MotoGP

Miguel Oliveira schnellste KTM: «Ein gutes Zeichen»

Von Nora Lantschner - 23.08.2019 21:01

Tech3-KTM-Pilot Miguel Oliveira landete am Freitag in Silverstone vor dem Werksfahrer Pol Espargaró. Woran der MotoGP-Rookie im Hinblick auf das Rennen noch arbeiten will.

«Ein achter Platz ist nicht schlecht», kommentierte Miguel Oliveira am Freitagabend in Silverstone. Wie bereits in Spielberg war der Tech3-Fahrer damit nach zwei freien Trainings-Sessions der beste KTM-Pilot. «Es ist vielleicht ein gutes Zeichen, ich mach nur meinen Job. Natürlich ist der erste Tag immer etwas merkwürdig und nicht so klar. Am Samstagmorgen werden wir eher die Wahrheit sehen. Ich muss einfach fokussiert bleiben und für das FP3 arbeiten.»

Oliveira setzt in Silverstone erstmals das neue KTM-Chassis bei einem Grand Prix ein. «Wir haben in Brünn am Montag schon einen Test gemacht. Es ist sehr schwierig, viele Teile zu bekommen, um die Motorräder zu bauen. Hier in Silverstone habe ich zwei Bikes, was positiv ist, weil ich von einem Bike auf ein anderes steigen kann, um in einer Session verschiedene Dinge auszuprobieren», erklärte er.

Ein großes Thema war auf dem neu asphaltierten britischen Rundkurs die Reifenwahl. «Ich war ziemlich beeindruckt, weil Michelin einen sehr guten Job gemacht hat. Wir können alle drei Reifenmischungen verwenden, jede hat Vor- und Nachteile. Im Moment scheint es so, als wären die Unterschiede zwischen dem Hard- und dem Soft-Reifen nicht so groß. Vielleicht sehen wir ein Qualifying mit dem harten und das Rennen mit dem weichen Reifen», schmunzelte er. «Wir wissen es im Moment nicht. Der Grip ist sehr gut, die Reifen scheinen zu halten. Wir haben alle drei Mischungen ausprobiert, wenn du das am Freitag machst, kannst du natürlich nicht so viele Runden damit fahren.»

Der vierte Vorderreifen kam nicht zum Einsatz: «Wir glauben, dass der zu hart ist. Die harte Mischung scheint zu funktionieren, ich habe das ganze FP2 damit absolviert. Es geht nur um das Feeling, zwischen Medium und Hard», meinte der MotoGP-Rookie.

Wo will sich Oliveira noch verbessern? «Im Moment muss ich noch ein bisschen besser verstehen, wie ich spät bremse und das Bike stoppe. Unser Motorrad ist keines, mit dem du früh bremsen kannst und es dann einfach in die Kurve laufen lässt. Du musst smooth sein und Selbstvertrauen haben, um mit der Vorderradbremse in die Kurve einzubremsen [Trail-Braking]. Diese erste Phase der Kurve möchte ich verbessern.»

«Das ist nicht mein natürlicher Fahrstil», gab der Klassen-Neuling zu. «Wenn das Bike größer ist, musst du deine Fahrweise anpassen. In der Moto2-Klasse mit dem 600er-Honda-Motor konnte man wirklich nicht spät bremsen.»

«Es ist meiner Meinung nach fast nicht möglich, das im Training zu trainieren. Ich fahre 1000-ccm-Bikes, aber es ist so anders, dass du nicht wirklich etwas probieren kannst. Das fängt bei der Form des Tanks an, dem Gewicht, dem Einlenkverhalten... Es gibt nichts wie ein MotoGP-Bike. Wenn es so wäre, hätte ich mich schneller angepasst», hielt er lachend fest. «Es ist nicht einfach. Aber ich komme immerhin von einer KTM, vielleicht hilft das.»

Oliveiras Teamkollege Hafizh Syahrin musste sein Media Debrief am Freitag absagen, weil er ins Krankenhaus gebracht wurde. Bereits bei seinem Sturz beim Österreich-GP in Spielberg hatte sich der 25-Jährige eine Gehirnerschütterung zugezogen.

MotoGP, kombinierte Zeitenliste nach FP2, Silverstone:

1. Quartararo, Yamaha, 1:59,225 min
2. Márquez, Honda, + 0,251 sec
3. Viñales, Yamaha, + 0,540
4. Rossi, Yamaha, + 0,712
5. Crutchlow, Honda, + 0,768
6. Dovizioso, Ducati, + 0,885
7. Morbidelli, Yamaha, + 0,958
8. Oliveira, KTM, + 1,135
9. Miller, Ducati, + 1,167
10. Petrucci, Ducati, + 1,203
11. Nakagami, Honda, + 1,267
12. Aleix Espargaró, Aprilia, + 1,272
13. Pol Espargaró, KTM, + 1,366
14. Zarco, KTM, + 1,439
15. Rins, Suzuki, + 1,441
16. Bagnaia, Ducati, + 1,563
17. Iannone, Aprilia, + 1,682
18. Rabat, Ducati, + 2,364
19. Abraham, Ducati, + 2,967
20. Guintoli, Suzuki, + 3,015
21. Syahrin, KTM, + 3,192
22. Lorenzo, Honda, + 3,682

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