Ezpeleta: «Die Welt wird nicht mehr die gleiche sein»

Von Vanessa Georgoulas
MotoGP
Carmelo Ezpeleta

Carmelo Ezpeleta

Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta will die Saison 2020 nicht zu lange laufen lassen, damit die WM im nächsten Jahr nicht negativ beeinflusst wird. «Wir können die Saison in diesem Jahr auch verkürzen.»

Die Zahl der Coronavirus-Infizierten steigt weltweit weiter an, mittlerweile wurden fast 800.000 positive Tests gezählt, mehr als 37.000 Menschen verloren durch die Covid-19-Erkrankung ihr Leben. Besonders schlimm ist die Lage in den USA, in der die Coronavirus-Tests bereits bei 164.266 Menschen positiv ausfielen, alleine am gestrigen Montag kamen mehr als 20.000 neue Fälle dazu.

Aber auch in Europa breitet sich der Sars-CoV-2-Erreger weiter aus, mehr als 100.000 Italiener haben sich infiziert, 11.591 Menschen haben den Virus nicht überlebt. Ein Ende der Ausbreitung ist trotz strenger Gegenmassnahmen nicht in Sicht, und deshalb wagt auch keiner eine Prognose, wann es mit dem normalen Leben und damit mit dem Motorsport wieder weitergehen wird.

Auch Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta hält sich zurück. Kein Wunder, er musste die ersten GP-Wochenenden auch angesichts der Ein- und Ausreisebeschränkungen in vielen GP-Gastgeberländern verschieben. Nachdem der Saisonauftakt der MotoGP-Klasse in Katar bereits ins Wasser gefallen war – die kleineren Klassen waren zu Testzwecken bereits vor Ort und konnten ihre Rennen deshalb durchführen – wurden auch die ursprünglichen Termine für die WM-Runden in Thailand, Texas und Argentinien gestrichen und durch neue ersetzt.

Für den ebenso abgesagten Spanien-GP in Jerez wurde noch kein Ersatztermin gefunden, und das dürfte auch bei den anstehenden Absagen der Rennen in Le Mans (17. Mai) und Mugello (31. Mai) nicht anders sein. Denn Ezpeleta betonte im AS-Interview, dass es keinen Sinn mache, weitere provisorische WM-Kalender zu veröffentlichen, solange nicht klar ist, wann es wieder weitergehen kann.

Der Spanier erklärte auch, dass er die Saison 2020 nicht zu lange laufen lassen wolle, um das Geschehen im kommenden Jahr nicht zu stark zu kompromittieren. «Es hängt stark davon ab, wann wir wieder loslegen können. Es gibt Stimmen, die behaupten, dass mindestens 13 Rennen gefahren werden müssen, damit es eine WM ist, aber das stimmt nicht. Wir werden unser Möglichstes tun, ohne den letzten Teil der Saison zu stark zu verändern, da die Termine für den WM-Schlussspurt schon jetzt sehr dicht beieinander liegen.»

«Wir können die Saison nicht zu stark auf den Winter ausdehnen, und damit die 2021er-Saison stören. Wir können in diesem Jahr auch eine kürzere Saison zusammenstellen, um im nächsten Jahr wieder alle WM-Runden durchführen zu können. Wir werden sehen, wie sich die Lage gestaltet, denn die Welt wird nach dem Virus eine andere sein. Das Wichtigste ist, dass wir uns gut davon erholen», stellte Ezpeleta klar.

Der aktuelle Motorrad-GP-Kalender 2020

08. März: Doha/Q (ohne MotoGP)
17. Mai: Le Mans/F
31. Mai: Mugello/I
07. Juni: Barcelona/E
21. Juni: Sachsenring/D
28. Juni: Assen/NL
12. Juli: KymiRing/SF
09. August: Brünn/CZ
16. August: Red Bull Ring/A
30. August: Silverstone/GB
13. September: Misano/I
27. September: Aragón/E
04. Oktober: Buriram/TH
18. Oktober: Motegi/J
25. Oktober: Phillip Island/AUS
01. November: Sepang/MAL
15. November: Texas/USA
22. November: Las Termas/AR
29. November: Valencia/E

Ohne Datum: Jerez/E

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