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Lin Jarvis (Yamaha): «Kein Zeitdruck für Quartararo»

Das Monster Yamaha-Werksteam setzt alles daran, Weltmeister Fabio Quartararo für zwei weitere Jahre zu engagieren. Renndirektor Lin Jarvis zum aktuellen Stand der Verhandlungen.

MotoGP

Im Artikel erwähnt



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Vor zwei Jahren hat Yamaha Motor Racing bereits im Januar und Februar Nägel mit Köpfen gemacht. Damals wurde bereits vor dem ersten MotoGP-Test in Sepang der Spanier Jorge Lorenzo als neuer Testfahrer vorgestellt, dann Maverick Viñales mit einem neuen Zwei-Jahres-Vertrag verwöhnt und dazu Fabio Quartararo für 2021 und 2022 als neuer Teamkollege von Viñales präsentiert. Dazu wurde Rossi für 2021 ein Platz im Petronas-Yamaha-Test samt Werksvertrag angeboten.

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Yamaha gewann dann in der Corona-Saison mit Viñales ein Rennen (Misano), die Petronas-Yamaha-Asse Quartararo und Morbidelli räumten je drei GP-Siege ab, "Morbido" krönte sich überraschend zum Vizeweltmeister. Aber der Fahrer-WM-Titel ging an Joan Mir (Suzuki), die Marken-WM ging ebenfalls verloren, weil wegen des Ventilskandals 50 Punkte in der Konstrukteurs-WM gestrichen wurden.

Yamaha rehabilitierte sich 2021 mit fünf MotoGP-Siegen von "El Diablo" Fabio Quartararo und dem souverän gewonnenen Fahrer-WM-Titel, es war der erste seit Jorge Lorenzo 2015. Der überragende Franzose trotzte der Ducati-Übermacht mit Pecco Bagnaia, Jack Miller, Johann Zarco und Jorge Martin!

Zwei Jahre nach den frühen Yamaha-Entscheidungen vom Winter 2019/2020 ist bei Yamaha kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. Rossi hat aufgehört, Viñales wurde mitten in der Saison 2021 entlassen, Petronas ist als Sponsor des MotoGP-Kundenteams ausgestiegen, das Nachfolge-Team WithU-Yamaha mit Andrea Dovizioso und Darryn Binder hat nur einen Ein-Jahres-Vertrag. Und Fabio Quartararo und sein Manager Eric Mahé denken nach dem enttäuschenden neunten Platz von Doha laut über die Möglichkeit eines Markenwechsels nach.

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Immerhin ist Franco Morbidelli beim Yamaha-Werksteam bis Ende 2023 unter Vertrag. Lin Jarvis, Managing Director bei Yamaha Motor Racing, beantwortete exklusiv die neugierigen Fragen von SPEEDWEEK.com.

Lin, ist Yamaha unter Druck, weil Weltmeister Quartararo demnächst ein schlagkräftigeres Motorrad sehen will? Gibt es eine Deadline für die Vertragsverlängerung?

In einer idealen Welt hätten wir auch in diesem Jahr frühzeitig alles klar gemacht, was die Fahrerpassung für 2023 betrifft. Aber wir waren nicht in der Position dazu.

Im Grunde braucht Fabio das Gefühl des Vertrauens zu uns, wenn er sich für einen neuen Vertrag für 2023 und 2024 entscheidet.

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Aber ich glaube nicht, dass die Ergebnisse in Indonesien oder zwei Wochen später in Argentinien einen besonderen Einfluss auf seine Entscheidung haben werden. Fabio kennt das Package, das er für die kommende Saison hat. Was ihn interessiert, ist das Paket, das er bei Yamaha für 2023 und 2024 bekommen wird.

Ich glaube, wir müssen uns etwas Zeit nehmen. Wir haben jetzt etwas Druck weggenommen. Wir üben keinen Zeitdruck mehr aus.

Denn wir verstehen, dass Fabio das Vertrauen zu Yamaha zurückgewinnen und sich gut fühlen muss. Dann wird er auch in Zukunft für uns fahren.

Trotzdem hoffen wir, dass die Entscheidung möglichst bald getroffen wird. Doch wir haben keine bestimmte Frist mehr gesetzt. Wir stehen in engem Kontakt mit Fabio und auch mit seinem Manager. Wir haben natürlich in Katar gesprochen und sind weiter regelmäßig in Kontakt.

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Wir beobachten die Situation und hoffen, dass Fabio das Vertrauen zu uns findet und auch künftig für Yamaha fährt.

Unsere oberste Priorität ist es, seinen MotoGP-Vertrag zu erneuern und auch in den nächsten zwei Jahren mit Fabio anzutreten.

Was kann das Yamaha-Werksteam bei den nächsten Rennen erwarten? Mandalika und Termas de Río Hondo sollten auf die M1 besser zugeschnitten sein als Losail.

Wir sind nicht auf demselben Niveau wie letztes Jahr. Das ist klar. Denn einige unserer Gegner haben bei der Motorleistung Fortschritte gemacht, zum Beispiel Honda und Suzuki. Auch KTM ist stärker geworden.

