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Marc Márquez: Fans hoffen auf Comeback in Catalunya

Honda hat zwar verlautbart, dass bis zum Comeback von Marc Márquez noch viel Zeit vergehen wird. Aber aus Spanien ist zu hören: Der Champion plant die Teilnahme am Catalunya-GP am 27. September.

MotoGP

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Marc Márquez steht nach fünf Grand Prix in diesem Jahr in der WM-Tabelle noch mit leeren Händen da. Der sechsfache MotoGP-Weltmeister wird auch auf die Wettbewerbe in Misano (13. und 20. September) verzichten, aber dann eventuell nach beim Katalonien-GP in Montmeló (25. bis 27. September) in die WM zurückkehren.

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Der Repsol-Honda-Star war am 19. Juli beim Spanien-GP in Jerez nach einem 160-km/h-Ausritt ins Kiesbett und einer spektakulären Aufholjagd, die ihn bis auf Platz 3 hinter Quartararo und Viñales brachte, mit einem wilden Highsider abgeflogen. Diagnose: rechter Oberarm gebrochen. Es war die schwerste Verletzung des 27-jährigen Spaniers seit Beginn seiner Karriere.

Márquez ließ sich am Dienstag (21.7.) bei Dr. Xavier Mir operieren und nahm vier Tage später am Samstag beim Andalusien-GP am FP3 und FP4 teil. Er verlor im dritten freien Training als 19. nicht weniger als 1,298 sec auf Platz 1, im vierten Training als 16. immer noch 0,999 sec.

Im Qualifying 1 rollte der Champion nach der "out lap" an die Box – er streckte die Waffen.

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Acht Tage später meldeten Honda und Marc Márquez den Bedarf einer neuen Operation, nach einem "Haushaltsunfall" sei die Platte gebrochen, wurde berichtet.

Er habe eine Terrassentür geöffnet, die dann ins Rauminnere gefallen sei, bei einer ungeschickten Bewegung sei die Platte am lädierten Oberarm in Mitleidenschaft gezogen worden, berichtete Marc Márquez. Die Platte musste am 3. August ersetzt werden.

In Spanien hält sich aber hartnäckig die Vermutung, der Honda-Star sei bei einem Motorradtraining gestürzt. Denn es existiert ein Skype-Interview mit Márquez, bei dem er berichtet, die Ärzte hätten ihm nach der ersten Operation das Motorradfahren und andere starke Belastungen erlaubt.

Wie auch immer: Beim Österreich-GP reagierte HRC auf allerlei Spekulation in Bezug auf das Comeback von Marc Márquez und kündigte an, sein Comeback werde sich um "zwei bis drei Monate" bis zur vollständigen Genesung verzögern.

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Bei den beiden Misano-GP wird auf jeden Fall Stefan Bradl als Teamkollege von Alex Márquez antreten. "Wir bekommen immer wieder neue Teile und müssen mehr aus der 2020-Honda herausholen, das ist unsere dringendste Aufgabe", sagt Testfahrer Bradl. Als größte Schwachstelle wird die fehlende Traktion am Hinterrad bezeichnet.

Furchtbar: Die Honda-Werksfahrer Alex Márquez, Cal Crutchlow und Stefan Bradl beendeten den Steiermark-GP auf den Rängen 16, 17 und 18, ohne nennenswerte Zwischenfälle.

Inzwischen wird Seriensieger Honda im Paddock schon verspottet. Denn Platz 5 unter 6 Herstellern in der Marken-WM ist nicht gerade ein Ruhmesblatt für den größten Motorradhersteller der Welt.

Immerhin wird Honda 2021 von der Schmach verschont bleiben, gemeinsam mit der erfolglosen Aprilia-Mannschaft als "concession team" anzutreten, wie bisher Neueinsteiger KTM. Denn während des Lockdowns haben die Werke in der MSMA vereinbart, dass wegen der verkürzten Saison keine Privilegien (zum Beispiel: zwei Motoren mehr pro Fahrer und Saison) neu errungen werden können.

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Honda kann also zumindest beim Motor (wie alle anderen Werke außer Aprilia) bis zum Saisonende 2021 keine Updates an die Strecke bringen.

Unterdessen ist man nicht nur bei Honda gespannt, was Marc Márquez nach seiner Rückkehr mit der aktuellen Honda RC213V bewerkstelligen kann. Nicht nur Sponsor Repsol hofft auf ein Comeback von Marc beim Heimrennen beim Catalunya-GP. Denn bis dahin wären seit der zweiten OP immerhin acht Wochen vergangen. Es wäre die halbe Saison vorbei, aber der Titelverteidiger könnte sein Bike noch in Ruhe auf die Saison 2021 vorbereiten.

Immerhin sauste Marc beim Spanien-GP auf den dritten Startplatz, er war dort im Quali 0,591 sec schneller als Cal Crutchlow auf der zweitbesten Honda.

Und beim Österreich-GP 2019 blieb Marc im Qualifying 2 um 0,717 sec schneller als Crutchlow. Wenn er diesen Abstand auch 2020 eingehalten hätte, wäre am 23. August mit 1:23,684 min auf dem fünften Startplatz gestanden – vor Jack Miller, der Zweiter wurde.

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Das bedeutet: Marc Márquez darf man zutrauen, nach seiner Rückkehr um Podestplätze zu fighten. Denn beim Chassis, beim Set-up und der Elektronik können die Honda-Ingenieure Optimierungen vornehmen – und notfalls vermehrt auf Daten von 2019 zurückgreifen. Bei Zwei-Tages-Test in Misano von Stefan Bradl wurden wertvolle Erkenntnisse gewonnen.

Mit dem 2019-Motorrad hat sogar Takaaki Nakagami schon einen vierten Platz errungen, der bisher nicht als kommender Weltmeister galt.

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