Vorfreude auf Analyse mit Zigarre: Cal Crutchlow (7.)

Von Maximilian Wendl
Cal Crutchlow ist auf Abschiedstournee im GP-Zirkus

Cal Crutchlow ist auf Abschiedstournee im GP-Zirkus

Das Grand-Prix-Wochenende von Cal Crutchlow spielt nach seiner Vertragsunterzeichnung bei Yamaha als Testfahrer eine eher untergeordnete Rolle. Er erklärt seine Gründe, will sich aber gebührend von Honda verabschieden.

Nachdem Cal Crutchlow am Donnerstagnachmittag noch herumgedruckst hatte, ist inzwischen die Tinte trocken. Der Brite wird 2021 als Testfahrer bei Yamaha fungieren. In seiner Presserunde drehte sich demnach alles um sein künftiges Engagement und nicht um den ersten Trainingstag in Valencia, den Crutchlow auf dem siebten Platz beendete.

Er begründet seine Entscheidung so: «Ich habe mich für den Job als Testfahrer entschieden, weil ich darauf Lust habe und nicht, um 2021 Wildcard-Einsätze zu bekommen. Ich habe in meiner Karriere meine eigenen Erwartungen übertroffen und ich habe die Zeit im GP-Zirkus genossen. Es ist an der Zeit, etwas Neues zu beginnen.»

Ein Grund für seine Entscheidung ist aber auch die lädierte Schulter, die in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder Probleme bereitet hatte, und andere Verletzungen.

Crutchlow sagt: «Ich habe ziemliche Schmerzen. In der vergangenen Woche war es nicht so schlimm, aber das lag an den Bedingungen. Ich musste den Lenker nicht so sehr bedienen. Trotzdem habe ich heute eine gute Leistung abgeliefert, finde ich. Ich bin mit den Schmerzen in dieser Saison ganz gut umgegangen und habe mich von allen Verletzungen rasch erholt. Ich weiß nicht, ob ich es noch einmal schaffen würde, über 21 Rennen durchzuhalten. Das wäre wirklich schwierig für mich. Ich möchte mich nicht in diese Situation bringen und ich möchte auch nicht nach jedem Wochenende nach Hause kommen und permanent eine Reha absolvieren müssen.»

Nun ist es so, dass sich die Yamaha-Fahrer geschlossen auf den Rückkehrer freuen. Crutchlow fuhr zwischen 2011 und 2013 drei Jahre lang eine Yamaha für das Tech3-Team.

Der 35-Jährige sagt weiter: «Es geht nicht darum, mich bei Yamaha einfach nur umzuschauen. Ich möchte helfen. Ich habe auf einer alten Yamaha Erfahrung sammeln können, ich bin mit Ducati und Honda gefahren. Ich bin in der Lage, Dinge zu erkennen, die gut laufen und Dinge, die nicht gut laufen. Ich kann ziemlich schnell Sachen erkennen und dieses Wissen habe ich auch bei Honda eingebracht. Ich freue mich, dass Yamaha das erkannt hat und auf meine Fähigkeiten baut.»

Dennoch will sich der Routinier gebührend verabschieden. «Ich bin Honda dankbar für die Zeit, die ich hier verbringen durfte. Ich möchte die Aufgabe ordentlich beenden.»

In seiner neu gewonnen Freizeit will sich Crutchlow dann um sein Rennrad kümmern, Zigarren rauchen und seine Freunde Jack Miller und Sam Lowes, die er im Fahererlager zurücklässt, foppen. «Ich freue mich darauf, sie nach den Trainings anzurufen und ihnen auf die Nerven zu gehen, während sie sich nicht revanchieren können. Ich werde vor dem Fernseher sitzen, eine Zigarre rauchen und ihnen sagen, was sie falsch gemacht haben.»

MotoGP, Valencia-GP, kombinierte Zeitenliste nach FP2 (13.11.)

1. Miller, Ducati, 1:30,622 min
2. Nakagami, Honda, + 0,091 sec
3. Bagnaia, Ducati, + 0,120
4. Pol Espargaró, KTM, + 0,199
5. Zarco, Ducati, + 0,277
6. Dovizioso, Ducati, + 0,304
7. Crutchlow, Honda, + 0,308
8. Morbidelli, Yamaha, + 0,322
9. Rins, Suzuki, + 0,325
10. Viñales, Yamaha, + 0,346
11. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,367
12. Mir, Suzuki, + 0,458
13. Bradl, Honda, + 0,484
14. Petrucci, Ducati, + 0,608
15. Binder, KTM, + 0,639
16. Quartararo, Yamaha, + 0,704
17. Oliveira, KTM, + 0,708
18. Rossi, Yamaha, + 0,749
19. Alex Márquez, Honda, + 0,749
20. Rabat, Ducati, + 1,436
21. Savadori, Aprilia, + 1,771

Keine Rundenzeit:
Iker Lecuona, KTM

MotoGP, Valencia-GP, Ergebnis FP2 (13.11.)

1. Miller, Ducati, 1:30,622 min
2. Nakagami, Honda, + 0,091 sec
3. Bagnaia, Ducati, + 0,120
4. Pol Espargaró, KTM, + 0,199
5. Zarco, Ducati, + 0,277
6. Dovizioso, Ducati, + 0,304
7. Crutchlow, Honda, + 0,308
8. Rins, Suzuki, + 0,325
9. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,367
10. Maverick Viñales, Yamaha, + 0,440
11. Mir, Suzuki, + 0,458
12. Bradl, Honda, + 0,484
13. Morbidelli, Yamaha, + 0,503
14. Petrucci, Ducati, + 0,608
15. Binder, KTM, + 0,639
16. Quartararo, Yamaha, + 0,704
17. Oliveira, KTM, + 0,708
18. Rossi, Yamaha, + 0,749
19. Alex Márquez, Honda, + 0,749
20. Rabat, Ducati, + 1,436
21. Savadori, Aprilia, + 1,771

Keine Rundenzeit:
Iker Lecuona, KTM

MotoGP in Valencia, 13.11., Zeiten nach FP1:

1. Nakagami, 1:30,829
2. Morbidelli, Yamaha, +0,115
3. Viñales, Yamaha, +0,139
4. Pol Espargaró, KTM, +0,223
5. Aleix Espargaró, Aprilia, +0,341 sec
6. Zarco, Ducati, + 0,468
7. Dovizioso, Ducati, + 0,581
8. Mir, Suzuki, + 0,607
9. Oliveira, KTM, + 0,657
10. Bradl, Honda, + 0,685
11. Rins, Suzuki, + 0,699
12. Miller, Ducati, + 0,712
13. Rossi, Yamaha, + 0,716
14. Crutchlow, Honda, + 0,743
15. Alex Márquez, Honda, 0,769
16. Quartararo, Yamaha, +0,809
17. Binder, KTM, + 0,849
18. Petrucci, Ducati, + 0,976
19. Bagnaia, Ducati, + 0,999
20. Rabat, Ducati, + 1,369
21. Savadori, Aprilia + 1,943

keine Rundenzeit:
Iker Lecuona, KTM

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