Marc Márquez: «Man kann sich gegenseitig hassen»

Von Tim Althof
Marc Márquez war von der Anteilnahme im Mai begeistert

Marc Márquez war von der Anteilnahme im Mai begeistert

Für den achtfachen Weltmeister Marc Márquez war 2022 keine einfache MotoGP-Saison, denn nach dem Mugello-GP musste er sich erneut am Oberarm operieren lassen. Doch wie fühlte sich der Abschied auf unbestimmte Zeit an?

Seit dem Rennen in Jerez 2020, als Marc Márquez nach einer Aufholjagd in Kurve 3 schwer stürzte, kämpft er mit den Verletzungen am rechten Oberarm sowie den Folgen. Als der Saisonstart 2022 nicht nach Wunsch lief und der Spanier bemerkte, dass seine Genesung stagnierte, entschied er sich dazu, eine weitere Operation durchführen zu lassen.

Als er am Samstag des Mugello-Wochenendes an die Öffentlichkeit trat und verkündete, dass der GP am Sonntag der letzte auf unbestimmte Zeit sein wird, hatte das eine große mediale Welle zur Folge. Doch auch seine Gegner auf der Strecke waren erstaunt, dass der 29-Jährige diesen Schritt wagte.

Am Sonntag, nach dem Rennen, das Márquez als Zehnter beendete, zeigten sie in der Auslaufrunde großen Respekt. Die Kontrahenten kamen reihenweise zum Spanier und wünschten ihm viel Glück für diese erneute Zeit der Ungewissheit. «Es war eine sehr schöne und emotionale Runde. Ganz besonders, weil du nicht weißt, was nach einer vierten Operation passieren wird», blickte Marc Márquez beim Saisonfinale in Valencia zurück. «Niemand kann dir sagen, wie und wann dein Comeback kommen wird.»

«Es war aber besonders emotional, weil du den Respekt der anderen Fahrer spürst. Das war großartig für mich», so der Honda-Werksfahrer. «Man kann sich gegenseitig hassen und du kannst gegen einen Konkurrenten hart kämpfen, aber du wünschst deinem Gegner niemals eine Verletzung. Eine Verletzung bedeutet nämlich nicht nur, dass sich das professionelle Leben ändert, sondern auch das persönliche.»

«Wir wissen alle, warum wir Rennen fahren, aber wir wissen auch alle, welche Risiken wir dabei eingehen, wenn wir die Motorräder bewegen», stellte Márquez klar. «Natürlich wünschst du manchem Gegner nicht das Beste, aber niemals möchtest du, dass er sich verletzt. Das ist wirklich wichtig.»

Letztendlich war er wirklich gefasst, wie viel Anteilnahme er in diesem Moment erhalten hatte. «Dass manche der Fahrer zu mir kamen, war eine Überraschung, aber von einigen habe ich es erwartet, denn wir haben ein gutes Verhältnis zueinander», erklärte der MotoGP-Star, der nach 100 Tagen beim Aragón-GP 2022 bereits sein Comeback feierte.

MotoGP-WM-Endstand (nach 20 Rennen):

1.Bagnaia 265. 2. Quartararo 248 Punkte. 3. Bastianini 219. 4. Aleix Espargaró 212. 5. Miller 189. 6. Brad Binder 188. 7. Rins 173. 8. Zarco 166. 9. Martin 152. 10. Oliveira 149. 11. Viñales 122. 12. Marini 120. 13. Marc Márquez 113. 14. Bezzecchi 111. 15. Mir 87. 16. Pol Espargaró 56. 17. Alex Márquez 50. 18. Nakagami 48. 19. Morbidelli 42. 20. Di Giannantonio 24. 21. Dovizioso 15. 22. Raúl Fernández 14. 23. Remy Gardner 13. 24. Darryn Binder 12. 25. Crutchlow 10. 26. Bradl 2.

Konstrukteurs-WM:
1. Ducati 448 Punkte. 2. Yamaha 256. 3. Aprilia 248. 4. KTM 240. 5. Suzuki 199. 6. Honda 155.

Team-WM:
1. Ducati Lenovo Team 454 Punkte. 2. Red Bull KTM Factory 337. 3. Aprilia Racing 334. 4. Prima Pramac Racing 318. 5. Monster Energy Yamaha 290. 6. Suzuki Ecstar 260. 7. Gresini Racing 243. 8. Mooney VR46 Racing 231. 9. Repsol Honda 171. 10. LCR Honda 98. 11. WithU Yamaha RNF 37. 12. Tech3 KTM Factory 27.

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