Maverick Viñales: Was er von Rossi gelernt hat

Von Nora Lantschner
MotoGP
Valentino Rossi und Maverick Viñales: Die MotoGP-Saison 2020 ist ihre letzte als Teamkollegen

Valentino Rossi und Maverick Viñales: Die MotoGP-Saison 2020 ist ihre letzte als Teamkollegen

«Ich sehe sie nicht als Gefahr, sondern als Extra-Motivation», sagt Yamaha-Werksfahrer Maverick Viñales über seinen aktuellen Teamkollegen Valentino Rossi und dessen Nachfolger Fabio Quartararo.

«Für mich ist es sehr wichtig, im Ziel die erste Yamaha zu sein», stellte Maverick Viñales klar. Der inzwischen 25-jährige Spanier war auch 2019 der einzige Yamaha-Pilot, der in der MotoGP-WM siegreich war – in Assen und Sepang. Die Vertragsverlängerung mit dem japanischen Werksteam, die bereits im Januar bestätigte wurde, bestärkte ihn in seiner Position. Denn ab 2021 wird nicht mehr der neunfache Weltmeister Valentino Rossi, sondern Jungstar Fabio Quartararo die zweite M1 in den Werksfarben steuern.

In der Rolle der vermeintlichen Nummer 1 für Yamaha fühlt sich der WM-Dritte von 2019 wohl: «Ich bin selbstsicher, aber auch ruhig. Ich fühle mich bereit, aber mir ist auch bewusst, dass es bei Yamaha keine Nummer 1 gibt, nur die Ergebnisse auf der Strecke zählen. Ich war auf der Suche nach Stabilität und die habe ich gefunden. In der Vergangenheit habe ich ziemlich oft Team gewechselt, das gab mir nicht das Gefühl, meine Crew hinter mir zu haben. Es war wichtig für mich, dieses Team-Gefühl zu stärken, damit ich die volle Unterstützung spüre und nur an das Fahren denken kann.»

Was aber ist gefährlicher: Die Erfahrung von Rossi (41) oder der Hunger von Quartararo (21)? «Ich sehe sie nicht als Gefahr, sondern als Extra-Motivation, um schneller zu werden», entgegnete Viñales im Interview mit «Cycle World». «Einen schnellen Fahrer wie Valentino in der Box zu haben, oder im nächsten Jahr Quartararo, wird uns helfen, die M1 weiterzuentwickeln», ist er überzeugt.

Vor der letzten gemeinsamen Saison mit dem «Dottore» im Team zog der Spanier Bilanz: «Valentino hat großen Einfluss auf unseren Sport und auch auf die Yamaha-Organisation. Ich glaube, wir haben gut zusammengearbeitet und viel gelernt. Ich habe meine Hausaufgaben gemacht und das Vertrauen und meinen Platz im Team mit den Ergebnissen auf der Strecke verdient. Als ich zu Yamaha kam, konnte ich auf Anhieb schnell sein, das hat mir sehr geholfen. Aber Rossi war mein Kindheitsidol und für mich war es eine Extra-Motivation, mit ihm zu fahren.»

Besonders eine Eigenschaft schaute sich der 23-fache GP-Sieger vom italienischen Superstar ab: «Die Saison 2018 war für uns alle sehr schwierig. Ich habe viel von ihm gelernt, vor allem seine Fähigkeit positiv zu bleiben – mit einem Lächeln im Gesicht, auch wenn die Dinge schiefliefen.»

Niederlagen ärgern Viñales zwar immer noch, «denn am Ende ist das einfach mein Charakter, aber ich habe gelernt, damit umzugehen», versicherte er. «Ich glaube, dieses Temperament braucht man, aber ich gleiche es mit einem Lächeln im Gesicht aus. Mir ist auch bewusst, dass wir ein Team sind und ein Sieg das Ergebnis vieler Faktoren ist.»

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