Brad Binder (KTM/5.): «Ziele auf einen Podestplatz»

Von Isabella Wiesinger
MotoGP
Brad Binder in Portimão

Brad Binder in Portimão

In Portimão liegen beide Werks-KTM innerhalb der Top-Acht, Brad Binder verlor nur 0,280 sec auf Johann Zarco. Und er bedauert den Weggang von Pol Espargaró bei KTM.

«Am Vormittag habe ich mich nicht wohlgefühlt, aber am Nachmittag haben wir einen grossen Fortschritt gemacht», erzählte der Südafrikaner. «Wir haben unterschiedliche Reifen und Set-ups ausprobiert, aber es gibt auch einige Dinge, an denen wir morgen noch arbeiten müssen. Ich hoffe, dass wir dann noch weiter nach vorne kommen.»

Der KTM-Testfahrer Dani Pedrosa hat auf dem Autódromo Internacional do Algarve am 7./8. Oktober mit der RC16 getestet und Binders KTM-Kollege Miguel Oliveira lebt in der Nähe. Binder selbst war schon mit einem Superbike auf der Strecke unterwegs. «Ich bin froh, dass wir die Daten von Dani hatten und auch Miguel konnte mir einiges über die Strecke erzählen. Wenn ich sie noch nicht gekannt und all diese Infos nicht gehabt hätte, hätte ich die Strecke an einem Tag ganz neu lernen müssen.»

Binder: «Zudem ist die Piste mit der MotoGP-Maschine komplett anders als zu fahren als mit dem Superbike. Es hat einige Runden gedauert, bis ich mich daran gewöhnt hatte. Generell bin ich sehr zufrieden mit dem ersten Tag; am Samstag möchte ich an meinem Rhythmus arbeiten.»

Die MotoGP-Training-Sessions am Freitag in Portugal dauerten länger als üblich – 70 statt 45 Minuten. So hatten die Fahrer mehr Zeit, um sich an die für einige gänzlich unbekannte Strecke zu gewöhnen. «Es war cool, dass wir heute mehr Zeit hatten, weil wir so mehr unterschiedliche Reifen und Settings ausprobieren konnten. Normalerweise sind aber 45 Minuten schon sehr lang», meinte Binder.

«Ich denke, dass das Rennen für den Hinterreifen besonders schwierig wird», überlegte der KTM-Pilot. «Er kommt hier oft an seine Grenzen, vor allem in den letzten zwei Kurven. Im Rennen wird es also darum gehen, den Hinterreifen zu schonen. Welche Reifen am besten auf Renndistanz funktionieren, müssen wir morgen herausfinden.»

In Portimão fährt Brad Binder ein letztes Mal mit Pol Espargaró als Teamkollegen, ehe dieser nächste Saison zu Repsol Honda wechselt. Binder bedauert diesen Transfer: «Pol war eine super Referenz für mich dieses Jahr, weil er bei fast jedem Rennen sehr schnell war. Ich habe die Zeit mit ihm genossen und werde ihn sicherlich vermissen.»

Sollte sich Binder sich am Sonntag den zehnten Platz sichern können oder sogar weiter vorne landen, wird er Rookie des Jahres in der Königsklasse, welbst wenn Gegner Alex Márquez gewinnt. 

Der Moto3-Weltmeister von 2016  war das heute gar nicht bewusst. «Darauf habe ich mich bisher gar nicht konzentriert», lachte er. «Ich möchte mit einem guten Resultat in die Winterpause gehen. Ich gehe lieber ein Risiko ein und ziele auf einen Podestplatz, als dass ich vorsichtig innerhalb der Top-Ten herumfahre, um den Rookie-Titel mit nach Hause zu nehmen.»

Ergebnisse MotoGP, kombinierte Zeiten nach FP2, Portimão

1. Zarco, Ducati, 1:39,417 min
2. Viñales, Yamaha, + 0,119 sec
3. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,228
4. Quartararo, Yamaha, + 0,275
5. Binder, KTM, + 0, 280
6. Mir, Suzuki, + 0,315
7. Dovizioso, Ducati, + 0,324
8. Pol Espargaró, KTM, + 0,366
9. Miller, Ducati, + 0,403
10. Morbidelli, Yamaha, + 0,471
11. Bradl, Honda, + 0,492
12. Nakagami, Honda, + 0,522
13. Oliveira, KTM, + 0,529
14. Crutchlow, Honda, + 0,549
15. Bagnaia, Ducati, + 0,560
16. Savadori, Aprilia, + 0,668
17. Rins, Suzuki, + 0,796
18. Márquez, Honda, + 0,921
19. Petrucci, Ducati, + 1,190
20. Rabat, Ducati, + 1,839
21. Rossi, Yamaha, + 1,862
22. Kallio, KTM, + 2,409

Ergebnisse MotoGP FP1, Portimão:

1. Oliveira, KTM, 1:40,122 min
2. Viñales, Yamaha, + 0,040 sec
3. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,114
4. Savadori, Aprilia, + 0,175
5. Pol Espargaró, KTM, + 0,558
6. Crutchlow, Honda, + 0,573
7. Mir, Suzuki, + 0,734
8. Quartararo, Yamaha, + 0,755
9. Nakagami, Honda, + 0,756
10. Bradl, Honda, + 0,798
11. Rins, Suzuki, + 0,838
12. Dovizioso, Ducati, + 0,839
13. Morbidelli, Yamaha, + 1,045
14. Zarco, Ducati, + 1,059
15. Alex Márquez, + 1,106
16. Miller, Ducati, + 1,149
17. Bagnaia, Ducati, + 1,311
18. Petrucci, Ducati, + 1,806
19. Rossi, Yamaha, + 1,824
20. Binder, KTM, + 1,960
21. Rabat, Ducati, + 3,032
22. Kallio, KTM, + 3,788

Zum Vergleich Portimão-Test, 7. und 8. Oktober 2020:

1. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:40,170 min.
2. Michele Pirro, Ducati, 1:40,435
3. Stefan Bradl, Honda, 1:40,833
4. Bradley Smith, Aprilia, 1:41,112
5. Sylvain Guintoli, Suzuki, 1:41,153
6. Lorenzo Savadori, Aprilia, 1:41,483
7. Dani Pedrosa, KTM, 1:41,627
8. Jorge Lorenzo, Yamaha, 1:43,163
9. Maverick Viñales, Yamaha, 1:43,699*
10. Miguel Oliveira, KTM, 1:44,700*
11. Brad Binder, KTM, 1:44,820*

* auf Superbike-Maschinen

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