Cal Crutchlow: «Die Leute wollen uns fliegen sehen»

Von Ivo Schützbach
MotoGP

Mit seinem unverschuldeten Sturz in Spielberg ging LCR-Honda-Pilot Cal Crutchlow zum dritten Mal in dieser Saison leer aus. Dafür genoss er den atemraubenden Kampf zwischen Dovizioso und Marquez als Zuschauer.

Für Cal Crutchlow war der Grand Prix von Österreich auf dem Red Bull Ring bereits in der zweiten Runde beendet. Nach einer Kettenreaktion war der Engländer derjenige, der auf der Nase lag.

Cal, wie genau ist dein Sturz passiert?

Das ist die langsamste Kurve der Strecke, ich ließ gerade die Bremse los und erwischte Rabat volle Breitseite. Das Bike von Pol Espargaro gab den Geist auf, dann ist Tito Rabat hinten mit dem Bike von Pol kollidiert, und ich bin hinten gegen das Motorrad von Tito gekracht. Ich konnte nichts machen, das ging alles viel zu schnell. Ein normaler Rennunfall.

Was wäre von Startplatz 9 möglich gewesen? Die Gegend um Quartararo und Rossi, die um Platz 3 kämpften?

Ich wäre eher im Kampf von Rins und Vinales gesteckt, die um Platz 5 stritten. Aber das ist hinterher leicht gesagt. Ich glaube, ich hätte eine gute Pace gehabt. Im Training fuhr ich mit 29 Runden alten Reifen noch 1:25,0 min, das fuhren diese Jungs gegen Rennende.

Was sagst du zum Manöver von Dovizioso in der letzten Kurve gegen Marquez, das ihm den Sieg brachte?

Sie fuhren beide fantastisch, ich genoss den Kampf aus meiner Box. Ein großartiger Kampf. Marquez strauchelte in der Beschleunigung, wir wissen nicht was passiert wäre, hätte er wie Dovi den weichen Hinterreifen gewählt. Nakagami fuhr auf der Honda mit dem weichen Reifen und landete im Nirgendwo.

Haben wir ein anderes Rennen gesehen, weil es am Sonntag deutlich kühler war als im Qualifying am Samstag?

Ich glaube, Marc und Dovi wären so oder so davongefahren und hätten auch sonst bis zur letzten Kurve gekämpft – egal bei welchen Bedingungen. Die letzten zwei Runden dachte ich mehrfach, dass es vorbei wäre, so oft wechselte die Führung. Aber Dovi konnte jeweils auf den kurzen Geraden Meter gutmachen.

In Brünn erlebten wir die Situation, dass der Rennstart wegen teilweise nasser Strecke um 40 Minuten verschoben wurde. Wie schwierig ist es, in dieser Zeit die Konzentration aufrecht zu erhalten?

Das war wohl der Grund, weshalb ich nicht gewonnen habe. Scherz beiseite: Ich mag es nicht, lange in der Lederkombi herumzuhängen. Ich verstand die Verschiebung ohnehin nicht, ich wäre gefahren. Aber ich respektiere die Entscheidung, sicherer war es auf jeden Fall.

Jeder hat sich darüber beschwert, dass wir nicht pünktlich gestartet sind. Jeder will unterhalten werden, aber wir wollen keine gebrochenen Schlüsselbeine. Leider wollen die Leute, dass Fahrer durch die Luft fliegen. Sie wollen seltsame Dinge sehen. Wir kämpfen jede Woche und zeigen großartige Rennen, aber die Leute wollen immer mehr.

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