Lin Jarvis (Yamaha): «Stehen vor einer Wachablösung»

Von Maximilian Wendl
MotoGP
Lin Jarvis umarmt Valentino Rossi

Lin Jarvis umarmt Valentino Rossi

Während Lin Jarvis sein Aushängeschild Valentino Rossi mit emotionalen Worten aus dem Yamaha-Werksteam verabschiedet, macht sich Maverick Vinales große Sorgen. Er fragt sich, wie die Crew 2021 aussehen wird.

Valentino Rossi hat für das Yamaha Werksteam 255 Rennen absolviert und davon 56 gewonnen. Er holte mit den Japanern vier Weltmeistertitel und stand 142 Mal auf dem Podest. Doch nach 15 Jahren trennen sich die Wege, denn der Italiener wechselt zu Petronas Yamaha SRT. Seit Monaten ist bekannt, dass er dort an der Seite seines VR 46 Academy-Schützlings Franco Morbidelli fahren wird.

Vor seinem Abschied hat sich nun aber auch noch Lin Jarvis, Managing Director von Yamaha Motor Racing, mit emotionalen Worten an Rossi gewandt: «Es ist immer traurig, Abschied zu nehmen - besonders von Menschen, die ein so wichtiger Teil des Teams waren. Aber nichts im Leben ist beständig, nichts bleibt so, wie es ist, und das ist auch in der MotoGP-Klasse so. Die Situation im Fahrerlager entwickelt sich ständig weiter. Menschen kommen ins Team, manche gehen, andere kommen wieder zurück.»

An die ereignisreiche Zeit mit vielen Höhen, aber auch einigen Tiefen erinnert sich Jarvis: «Ich habe sehr lebhafte Erinnerungen an die vergangenen Jahre. Es war eine Achterbahnfahrt, aber seine Ergebnisse auf der Yamaha sind wirklich beeindruckend. Es ist erstaunlich, wie viel er während seiner Zeit bei uns erreicht hat.»

Anstatt des neunfachen Weltmeisters wird in Zukunft Fabio Quartararo mit Maverick Vinales die Yamaha M1 des Werksteams steuern. «Wir stehen vor einer Wachablösung», findet Jarvis. «Obwohl Valentino das Werks-Yamaha-Team verlässt, ist dies nicht das Ende seiner Karriere. Es ist kein vollständiges Abschiedsszenario, sondern ein Übergangsmoment. 2021 wird er nebenan sein, also wird er in der Nähe bleiben. Sein Werksfahrer-Status bleibt ebenfalls bestehen und er wird auch Crewchef David Munoz, Daten-Analyst Matteo Flamigni und Fahrer-Performance-Analyst Idalio Gavira mitnehmen, sodass er von einigen bekannten Gesichtern umgeben sein wird.»

Insgesamt steht aber dennoch ein großer Umbruch bei Yamaha bevor, denn auch die Mechaniker Brent Stephens (seit 1999), Alex Briggs (2004) und Javier Ullate (2003) sind ab 2021 nicht mehr da. «Ihr Fachwissen, ihre Professionalität und ihre Leidenschaft für den Job sind etwas, das unser Team viele Jahre lang am Leben gehalten hat, daher ist es sehr traurig, sich von ihnen verabschieden zu müssen», meint Jarvis.

Vinales macht sich angesichts der Entwicklung bei Yamaha Sorgen: «Wir verlieren Jahr für Jahr wichtige Personen. Man müsste mal bei Yamaha nachhaken, wie man die Abgänge kompensieren möchte. Ich weiß nämlich nicht, wie das Team aussehen wird.»

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