Stefan Bradl (11.): «Boxentafel mit P1 als Highlight»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Stefan Bradl in Portimão

Stefan Bradl in Portimão

Stefan Bradl unterbot seine Portimão-Zeit vom Oktober heute um 1,1 sec und hielt mit den weltbesten Piloten tadellos mit.

Stefan Bradl hatte sich ausgerechnet, dass er im ersten Training auf dem «Autódromo Internacional do Algarve» durch seine Streckenkenntnisse leichte Vorteile haben würde, die Gegner aber dann rasch aufholen würden. Doch nach Platz 10 im FP1 lag Bradl im FP2 mit 1:40,584 min sogar geraume Zeit an erster Stelle, dann fiel er zurück und sicherte sich mit 1:40,240 min 15 Minuten vor dem Ende noch einmal den dritten Platz, ehe er sich auf 1:39,909 min steigerte und damit fünf Minuten vor dem Ende der 70-Minuten-Session noch Platz 7 innehatte. Diese Zeit reichte nach der karierten Flagge für den starken elften Gesamtrang. Immerhin winkt jetzt eine gute Chance auf den Einzug ins Q2, was dem Repsol-Honda-Werksfahrer 2020 noch nie gelungen ist.

«Es ist heute nicht so schlecht gelaufen. Am besten hat mir gefallen, als ich im FP1 an meiner Boxentafel vorbeigerauscht bin und P1 gesehen habe. Das ist heute im FP1 und auch im FP2 einige Runden lang der Fall gewesen. Diese Augenblicke habe ich genossen.»

«Insgesamt war das ein positiver Tag, denn wir sind schnell auf gute Rundenzeiten gekommen und waren in beiden Sessions konkurrenzfähig. Ich bin zwar im Oktober zum Testen hier gewesen, aber zu Beginn eines offiziellen GP-Trainings ist es auf einer neuen Piste immer knifflig. Außerdem sind seither einige Wochen vergangen. Doch das Motorrad hat gut funktioniert, es ist nur ein bisschen schade, dass wir nicht in den Top-Ten geblieben sind, sonst wären wir vielleicht schon auf dem Weg ins Q2, wenn morgen die Verhältnisse in der Früh schlechter sind. Aber wir haben im FP3 noch eine gute Chance.»

«Heute war einmal ausschlaggebend, sich durch im Dickicht der vielen Reifen-Compounds einen Überblick zu verschaffen. Wir haben hier sehr viele Mischungen zur Verfügung. Aber es sieht so aus, als seit der Belag noch ziemlich dreckig gewesen. Deshalb müssen wir im FP3 noch herausfinden, welche Reifen wir im 25-Runden-Rennen nehmen sollen.»

Lässt sich Portimão mit einer anderen GP-Piste vergleichen? Bradl: «Die Berg- und Tal-Abschnitte erinnern ein bisschen an Laguna Seca. Aber diese beiden Pisten sind sehr speziell, man kann sie eigentlich nicht vergleichen. Man hat auf dieser Strecke sechs Linkskurven und neun Rechtskurven, und in jeder Kurve kannst du Zeit herausholen, wenn du genug Speed in die Kurve mit nehmen kannst, und in diesem Bereich konnten wir uns heute ein bisschen verbessern. Deshalb war 1, 1 sec schneller als im Oktober.»

Ergebnisse MotoGP, kombinierte Zeiten nach FP2, Portimão

1. Zarco, Ducati, 1:39,417 min
2. Viñales, Yamaha, + 0,119 sec
3. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,228
4. Quartararo, Yamaha, + 0,275
5. Binder, KTM, + 0, 280
6. Mir, Suzuki, + 0,315
7. Dovizioso, Ducati, + 0,324
8. Pol Espargaró, KTM, + 0,366
9. Miller, Ducati, + 0,403
10. Morbidelli, Yamaha, + 0,471
11. Bradl, Honda, + 0,492
12. Nakagami, Honda, + 0,522
13. Oliveira, KTM, + 0,529
14. Crutchlow, Honda, + 0,549
15. Bagnaia, Ducati, + 0,560
16. Savadori, Aprilia, + 0,668
17. Rins, Suzuki, + 0,796
18. Márquez, Honda, + 0,921
19. Petrucci, Ducati, + 1,190
20. Rabat, Ducati, + 1,839
21. Rossi, Yamaha, + 1,862
22. Kallio, KTM, + 2,409

Ergebnisse MotoGP FP1, Portimão:

1. Oliveira, KTM, 1:40,122 min
2. Viñales, Yamaha, + 0,040 sec
3. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,114
4. Savadori, Aprilia, + 0,175
5. Pol Espargaró, KTM, + 0,558
6. Crutchlow, Honda, + 0,573
7. Mir, Suzuki, + 0,734
8. Quartararo, Yamaha, + 0,755
9. Nakagami, Honda, + 0,756
10. Bradl, Honda, + 0,798
11. Rins, Suzuki, + 0,838
12. Dovizioso, Ducati, + 0,839
13. Morbidelli, Yamaha, + 1,045
14. Zarco, Ducati, + 1,059
15. Alex Márquez, + 1,106
16. Miller, Ducati, + 1,149
17. Bagnaia, Ducati, + 1,311
18. Petrucci, Ducati, + 1,806
19. Rossi, Yamaha, + 1,824
20. Binder, KTM, + 1,960
21. Rabat, Ducati, + 3,032
22. Kallio, KTM, + 3,788

Zum Vergleich Portimão-Test, 7. und 8. Oktober 2020:

1. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:40,170 min.
2. Michele Pirro, Ducati, 1:40,435
3. Stefan Bradl, Honda, 1:40,833
4. Bradley Smith, Aprilia, 1:41,112
5. Sylvain Guintoli, Suzuki, 1:41,153
6. Lorenzo Savadori, Aprilia, 1:41,483
7. Dani Pedrosa, KTM, 1:41,627
8. Jorge Lorenzo, Yamaha, 1:43,163
9. Maverick Viñales, Yamaha, 1:43,699*
10. Miguel Oliveira, KTM, 1:44,700*
11. Brad Binder, KTM, 1:44,820*

* auf Superbike-Maschinen

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