MotoGP-WM 2020: 20 Rennen ab Juni unmöglich?

Von Vanessa Georgoulas
MotoGP
Petronas-Yamaha-Teammanager Wilco Zeelenberg

Petronas-Yamaha-Teammanager Wilco Zeelenberg

Petronas-Yamaha-Teammanager Wilco Zeelenberg hält eine WM mit 19 oder 20 Rennen, die erst im Juni oder Juli startet, für inakzeptabel. «Wenn du dich dann verletzt, verpasst du gleich fünf oder sechs Rennen», warnt er.

Der MotoGP-WM-Start wurde durch die Coronavirus-Katastrophe immer weiter verschoben, auch der aktuelle Termin für den Auftakt in Mugello am 31. Mai darf angesichts der anhaltenden Verbreitung des Sars-CoV-2-Erregers stark angezweifelt werden. Denn in Italien haben sich bisher mehr als 115.242 Personen mit dem Coronavirus infiziert, 13.915 haben die Covid-19-Erkrankung nicht überlebt. Alleine am gestrigen Donnerstag wurden 4668 neue Infektionen und 760 Todesopfer gezählt.

Wann die Saison beginnt, wagt keiner vorauszusagen, Petronas-Yamaha-Teammanager Wilco Zeelenberg warnt aber angesichts der weltweiten Entwicklung der Pandemie vor einem zu dichten WM-Programm in der zweiten Saisonhälfte. «Meiner Meinung nach ist es ziemlich schwierig, in dieser Saison 19-20 Rennen zu fahren, wenn wir das Format nicht ein wenig ändern», erklärt der Niederländer im GPspirit-Interview mit Niki Kovacs.

«Wenn wir erst im Juni oder Juli starten und immer noch 20 WM-Runden austragen, wird das für die Fahrer sehr schwierig, wenn nicht gar fast unmöglich, sein. Wenn du dich dann verletzt, verpasst du gleich fünf oder sechs Rennen, und das ist für mich inakzeptabel», fügt der ehemalige GP-Pilot an, der sich gleichzeitig für die Idee stark macht, in Superbike-Manier gleich zwei Rennen pro Wochenende durchzuführen.

«Wenn es wirklich notwendig ist, 15 bis 16 Rennen zu fahren, dann muss man bei zwei WM-Läufen pro Wochenende nur acht Veranstaltungen durchführen, damit man auf 16 Kräftemessen kommt», rechnet Zeelenberg vor. «Man kann also zwei Rennen pro Event fahren, aber welche Länder wählt man? Ich weiss nicht, was wichtiger ist: In vielen Ländern oder möglichst viele Rennen zu fahren.»

20 oder 22 Rennen seien auf jeden Fall «ein Albtraum», wie der 53-Jährige betont. «Wenn wir nicht in der Lage sind, einen Weltmeister nach 15 Rennen zu küren, dann stimmt etwas nicht», schimpft Zeelenberg.

Er weiss aber auch: «Wir alle leben von diesem Produkt namens MotoGP und ich denke, dass die Dorna und die IRTA einen großartigen Job machen. Darauf können wir stolz sein, denn die Meisterschaft ist sehr hart umkämpft und schön. Also geben wir uns in ihre Hände und schauen, was passiert.»

«Wenn wir von Juli bis Dezember Rennen fahren können, können wir immer noch viele GP erleben. Und ich kann mir vorstellen, dass wir dieses Jahr wieder Rennen fahren. Aber im Moment weiss ich nicht, wann wir zum Beispiel wieder fliegen können», stellt Zeelenberg klar.

Der aktuelle Motorrad-GP-Kalender 2020

08. März: Doha/Q (ohne MotoGP
31. Mai: Mugello/I
07. Juni: Barcelona/E
21. Juni: Sachsenring/D
28. Juni: Assen/NL
12. Juli: KymiRing/SF
09. August: Brünn/CZ
16. August: Red Bull Ring/A
30. August: Silverstone/GB
13. September: Misano/I
27. September: Aragón/E
04. Oktober: Buriram/TH
18. Oktober: Motegi/J
25. Oktober: Phillip Island/AUS
01. November: Sepang/MAL
15. November: Texas/USA
22. November: Las Termas
29. November: Valencia/E

Bisher ohne neues Datum: Jerez/E und Le Mans/F

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