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KTM-Test Spielberg: «Nicht als Corona-Rowdys gelten»

Von Günther Wiesinger
Pol Espargaró gestern beim Rausbeschleunigen aus der Kurve 3

Pol Espargaró gestern beim Rausbeschleunigen aus der Kurve 3

Red Bull-KTM organisierte trotz der immer noch strengen Corona-Maßnahmen einen ersten MotoGP-Test in Spielberg. Vor dem Jerez-GP im Juli sollen zwei weitere Tests folgen – dann am liebsten mit allen vier Stammfahrern.

Dem Red Bull KTM-Werksteam gelang gestern in Spielberg als erstem MotoGP-Team 86 Tage nach dem Katar-Test (22. bis 24. Februar) die Rückkehr auf die Rennstrecke. Da in Österreich in den letzten beiden Tagen nur 16 beziehungsweise 34 neue Coronafälle gemeldet wurden und das Land von der Pandemie mit 645 Toten nur mäßig betroffen wurde, haben hier die Lockerungsmaßnahmen bereits nach Ostern begonnen.

«Ich konnte mein Versprechen an die Belegschaft einlösen. Ich habe damals gesagt, wir gehen als erste radikal in den Lockdown, aber wir werden als Erste wieder rausfahren. Und diese Ankündigung haben wir jetzt wahrgemacht», freute sich KTM-Motorsport-Direktor Pit Beirer. «Das hat schon mal Spaß gemacht.»

KTM-MotoGP-Race Manager Mike Leitner wählte für Pol Espargaró und Dani Pedrosa insgesamt 22 Techniker aus, die aus Großbritannien, den Niederlanden, Spanien und Italien anreisten; der Großteil der Mannschaft musste aber nur 242 km von der KTM Factory-Zentrale in Munderfing im Innviertel in die Steiermark reisen. «Wir haben versucht, die Grundmannschaft für diesen Tests mit Mitarbeitern auszuführen, die in der Rennabteilung arbeiten und in der Nähe wohnen. Jede einzelne Person, die nicht aus dem Ausland anreisen musste, war jetzt natürlich jetzt ein Vorteil. Der Großteil dieser Truppe wurde mit unserem MotoGP-Testteam organisiert, das in Munderfing stationiert ist. Wir haben also nicht mit der Originalmannschaft von Pol gearbeitet. Aber wir hatten seinen Crew-Chief Paul Trevathan da, der aus den Niederlanden kam. Und Pol hat sowieso einen österreichischen Mechaniker in seiner Crew. Auch Danis Crew-Chief David Guttierez kam nach Spielberg, der in Spanien lebt. Wir haben vorläufig so wenig Ausländer wie möglich nach Österreich geholt.»

MotoGP-Rookie Brad Binder blieb wegen des Shutdowns in Südafrika stecken. Doch KTM plant im Juni einen weiteren Test in Spielberg, zu dem dann auch Binder anreisen wird. Er soll demnächst in Österreich eintreffen.

Für die erste Juli-Woche ist ein MotoGP-Test in Brünn geplant. Spätestens dort wird auch das MotoGP-Kundenteam von Red-Bull-Tech3 mit Miguel Oliveira und Iker Lecuona mitfahren. Beirer: «Wir hätten Miguel auch diesmal schon gerne dabei gehabt. Aber als wir diesen frühen Test geplant haben, waren die Reiseverbnote noch viel strenger. Deshalb hat es nicht geklappt.»

Auch Ing. Kurt Trieb, der erfolgreiche Motoren-Konstrukteur von KTM, ließ sich den Test nicht entgehen. Beirer: «Wir haben ein großes Stück Normalität gewonnen. Unser Technikchef Kurt Trieb ist aus Scharten bei Wels sogar mit dem Motorrad angereist, um keinerlei Virenrisiken einzugehen.»

«Wir haben einen gewissen organisatorischen Aufwand betrieben, denn wir haben alle Teammitglieder und Techniker vorher auf den Covid-19-Virus getestet. Wir wollten auf keinen als Corona-Rowdys gelten», ergänzte der KTM-Rennchef.

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