Miguel Oliveira (KTM): «In Misano im Regen mehr Grip»
Red Bull-KTM-Werksfahrer Miguel Oliveira spricht vor dem Aragón-GP darüber, was die MotoGP-Asse an diesem Rennwochenende und in den nächsten sechs Wochen erwartet.
"Vor einem Wochenende ist es immer schwierig zu wissen, was man erwarten kann", sagte Miguel Oliveira am Donnerstag vor dem "Gran Premio Animoca Brands de Aragón". 2015 siegte er im MotorLand in der Moto3-Klasse, sein bisher bestes MotoGP-Ergebnis ist ein sechster Platz im Teruel-GP 2020. "Ich glaube, dass Aragón eine Strecke ist, auf der wir performen können. Die Rennen waren vom Feeling her nicht fantastisch, die Ergebnisse waren in Aragón in den letzten Jahren aber echt okay. Wir hoffen einfach, dass wir das Wochenende auf die richtige Weise beginnen und dass wir verstehen, wo wir das Motorrad schnell machen können."
Was ist auf der 5,077 km langen GP-Strecke im MotorLand Aragón besonders wichtig? "Der Grip-Level auf dieser Strecke ist sehr niedrig, daher müssen wir natürlich dafür sorgen, dass die Reifen funktionieren. Das ist die erste Sache – und dann muss es auf die lange Distanz funktionieren. Die Strecke in Aragón ist sehr lang, man ist oft in Schräglage und braucht ein sehr gutes Gefühl zur Front, weil man meistens mit Schräglage bremst. ‚Trail-Braking‘, also das Einbremsen in die Kurve, und Turning sind sehr wichtig, damit man einen guten Speed mitnehmen kann. Darauf wird morgen der Hauptfokus liegen", kündigte Oliveira an.
War der Misano-Test nützlich, um sich auf den Aragón-GP vorzubereiten? "Als körperliches Training, ja", erwiderte der Portugiese schmunzelnd,
Der Grip-Unterschied wird also enorm sein, wenn die MotoGP-Asse am Freitag im MotorLand erstmals auf die Strecke gehen. "Ja, es gibt Strecken, die im Trockenen weniger Grip bieten, als Misano im Regen", schilderte Oliveira. "Ein Motorrad bleibt aber ein Motorrad, wir kommen hierher und sorgen dafür, dass es funktioniert."
Der Aragón-GP bildet für die Motorrad-WM den Auftakt für ein forderndes Triple mit den Übersee-GP in Japan und Thailand direkt im Anschluss. Insgesamt stehen in den nächsten sechs Wochen fünf Rennen an. "Perfekt", lautete der trockene Kommentar des 27-jährigen Familienvaters. "Ich glaube, der schwierigste Part wird von hier bis Japan sein, weil wir den großen Zeitunterschied und den Jetlag haben. In Thailand haben wir dann aber natürlich schon zwei Rennen hintereinander und lange Reisen hinter uns, dazu ist es sehr heiß und die Luftfeuchtigkeit sehr hoch."
Dann folgt ein rennfreies Wochenende, ehe mit Australien und Malaysia zwei weitere Übersee-GP anstehen. "Ich komme vorher zurück nach Europa und reise dann nach Australien", verriet Oliveira seinen Plan.
Stand MotoGP-Fahrer-WM nach 14 von 20 Grands Prix:
1. Quartararo, 211 Punkte. 2. Bagnaia 181. 3. Aleix Espargaró 178. 4. Bastianini 138. 5. Zarco 125. 6. Miller 123. 7. Brad Binder 115. 8. Viñales 101. 9. Rins 101. 10. Martin 94. 11. Oliveira 90. 12. Marini 82. 13. Mir 77. 14. Bezzecchi 68. 15. Marc Márquez 60. 16. Nakagami 46. 17. Pol Espargaró 42. 18. Alex Márquez 35. 19. Morbidelli 26. 20. Di Giannantonio 23. 21. Dovizioso 15. 22. Darryn Binder 10. 23. Gardner 9. 24. Raúl Fernández 8. 25. Bradl 2.
Konstrukteurs-WM:
1. Ducati, 321 Punkte. 2. Yamaha 211. 3. Aprilia 201. 4. KTM 148. 5. Suzuki 127. 6. Honda 96.
Team-WM:
1. Ducati Lenovo Team, 304 Punkte. 2. Aprilia Racing 279. 3. Monster Energy Yamaha 237. 4. Prima Pramac Racing 219. 5. Red Bull KTM Factory 205. 6. Suzuki Ecstar 178. 7. Gresini Racing 161. 8. Mooney VR46 Racing 150. 9. Repsol Honda 104. 10. LCR Honda 81. 11. WithU Yamaha RNF 25. 12. Tech3 KTM Factory 17.
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