Stefan Bradl: «Mache mir im Moment keine Illusionen»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Stefan Bradl

Stefan Bradl

Stefan Bradl wird erstmals seit dem Saisonauftakt wieder im MotoGP-Fahrerlager unterwegs sein – als Experte für ServusTV. Bis er als Wildcard-Pilot selbst wieder Gas geben darf, muss er sich damit begnügen.

Stefan Bradl wird in Mugello erstmals seit Katar in diesem Jahr wieder bei einem Grand Prix anwesend sein. Er wird für ServusTV als Experte auftreten und diese Aufgabe auch bei den Rennen in Assen, auf dem Sachsenring, in Spielberg, Aragón, Buriram, Sepang und Valencia übernehmen.

Dazu wird HRC-MotoGP-Testfahrer Stefan Bradl als dritter Repsol-Honda-Fahrer mit Wildcards in Brünn (5. August) und Misano (8. September) antreten.

Bradl hat die Honda RC213V in diesem Jahr zuerst im Januar in Sepang und dann im März und April in Jerez getestet. HRC hat Jerez, Misano und Motegi als MotoGP-Teststrecken ausgewählt.

Der Bayer, Moto2-Weltmeister 2011, wäre gerne schon in der ersten Saisonhälfte als Wildcard-Fahrer aufgetreten, aber das hat sich bisher nicht ergeben. «Denn es macht ja nur wirklich Sinn, wenn ich vorher auf dieser Strecke testen kann», sagt der Honda-Pilot. «Das wird ja bei Ducati und KTM mit Pirro und Kallio auch meistens so gehandhabt.»

Bradl, in der MotoGP-WM zwischen 2012 und 2016 immerhin 47 Mal in den Top-Ten und damit mit Abstand deutscher Rekordhalter, würde gerne wieder eine komplette Rennsaison bestreiten. «Aber die Möglichkeiten sind überschaubar. Ich mache mir im Moment keine Illusionen», sagt Bradl.

Er ist zwar bei HRC als dritter Fahrer im Suzuka-Eight-Hours-Werksteam im Gespräch. «Aber momentan haben wir eine Terminkollision mit einem Misano-Test. Der wäre aber wichtig für mich als Vorbereitung für den Misano-GP-Einsatz», gibt Bradl zu bedenken.

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