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Aber wir haben im Team gerade darüber gesprochen. Wir erinnern uns an einige Jahre, in denen der MotoGP-Weltmeister den Titel in erster Linie durch Konstanz gewonnen und nur ein Sieg für den Titelgewinn gereicht hat, zum Beispiel 2020 bei Joan Mir.

Immerhin zeigt Suzuki jetzt, dass der PS-Mangel nicht am Reihenmotor-Konzept liegt. Man braucht also kein V4-Triebwerk, um Top-Speed-Rekorde aufzustellen.

Ja, genau. Wir hatten diese Zuversicht, was den "Inline Four" betrifft, schon immer. Deshalb haben wir uns nie für ein V4-Konzept entschieden. Wir sind überzeugt, dass wir die nötige Power aus unserem existierenden M1-Triebwerk herausholen können.

Das Suzuki-Team hat in diesem Jahr beim ersten GP-Event gezeigt, dass der Inline-Four immer noch genug Potenzial hat. Es hat mich aber etwas überrascht, ehrlich gesagt, dass sie im Rennen nicht besser abgeschnitten haben.

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Ich habe zumindest eine Suzuki auf dem Podium erwartet.

Es könnte sein, dass sie für das Qualifying ein besonderes Mapping verwenden. Denn im Qualifying waren sie außergewöhnlich stark.

Es ist jedenfalls heutzutage nicht einfach, auf jeder Strecke konkurrenzfähig zu sein. Deshalb wird die Konstanz 2022 ein Schlüssel zum Erfolg sein. Wir dürfen also auf diesem Gebiet in der Meisterschaft über 21 Rennen keine Fehler machen. Wir werden auch Glück brauchen.

Wir werden uns bemühen, jedes Wochenende das Maximum aus unserem Package heraus zu kitzeln.

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Bei diesem Vorhaben kommt uns die Einstellung von Fabio sehr entgegen, sie ist da sehr nützlich. Denn er denkt immer positiv und strengt sich an, unter allen Umständen das bestmögliche Resultat heimzubringen.

MotoGP-Ergebnis, Doha, 6. März:

1. Enea Bastianini, Ducati, 22 Runden in 42:13,198 min

2. Brad Binder, KTM, + 0,346 sec

3. Pol Espargaró, Honda, + 1,351

4. Aleix Espargaró, Aprilia, + 2,242

5. Marc Márquez, Honda, + 4,099

6. Joan Mir, Suzuki, + 4,843

7. Alex Rins, Suzuki, + 8,810

8. Johann Zarco, Ducati, + 10,536

9. Fabio Quartararo, Yamaha, + 10,543

10. Takaaki Nakagami, Honda, + 14,967

11. Franco Morbidelli, Yamaha, + 16,712

12. Maverick Viñales, Aprilia, + 23,216

13. Luca Marini, Ducati, + 27,283

14. Andrea Dovizioso, Yamaha, + 27,374

15. Remy Gardner, KTM, + 41,107

16. Darryn Binder, Yamaha, + 41,119

17. Fabio Di Giannantonio, Ducati, + 41,349

18. Raúl Fernández, KTM, + 42,357

– Jorge Martin, Ducati, 11 Runden zurück

– Francesco Bagnaia, Ducati, 11 Runden zurück

– Miguel Oliveira, KTM, 12 Runden zurück

– Alex Márquez, Honda, 13 Runden zurück

– Marco Bezzecchi, Ducati, 16 Runden zurück

– Jack Miller, Ducati, 16 Runden zurück

WM-Stand nach 1 von 21 Grand Prix:

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1. Bastianini 25 Punkte. 2. Brad Binder 20. 3. Pol Espargaró 16. 4. Aleix Espargaró 13. 5. Marc Márquez 11. 6. Mir 10. 7. Rins 9. 8. Zarco 8. 9. Quartararo 7. 10. Nakagami 6. 11. Morbidelli 5. 12. Viñales 4. 13. Marini 3. 14. Dovizioso 2. 15. Gardner 1.

Konstrukteurs-WM:

1. Ducati 25 Punkte. 2. KTM 20. 3. Honda 16. 4. Aprilia 13. 5. Suzuki 10. 6. Yamaha 7.

Team-WM:

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1. Repsol Honda 27 Punkte. 2. Gresini Racing 25. 3. Red Bull KTM Factory 20. 4. Suzuki Ecstar 19. 5. Aprilia Racing 17. 6. Monster Energy Yamaha 12. 7. Pramac Racing 8. 8. LCR Honda 6. 9. Mooney VR46 Racing 3. 10. WithU Yamaha RNF 2. 11. Tech3 KTM Factory 1.

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1

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101

2

Jorge Martin

Aprilia Racing

90

3

Fabio Di Giannantonio

Pertamina Enduro VR46 Racing Team

71

4

Pedro Acosta

Red Bull KTM Factory Racing

66

5

Marc Márquez

Ducati Lenovo Team

57

6

Raúl Fernández

Trackhouse MotoGP Team

54

7

Alex Márquez

BK8 Gresini Racing MotoGP

53

8

Ai Ogura

Trackhouse MotoGP Team

48

9

Francesco Bagnaia

Ducati Lenovo Team

34

10

Enea Bastianini

Red Bull KTM Tech3

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