Fabio Quartararo: «Auf unser Ziel konzentrieren»

Von Nora Lantschner
MotoGP
Fabio Quartararo sprach vier Tage nach seinem ersten MotoGP-Sieg über die nächste Aufgabe

Fabio Quartararo sprach vier Tage nach seinem ersten MotoGP-Sieg über die nächste Aufgabe

MotoGP-WM-Leader Fabio Quartararo will sich vom Gerede um die Rückkehr von Marc Márquez genauso wenig aus der Ruhe bringen lassen wie vom technischen Problem an der Yamaha M1 von Valentino Rossi.

Fabio Quartararo musste seinen ersten MotoGP-Sieg am Sonntag erst einmal sacken lassen. Hat sich im Leben des 21-Jährige nun etwas verändert? «Im Moment hat sich nichts verändert», winkte er in Jerez vier Tage nach seinem Premieren-Erfolg lachend ab. «Es war natürlich ein großartiges Gefühl. Ich hatte nicht wirklich den Druck, gewinnen zu müssen, aber als ich dann mein erstes Rennen gewonnen hatte, habe ich gesehen, dass etwas Druck weggefallen ist. Das ist sehr positiv», verriet er.

Der Fokus des Petronas-Yamaha-Jungstars galt aber schnell wieder der nächsten Aufgabe – dem Andalusien-GP: «Nach den Teamfotos war das Erste, was wir gemacht haben, ein Briefing mit dem Team, um zu versuchen, sich noch mehr zu verbessern und die kleinen Details zu finden, die noch mehr den Unterschied machen können.»

Denn auch der zweite Teil des Doppel-Events wird den MotoGP-Stars im andalusischen Hochsommer alles abverlangen. Der Franzose hofft aber, dass es nach der Auftakt-Hürde etwas leichter sein könnte: «Es war körperlich ziemlich anstrengend, es waren doch sieben Monate seit dem letzten Rennen in Valencia vergangen. Und das erste Rennen ist immer härter, für das zweite ist man es dann ein bisschen mehr gewohnt. Aber mit der Hitze wird es wieder hart werden.»

Nach den erfolgreich bestandenen medizinischen Checks sieht es auch danach aus, als wäre das MotoGP-Feld für den zweiten Grand Prix des Jahres wieder vollzählig. Neben Titelverteidiger Marc Márquez (Oberarmbruch) wurden auch Alex Rins (Schulterluxation) und Cal Crutchlow (Kahnbeinbruch) wieder für fit erklärt. «Nicht nur Marc, auch Alex und Cal sind zurück. Cal hatte die OP auch erst vor zwei Tagen. Als Fahrer willst du immer so schnell wie möglich zurückkehren. Sicher werden sie ihr Maximum geben, mit den Schmerzen. Ich bin so glücklich, dass sie an diesem Wochenende wieder dabei sind», betonte Quartararo.

Schon als die WM-Saison Corona-bedingt verkürzt wurde, kam das Thema auf, ob der Titel 2020 nicht weniger wert sein könnte. Durch die Verletzung des sechsfachen MotoGP-Champions stellen einige Beobachter die Frage nun vermehrt. Wie steht der WM-Leader dazu? «Am Ende müssen wir uns auf unser Ziel konzentrieren: In jedem einzelnen Rennen unser Bestes zu geben. Wenn die WM also nur aus zehn Rennen bestehen sollte, dann gilt es, in zehn Rennen das Beste zu geben», hielt er fest. «Am Ende musst du dich auf dich selbst konzentrieren und nicht auf die anderen Fahrer schauen.»

Dass sein Markenkollege Valentino Rossi die M1 am vergangenen Sonntag frühzeitig abstellen musste, beschäftigt Quartararo demnach auch nicht: «Ich hatte das Wochenende überhaupt kein Problem mit dem Motor, im Moment fühle ich mich zu 100 Prozent sicher.»

Obwohl Quartararo 2020 auf einer Yamaha in der Werks-Spezifikation sitzt, ist er als Fahrer im Yamaha-Kundenteam Petronas SRT auch in der Wertung der Independent Team Rider gelistet. Was hält er selbst davon? «Um ehrlich zu sein, ich schaue nicht wirklich darauf, wo ich in der Satelliten-Team-Wertung bin. Am Ende interessiert dich deine Position in der WM-Wertung. Und wenn ich in einem Rennen fünf Werksfahrer vor mir habe, dann wäre ich auch nicht glücklich, nur weil ich der erste Independent-Team-Fahrer bin. Das ist mehr für die Teams als für die Fahrer.»

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