Runde in Indianapolis, wo Öttl 2015 seinen ersten Podestplatz hatte einfahren können.

«Für das Qualifying werden wir nur noch Nuancen am Bike verändern. Wir haben an der Motorbremse gearbeitet, das hat auch noch was gebracht. Es geht um Kleinigkeiten. Die Top-15 sind im Qualifying auf jeden Fall mein Ziel, doch es wird wieder etwas schwerer werden, denn es geht hier natürlich auch um einen guten Windschatten. Ich werde gleich am Anfang versuchen, einen guten Windschatten zu finden. Da ich gleich mit neuen Reifen rausgehe, muss ich schnell einen guten Rhythmus finden und dann mein Ding durchziehen. Dann sollte das passen.»

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