Maverick Viñales (Yamaha): Test-Show trotz Sturz

Von Johannes Orasche
MotoGP
Maverick Viñales

Maverick Viñales

Yamaha-Werksfahrer Maverick Viñales gelang am Dienstag beim MotoGP-Test eine beeindruckende Revanche für P6 am Rennsonntag und pulverisierte die Zeiten vom Wochenende.

Maverick Viñales wetzte am Dienstag auf dem World Circuit Marco Simoncelli bei hohen Temperaturen wie angestachelt um die Piste und kam schließlich auf eine Bestzeit von 1:31,532 - trotz eines Ausrutschers. Damit war der Spanier bereits um knapp drei Zehntel vor dem Rest des Feldes und im Renntrimm an seiner Pole-Zeit vom Samstag dran. Dem Vierten Pol Espargaró (Red Bull-KTM) nahm er schon 0,5 Sekunden ab.

Zur Erinnerung: Viñales wurde am Sonntag in einem völlig verpatzten Rennen von der Pole auf Platz 6 durchgereicht. Vinales fuhr in Summe am Dienstag 92 Runden. «Ich bin immer noch wenig enttäuscht darüber, was am Wochenende passiert ist, weil wir auch heute stark waren», jammert Viñales. «Sogar nach dem Sturz habe ich sofort wieder eine schnelle Runde hinlegen können. Ich kam dann sogar auf 1:31,5 min.»

Viñales probierte einen neuen Hinterreifen, ein adaptiertes Chassis, eine neue Daumenbremse für das Hinterrad und einige neue Schwingen-Optionen. Das Chassis brachte keine Verbesserung, Yamaha bleibt somit beim Status-Quo. «Die Top-Zeit bin ich mit unseren anderen neuen Teilen gefahren. Ich fühle, dass diese Dinge mir helfen können, um etwas für das Rennen im Talon zu haben. Das Bike war schon am Wochenende gut und es ist schwer, das noch zu verbessern. Mit dem neuen Teil kann ich die gleichen Zeiten fahren, mich dabei aber mehr entspannen. Das ist ein positives Zeichen. Das heißte, wenn ich Druck machen müsste, könnte ich vielleicht noch ein wenig schneller sein.»

Zudem verrät Viñales: «Wir konnten das Problem mit dem Graining beim Medium-Reifen lösen, das mich am Sonntag gebremst hat. Wir werden daher sicher versuchen, noch mehr mit dem Medium-Reifen zu fahren. Aber auch der Soft-Reifen hat gut funktioniert. Ich konnte viele Runden fahren und ich habe die Session mit einigen niedrigen 1:32er-Zeiten beendet, was wirklich gut für uns ist. Wir müssen nur verstehen, warum ich während des Rennens Grip verliere und mich fühle, als würde ich auf Eis fahren. Wenn das erledigt ist, dann kann ich sehr schnell fahren ohne am Limit zu sein.»

Misano-Test, 15. September, kombiniert:

1. Viñales, Yamaha, 1:31,532 min
2. Nakagami, Honda, 1:31,803
3. Zarco, Ducati, 1:31,899
4. Pol Espargaró, KTM, 1:32,054
5. Rins, Suzuki, 1:32,114
6. Mir, Suzuki, 1:32,162
7. Bagnaia, Ducati, 1:32,207
8. Dovizioso, Ducati, 1:32,290
9. Quartararo, Yamaha, 1:32,336
10. Binder, KTM, 1:32,453
11. Alex Márquez, Honda, 1:32,480
12. Miller, Ducati, 1:32,510
13. Oliveira, KTM, 1:32,529
14. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:32,535
15. Smith, Aprilia, 1:32,590
16. Petrucci, Ducati, 1:32,679
17. Rossi, Yamaha, 1:32,946
18. Rabat, Ducati, 1:33,306

Ergebnis, MotoGP, 13.9., San Marino-GP

1. Morbidelli, Yamaha, 27 Runden in 42:02,,272 (= 162,8 km/h)
2. Bagnaia, Pramac Ducati, + 2,217 sec
3. Mir, Suzuki, + 2,290
4. Rossi, Yamaha, + 2,643
5. Rins, Suzuki, + 4,044
6. Viñales, Yamaha, + 5,383
7. Dovizioso, Ducati, + 10,358
8. Miller, Pramac Ducati, + 11,155
9. Nakagami, Honda, + 10,839 (eine Position zurückversetzt)
10. Pol Espargaró, KTM, +12,030
11. Oliveira, KTM, + 12,376
12. Binder, KTM, + 12,405
13. Aleix Espargaró, Aprilia, + 15,142
14. Lecuona, KTM, + 19,914
15. Zarco, Ducati, + 20,152
16. Petrucci, Ducati, + 22,094
17. Alex Márquez, Honda, + 22,473
18. Bradl, Honda, + 37,856
19.
Smith, Aprilia, + 1:18,831 min

Fahrer-WM nach 6 von 14 Rennen

1. Dovizioso 76 Punkte. 2. Quartararo 70. 3. Miller 64. 4. Mir 60. 5. Viñales 58. 6. Rossi 58. 7. Morbidelli 57. 8. Binder 53. 9. Nakagami 53. 10. Oliveira 48. 11. Pol Espargaró 41. 12. Rins 40. 13. Zarco 31. 14. Bagnaia 29. 15. Petrucci, 25.

Konstrukteurs-WM nach 6 von 14 Rennen

1. Yamaha 113 Punkte. 2. Ducati 107. 3. KTM 88. 4. Suzuki 73. 5. Honda 53. 6. Aprilia 23.

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